Last-Minute-Sieg für den LASK

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LASK schafft Last-Minute-Sieg gegen FC Lustenau

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LASK Linz und Altach heißen die Sieger der 10. Runde der "Heute für Morgen" Erste Liga.

Die Oberösterreicher gewinnen gegen Nachzügler FC Lustenau 2:1 und klettern auf Tabellen-Platz zwei. Altach gewinnt das Gastspiel bei der Vienna mit 1:0.

Austria Lustenau, bislang erster Verfolger von Tabellenführer WAC/ St. Andrä, kommt zu Hause gegen Grödig nicht über ein 0:0 hinaus. Die Kärntner selbst lassen gegen SKN St. Pölten Punkte liegen. Hartberg gegen Blau Weiss Linz endet 1:1.

First Vienna - SCR Altach 0:1

Aufstiegskandidat Altach hat im abschließenden Match der zehnten Runde einen verdienten 1:0-(0:0)-Sieg bei der Vienna gefeiert. Damit holte das Team von Adi Hütter, das zuletzt bei BW Linz (0:2) und daheim gegen Grödig (1:2) verloren hatte, wieder Punkte und verbesserte sich auf den dritten Tabellenplatz. Der Rückstand auf Tabellenführer WAC/St. Andrä wurde auf vier Zähler verkürzt.

Das Goldtor für die Gäste erzielte Christoph Schösswendter, der in Minute 64 eine Vorisek-Freistoßflanke mit dem Kopf verwertete. Die Vienna, die zuletzt dreimal en suite ungeschlagen geblieben war, ist damit seit dem Aufstieg weiter sieglos gegen Altach (vier Remis, fünf Niederlagen) und fiel auf Rang sieben zurück. Der Vorsprung auf die Abstiegsregion beträgt noch fünf Punkte.

Dass die 1.900 Zuschauer nicht mehr Treffer auf der Hohen Warte zu sehen bekamen, lag vor allem an Schiedsrichter Andreas Heiss. Dieser hätte in der 26. Minute eigentlich auf Elfmeter für Altach entscheiden müssen, nachdem Dospel nach einem Fehler den durchbrechenden Ademi nur noch mit Einsatz seiner Hände hatte stoppen können. In der 44. Minute aberkannte er einen Kopfball-Treffer von Netzer nach Vorisek-Freistoß wegen angeblichen Foulspiels. Und auch nach der Pause gab er einen Ademi-Treffer nicht, weil sein Assistent eine Abseitsstellung gesehen haben wollte (77.).

Die Vienna, der die Ausfälle der verletzten Mannschaftsstützen Djokic und Markovic schwer zu schaffen machten, beendete das Match nach dem Gelb-Rot Ausschluss von Markus Lackner (75.) mit nur zehn Mann. Für unschöne Szenen abseits des Feldes sorgten mitgereiste Fans der Altacher, die gegen das Pyrotechnik-Gesetz verstießen und den Ordner-Dienst der Döblinger zu einem Feuerlöscheinsatz zwangen, weil es unter der Tribüne des Gästesektors zu brennen begonnen hatte.

WAC St. Andrä - SKN St. Pölten 1:1


Tabellenführer WAC/St. Andrä hat sich am Freitag in der zehnten Erste-Liga-Runde mit einem 1:1-(1:1)-Heimremis gegen den SKN St. Pölten begnügen müssen. Der Vorsprung auf Verfolger LASK schrumpfte deshalb auf drei Punkte. Daniel Segovia brachte die Niederösterreicher überraschend in Front (20.), Michael Sollbauer (42.) rettete dem Leader, der in der Auftaktrunde am 12. Juli in St. Pölten mit 2:0 gewonnen hatte, mit seinem Treffer aber noch einen Punktgewinn.

Aufgrund der brütenden Hitze entwickelte sich zu Beginn eine schwache Partie. Die St. Pöltener schienen bei den hohen Temperaturen etwas besser zurechtzukommen und präsentierten sich frischer. Einen Fallmann-Schuss konnte WAC-Goalie Dobnik nur kurz abwehren, und Segovia staubte im Rutschen zum 0:1 (20.) ab. Nach einer halben Stunde übernahmen aber die Hausherren das Geschehen und wurden auch belohnt. Nach einer Berchtold-Flanke und einer Jacobo-Kopfball-Verlängerung nahm sich der aufgerückte Sollbauer den Ball mit der Brust herunter und traf genau ins lange Eck (42.).

Nach der Pause sahen die 2.650 Besucher in der Lavanttal-Arena eine flotte Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Die Offensivbemühungen beider Mannschaften blieben aber unbelohnt, bei der besten Möglichkeit traf WAC-Abwehrspieler Berchtold per Kopf die Latte (60.). Es war das erste Heimremis für die Kärntner im dritten direkten Duell mit St. Pölten im eigenen Stadion.

