Wacker holt verdienten Sieg gegen harmlosen LASK

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Der SV Mattersburg hat am Karfreitagabend einen großen Schritt Richtung Aufstieg in die Bundesliga gemacht.

Die Burgenländer feierten einen 2:1-(1:0)-Sieg beim in diesem Jahr zuvor noch ungeschlagenen Kapfenberger SV und liegen damit bereits sieben Punkte vor Aufstiegskonkurrent LASK, der zwei Stunden zuvor bei Schlusslicht Innsbruck eine verdiente 0:2-(0:2)-Niederlage kassiert hatte.

Auch Liefering setzt sich mit einem 3:1-(1:0)-Heimsieg in Grödig über Horn von den Oberösterreichern ab. St. Pölten feierte einen glücklichen 1:0-(0:0)-Heimerfolg über Austria Lustenau und verbesserte sich damit auf Platz fünf. Hartberg gewann beim FAC hochverdient 3:1 (1:1) und blieb damit einen Zähler vor Innsbruck Tabellenvorletzter.

Die Steirer sind aber nun punktegleich mit den Lustenauern. Der Abstiegskampf verspricht damit Hochspannung pur, mehr als die halbe Liga ist darin verwickelt, denn St. Pölten und Innsbruck trennen zehn Runden vor Schluss nur vier Zähler.

Das abschließende Match der 26. Erste-Liga-Runde begann mit einem Schock für die zuvor in acht Spielen (3 Siege, 5 Remis) en suite unbesiegten Kapfenberger, die im Hinblick auf das Cup-Viertelfinale am Dienstagabend von Austria-Wien-Sportdirektor Franz Wohlfahrt beobachtet wurden:

Marco Perchtold flog nach einem Foul mit gestrecktem Bein gegen Jano bereits in Minute acht mit Rot vom Platz. Mattersburg übernahm in der Folge das Kommando, tat sich aber lange Zeit schwer. Erst Patrick Farkas erzielte nach Perlak-Vorarbeit mit einem wuchtigen Schuss ins kurze Eck die erlösende Führung für die Gäste (40.).

Nach der Pause erhöhte der erst vier Minuten zuvor eingewechselte Dominik Doleschal nach Jano-Flanke verdientermaßen auf 2:0 (66.).

Damit schien die Vorentscheidung gefallen, denn wenig später hatte Doleschal schon die Chance aufs 3:0 (68.). Doch eine Nachlässigkeit der Mattersburger Abwehr ermöglichte Andreas Lasnik (76.) den Anschlusstreffer und machte die Partie mit einem Schlag wieder spannend.

Die Burgenländer brachten den Sieg aber ins Trockene und führen damit die Tabelle weiterhin aufgrund der besseren Tordifferenz punktegleich vor den nicht aufstiegsberechtigten Lieferingern an.

Kapfenberg blieb nach der ersten Niederlage seit 4. November, als man in Mattersburg 2:4 verlor, Tabellenvierter. Der Vorsprung auf Tabellenschlusslicht Innsbruck beträgt aber nur noch sechs Punkte.

Der LASK präsentierte sich beim Gastspiel in der Tiroler Landeshauptstadt alles andere als ein Aufstiegskandidat, vor allem in der Offensive gelang den Oberösterreichern aus dem Spiel heraus gar nichts.

Die Führung der Innsbrucker war deshalb nur eine Frage der Zeit, nach einem Distanz-Schuss von Hauser, den Schlussmann Pervan nach vorne abklatschen ließ, staubte Jürgen Säumel zum 1:0 (34.) ab.

Nicht einmal zwei Minuten später erhöhte Florian Jamnig nach Säumel-Freistoßflanke per Kopf via Innenstange auf 2:0 (36.), womit die Partie entschieden war, da der LASK nach dem Wechsel nur vereinzelt nach Standards gefährlich wurde. Es war der erste Innsbruck-Sieg unter dem neuen Trainer Klaus Schmidt.

Hartbergs Matchwinner in Floridsdorf war Christoph Kröpfl mit einem Doppelschlag innerhalb von nicht einmal zwei Minuten (63., 64.).

Seinen ersten Treffer leitete Haselberger mit einem katastrophalen Fehlpass ein, beim zweiten wurde er dann mit einem perfekten Laufpass von Prutsch bedient.

Zuvor hatte schon Thomas Schönberger (4.) für die Steirer nach einem Sencar-Corner per Kopf getroffen. Für den FAC erzielte Mehmet Sütcü ebenfalls nach einem Eckball den abseitsverdächtigen, zwischenzeitlichen Ausgleich (41.).

Das Match der bisherigen Tabellennachbarn in St. Pölten wurde durch ein Eigentor entschieden.

Nach einer scharfen Schagerl-Freistoß-Flanke aufs kurze Eck lenkte Christoph Stückler den Ball per Kopf ins eigene Gehäuse (53.).

Es war der erste Sieg für die Niederösterreicher nach zuletzt sieben sieglosen Matches und ein erfolgreiches Debüt für das neue Trainer-Duo Jochen Fallmann/Thomas Nentwich, das im Sommer von Ex-LASK-Coach Karl Daxbacher abgelöst wird, sofern St. Pölten zweitklassig bleibt.

Für die nicht aufstiegsberechtigten Lieferinger war wieder einmal Smail Prevljak mit einem Doppelpack der Matchwinner.

Sein Führungstor in der 33. Minute hatte jedoch eine kuriose Vorgeschichte: Horn-Spieler Sittsam schoss bei der Spieleröffnung Lieferings Wiesinger an, von dem der Ball in hohem Bogen an die Latte ging. Prevljak nützte den Abpraller zur Führung.

Joao Pedro besorgte dann nach einem schnellen Konter das 2:0 (75.). Casanova machte es mit seinem wuchtigen Anschlusstreffer (80.) nochmals spannend, doch Prevljak spielte die Horn-Abwehr in der Nachspielzeit schwindelig und durfte über seinen bereits zwölftes Saisontor jubeln (92.). Es war die erste Horn-Niederlage in diesem Jahr.

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