Der FAC ist am Boden

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Hartberg darf wieder hoffen

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SVM baut den Vorsprung aus - FAC erstmals Letzter

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Mattersburg hat am Freitagabend einen großen Schritt in Richtung Meistertitel in der Erste Liga gemacht.

Die Burgenländer, die bereits als Bundesliga-Aufsteiger feststehen, feierten zum Abschluss der 34. Runde einen knappen 1:0-Erfolg beim FAC und bauten den Vorsprung auf den nicht aufstiegsberechtigten Verfolger Liefering, der beim LASK über ein 1:1 nicht hinauskam, auf drei Punkte aus.

Die Mattersburger haben zudem das um zehn Treffer bessere Torverhältnis als der Partnerclub von Red Bull Salzburg und damit alle Trümpfe in der eigenen Hand.

Die Truppe von Chefcoach Ivica Vastic empfängt vor dem direkten Duell mit Liefering in Grödig (29. Mai) zum Saisonabschluss noch Kapfenberg (22. Mai). Liefering tritt kommenden Freitag beim Abstiegskandidaten Horn an.

Hartberg hat im Abstiegskampf der Fußball-Erste-Liga neue Hoffnung geschöpft.

Die Truppe von Coach Bruno Friesenbichler setzte sich am Freitagabend im Steiermark-Duell bei Kapfenberg mit 1:0 durch. Hartberg gab damit die "Rote Laterne" an den FAC ab.

Hartberg punktegleich mit Horn

Die Hartberger liegen mit 38 Punkten zwei Runden vor Schluss nur noch aufgrund des knapp schlechteren Torverhältnisses hinter dem Achten Horn zurück, der sich bei Austria Lustenau ein leistungsgerechtes torloses Remis erkämpfte.

Der Siebente Wacker Innsbruck verpasste einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf, musste sich zu Hause gegen den ebenfalls noch nicht ganz geretteten Fünften St. Pölten mit einem 0:0 begnügen.

Nur zwei Zähler beträgt der Abstand der Tiroler, die zuletzt viermal remis spielten, zum zweiten Abstiegsrang.

Für die Entscheidung am FAC-Platz sorgte einmal mehr Mattersburgs Goalgetter Markus Pink. Der 24-jährige Kärntner drückte den Ball im Liegen nach einem Konter und glücklicher Vorarbeit von Thorsten Mahrer aus zwei Metern über die Linie (36.).

Pink baute mit seinem 19. Saisontor, dem 14. im Jahr 2015, die Führung in der Liga-Schützenliste auf seinen Teamkollegen Karim Onisiwo (16) weiter aus.

Die Floridsdorfer boten vor allem vor der Pause eine ansprechende Leistung, Martin Demic (3., 43.) scheiterte aber zweimal an Mattersburg-Goalie Markus Kuster, der sich außerdem von einem gefährlichen Mahrer-Rückpass (26.) nicht überraschen ließ.

Nach dem Seitenwechsel fehlten auf beiden Seiten lange Zeit die Höhepunkte. In der 88. Minute konnte Kuster einen Pittnauer-Schuss etwas glücklich an die Stange abwehren und hielt damit den Sieg fest. Die Wiener sind nun weiter gegen Mattersburg sieglos.

In der Liga warten die Schützlinge von Trainer Peter Pacult nach der zweiten Niederlage hintereinander schon drei Spiele auf einen vollen Erfolg. Der FAC (37 Punkte) rutschte damit hinter Hartberg (38) ans Tabellenende.

Die Chance auf den Klassenerhalt, den die letzten beiden Teams nicht schaffen, ist aber nach wie vor gegeben. Auch Horn (38) und Wacker Innsbruck (40) haben noch große Abstiegssorgen. Noch nicht fix gerettet sind zudem auch Austria Lustenau (42) und St. Pölten (43).

Im Topspiel der Runde legte der LASK einen Traumstart hin. Radovan Vujanovic sorgte nach Berry-Hereingabe schon nach 13 Minuten für die Führung.

Die Stange verhinderte kurz darauf das 2:0 von Florian Templ bzw. parierte Liefering-Goalie Fabian Bredlow den zweiten Versuch von Vujanovic (18.).

Nach Neuhold-Foul an Joao Pedro machte Ante Roguljic mit einem souverän verwandelten Elfmeter (42.) noch vor der Pause den Punktgewinn der "Jungbullen" perfekt.

Beim 1:1 im Linzer Stadion blieb es, da die Gastgeber bei einem Erbek-Schuss an die Latte (70.) neuerlich Aluminium trafen.

Am Innsbrucker Tivoli wurde den Besuchern demgegenüber deutlich weniger geboten.

Beide Teams wirkten verunsichert und schienen lange Zeit mit dem Remis zufrieden.

Erst in der letzten Viertelstunde spielten die beiden torärmsten Clubs der Liga munter nach vorne, wurden dafür aber nicht belohnt.

Die St. Pöltner gingen damit nach zwei Erfolgen in Serie wieder einmal nicht als Sieger vom Platz. Die Innsbrucker sind jetzt schon fünf Spiele sieglos und dem zweiten Abstieg hintereinander sehr nahe.

Die Hartberger präsentierten sich wenige Tage nach dem schmeichelhaften 2:2 gegen Innsbruck von einer deutlich besseren Seite und untermauerten einmal mehr ihre Auswärtsstärke.

Daniel Gremsl hatte noch bei einem Stangenschuss (16.) Pech. Dafür fiel die Führung bereits vier Minuten später nach einem ruhenden Ball.

Eine Sencar-Ecke wurde von Siegfried Rasswalder oder KSV-Spieler Mario Grgic per Kopf ins Tor gelenkt (20.).

Die Kapfenberger wurden vor dem Seitenwechsel einmal brandgefährlich, Hans-Peter Berger machte einen Bubalovic-Kopfball aber mit einer Glanzparade zunichte (35.).

Nach der Pause kamen die Hartberger mehrmals der Vorentscheidung nahe, doch auch für die Kapfenberger wäre mehr möglich gewesen, so ließen sie etwa eine Top-Doppelchance (67.) ungenützt.

   Die Horner waren in Lustenau vor der Pause auf eine gesicherte Defensive bedacht, die Gastgeber die aktivere Mannschaft.

In Hälfte zwei legten die Niederösterreicher aber einen Gang zu, in äußerst attraktiven 45 Minuten waren die fehlenden Tore auf beiden Seiten das einzige Manko.

Die beste Horner Chance ließ Osman Bozkurt aus, der aus bester Position an Lustenau-Schlussmann Christopher Knett scheiterte (71.).

Das 0:0 war äußerst überraschend, hatten die Lustenauer doch zuvor in 13 Heimspielen nie zu Null gespielt, genauso wie die Horner in ihren vorangegangenen zwölf Auswärtspartien. Horn ist jetzt schon sechs Partien gegen Lustenau ungeschlagen.

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