LASK - FC Lustenau 2:1


Der LASK hat sich in der 10. Runde der Ersten Fußball-Liga auf Platz zwei verbessert. Die Linzer feierten am Freitagabend einen glücklichen 2:1-(0:0)-Heimerfolg über Abstiegskandidat FC Lustenau, der auch in der fünften Auswärtspartie der Saison punktlos blieb und damit auf den letzten Tabellenplatz abrutschte. Den entscheidenden Treffer erzielte Florian Templ nur fünf Minuten nach seiner Einwechslung in der Nachspielzeit (92.). Es war der erste LASK-Heimsieg über den FC Lustenau seit dem 2:0 am 23. Mai 2003.

Schiedsrichter Harald Ruiss verhängte in der Partie zwei Elfer, die beide nicht zu geben waren. In der elften Minute ahndete er nach einem Holzmann-Freistoß ein Handspiel in der LASK-Mauer - Wimmer hatte die Hand schützend vor dem Gesicht -, doch Lustenau-Stürmer David Witteveen scheiterte an LASK-Keeper Thomas Mandl, der die Ecke erriet und den Ball auf Raten zu Fassen bekam. Nach der Pause fiel Ruiss dann bei einem Zweikampf zwischen Mimm und Kogler auf eine Schwalbe des LASK-Spielers herein. Diese Chance ließ sich Aigner nicht entgehen und verwertete eiskalt zur Führung der Schachner-Elf.

Etienne Eto'o, der kleine Bruder von Kameruns Superstar Samuel Eto'o, gab ab der 68. Minute sein Debüt im Lustenau-Dress, und nicht einmal zwei Minuten später traf er schon zum 1:1. Nach einer tollen Kombination über Bolter, Ritzmann und Witteveen kam der Ball zum völlig frei stehenden 21-Jährigen, der den Ball souverän in die Maschen jagte. Als sich die 1.600 Zuschauer im Linzer Stadion schon mit der Punkteteilung abgefunden hatten, schlug dann noch Templ, der eine Freistoßflanke mit einem sehenswerten Volleyschuss verwertete, zu. Der LASK liegt damit nur noch drei Zähler hinter Tabellenführer WAC/St. Andrä, der gegen St. Pölten 1:1 spielte.

Hartberg - BW Linz 1:1

Der TSV Hartberg hat die "Rote Laterne" in der zehnten Erste-Liga-Runde aufgrund des besseren Torverhältnisses an den punktegleichen FC Lustenau abgegeben. Die Steirer holten am Freitag vor eigenem Publikum gegen Aufsteiger Blau-Weiß Linz ein leistungsgerechtes 1:1-(1:1)-Remis. Für die Hartberger war es nach dem 2:0-Erfolg gegen den FC Lustenau die zweite Partie in Folge ohne Niederlage, die sechstplatzierten Oberösterreicher sind gar schon vier Runden unbesiegt. Lukas Mössner brachte die Steirer in Front (12.), Dominic Hassler gelang der Ausgleich (55.).

Die Hausherren starteten deutlich agiler in die Partie und gingen auch verdient in Führung. Der starke Adilovic flankte zur Mitte, Mössner setzte sich am Fünfer in einem Getümmel gegen drei Linz-Abwehrspieler durch und vollendete ohne Mühe zum 1:0 (12.). Mit der Führung im Rücken zogen sich die Steirer etwas zurück, die Linzer hatten mehr Ballbesitz, gefährlicher waren aber trotzdem die Hausherren. Wimleitner wehrte einen Adilovic-Schuss zur Ecke ab (36.), zudem traf der komplett frei stehende Harrer den Ball schlecht und das Tor damit nicht (43.).

Nach dem Seitenwechsel schafften die Gäste wie aus dem Nichts den Ausgleich. Nach einer von Wimleitner eingeleiteten schönen Aktion über mehrere Stationen hatte der Ex-Sturm-Graz-Kicker Hassler keine Probleme, seinen dritten Saisontreffer zu erzielen (55). Für den Neo-Erstligisten wäre noch mehr möglich gewesen, ein Schuss von Huspek landete aber an der Latte (90.). Das erste Saisonduell hatte am 12. Juli in Pasching mit einem 2:1-Sieg der Linzer geendet.

Austria Lustenau - SV Grödig 0:0


Die Aufstiegsambitionen von Austria Lustenau haben den nächsten Dämpfer erlitten. Die Vorarlberger kamen am Freitagabend in einer eher schwachen Partie der zehnten Runde der Ersten Fußball-Bundesliga vor eigenem Publikum gegen SV Grödig nicht über ein torloses Remis hinaus. Damit holten die Gäste aus Salzburg erstmals bei der "Ländle"-Austria einen Zähler, nachdem sie zuvor im Reichshofstadion viermal 1:2 verloren hatten. Auch das erste Saisonduell in Grödig hatte ein 2:1 für den Favoriten gebracht.

Die Lustenauer blieben zwar auch im fünften Heimspiel (zwei Siege, drei Remis) ungeschlagen, doch Grödig knöpfte nach dem 2:1-Erfolg am Dienstagabend in Altach dem nächsten Vorarlberger Aufstiegskandidaten wichtige Punkte ab. Da auch Tabellenführer WAC/St. Andrä im Heimspiel gegen St. Pölten mit einem Unentschieden (1:1) zufrieden sein musste, beträgt der Rückstand der Lustenauer weiter vier Zähler auf den Spitzenreiter aus Kärnten.

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