Trainer-Effekt in Lustenau

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LASK kann Patzer nicht nutzen

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Der Tunesier Lassaad Chabbi hat am Dienstagabend einen traumhaften Einstand bei Austria Lustenau gefeiert.

Die Vorarlberger feierten in der 24. Runde der Fußball-Erste-Liga im ersten Spiel unter ihrem Neo-Coach mit einem Heim-3:1 den ersten Frühjahrssieg und den ausgerechnet gegen Tabellenführer Mattersburg.

Beim LASK blieb der Trainereffekt hingegen aus, gegen Horn gab es nur ein 1:1.

Der Ausrutscher der Mattersburger, die nach fünf Siegen in Folge wieder einmal verloren, hatte dadurch nicht so eine große Auswirkung, sie haben immer noch drei Zähler Vorsprung auf die drittplatzierten Linzer.

Der Zwei-Punkte-Polster auf den nicht aufstiegsberechtigten Zweiten Liefering blieb gleich, da die "Jungbullen" in Kapfenberg knapp 2:3 unterlagen. Für die Steirer war es im Abstiegskampf ein weiterer wichtiger Sieg.

So einen schaffte auch der FAC im Heimspiel gegen St. Pölten.

Chabbi nahm bei seinem Debüt personell gegenüber dem 0:4 gegen Hartberg am Freitag gleich sechs Veränderungen vor. Und das zeigte Wirkung.

Die Gastgeber waren zwar in der ersten halben Stunde etwas unterlegen, übernahmen in der Folge aber die Initiative. Nach einem fast direkt verwandelten Strandvall-Corner musste Thiago am langen Eck zum 1:0 (36.) nur mehr einnicken.

Die Chabbi-Truppe hätte schon vor der Pause nachlegen müssen, ließ aber vorerst die nötige Effizienz vermissen, so ging ein Jailson-Kopfball an die Stange (44.).

Die Vorarlberger zeigten sich auch nach dem Seitenwechsel im Vergleich zur vergangenen Woche wie verwandelt. Sie ließen sich auch vom zwischenzeitlichen Ausgleich von Mattersburgs Markus Pink (72.), der diese Saison schon zum zehnten Mal traf, nicht beirren.

"Joker" Dario Tadic sorgte im Reichshofstadion innerhalb von einer Minute mit einem Doppelpack (80., 81.) im Alleingang für die Entscheidung. Damit blieb das schlechteste Frühjahrsteam gegen die beste Mannschaft im Jahr 2015 siegreich.

Außerdem bauten die Lustenauer ihre imposante Heimbilanz gegen Mattersburg aus, haben sie doch jetzt acht von zehn direkten Heimduellen gewonnen.

Während Mladen-Posavec-Nachfolger Chabbi also mit seiner Premiere vollauf zufrieden sein konnte, war das bei Martin Hiden nicht der Fall.

Der Neo-Trainer des LASK, der am Montag das Erbe von Karl Daxbacher angetreten hatte, sah im Heimspiel gegen Horn eine über weite Strecken enttäuschende Vorstellung seiner Mannschaft.

Das schwächste Auswärtsteam der Liga ging durch Florian Sittsam per Kopf in Führung (46.), Christopher Drazan schaffte aber postwendend den Ausgleich (49.). Die besseren Chancen auf den Sieg fanden die im Abschluss schwachen Niederösterreicher vor.

Durch deren Ineffektivität sind die Linzer diese Saison im eigenen Stadion weiter unbesiegt.

Für Liefering gab es im Titelkampf einen Rückschlag. Die Salzburger unterlagen dem KSV vor allem aufgrund fehlender Effizienz 2:3.

Die Obersteirer nutzten vor dem Seitenwechsel jede Chance und waren durch David Witteveen (24., 37.) sowie Philipp Wendler (44.) erfolgreich.

Für die Lieferinger waren Treffer von David Atanga (31.) und Smail Prevljak (70.), der die Partie alleine entscheiden hätte können, zu wenig.

Die Kapfenberger gewannen damit nach fünf Niederlagen im direkten Duell mit Liefering wieder einmal und setzten ihren positiven Trend weiter fort. Die Truppe von Coach Kurt Russ ist jetzt schon sieben Partien ungeschlagen und hat 2015 in vier Spielen zehn Punkte geholt.

Der KSV führt damit weiter den zweiten Teil der Tabelle als Vierter an und vergrößerte den Vorsprung auf Schlusslicht Wacker Innsbruck auf schon neun Zähler.

Einen wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt schaffte auch der FAC mit dem Heim-1:0 gegen St. Pölten.

Mann des Spiels war Furkan Aydogdu (38.), er fixierte den ersten Frühjahrssieg.

St. Pölten ist schon fünf Auswärtspartien ohne vollen Erfolg und kam dem Abstieg wieder etwas näher.

Als Siebenter liegt man mit Lustenau gleichauf, drei Punkte vor dem Vorletzten Hartberg sowie vier Zähler vor dem Letzten Innsbruck.

Wacker Innsbruck bleibt also auch nach der 24. Runde Schlusslicht der Erste Liga. Der Absteiger aus der Bundesliga musste sich am Montag im Kellerderby vor eigenem Publikum gegen den TSV Hartberg mit einem 1:1 (1:1) begnügen und liegt damit weiterhin einen Punkt hinter den neuntplatzierten Steirern.

 Die Partie begann für die Tiroler denkbar schlecht: Christoph Kröpfl fing einen verunglückten Rückpass von Peter Hlinka ab und stellte in der 5. Minute auf 1:0 für die Hartberger.

Danach hatten die Gastgeber mehr vom Spiel, wurden aber nicht wirklich gefährlich - bis zur 45. Minute, als Hlinka seinen Fehler ausbesserte und nach Freistoßflanke von Florian Jamnig zum Ausgleich einköpfelte.

In der zweiten Hälfte waren zwingende Chancen auf beiden Seiten Mangelware, am Ende blieb es beim leistungsgerechten Remis. Damit wartet Wacker schon seit 7. November 2014 (2:0 gegen Horn) auf einen Sieg. In den sechs Partien danach reichte es nur zu zwei Punkten. Die Hartberger, deren Trainer Bruno Friesenbichler in der 35. Minute auf die Tribüne verbannt wurde, holten hingegen aus ihren jüngsten drei Partien fünf Zähler.

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