LASK patzt, Liefering gewinnt Verfolgerduell

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Der LASK kommt in der 18. Runde der Ersten Liga beim Floridsdorfer AC nicht über ein torloses Remis hinaus.

Unterdessen feiert Wacker Innsbruck nach sieben sieglosen Spielen in Folge einen im Abstiegskampf wichtigen 2:0-Heimsieg gegen Horn. Rene Renner (5.) und Thomas Bergmann (31.) sorgen für die Tore.

St. Pölten schlägt Hartberg dank eines Kopfball-Treffers von Daniel Segovia (71.) mit 1:0. Kapfenberg und Austria Lustenau trennen sich 1:1. Wendler (53.) bzw. Kobleder (48.) treffen.

Im Spitzenspiel setzt sich Liefering mit 3:1 gegen Mattersburg durch und erklimmt so den zweiten Tabellenplatz.

In der NV-Arena hatten beide Mannschaften ihre Möglichkeiten. Die beste ließ Hartberg-Stürmer Danijel Prsalko kurz vor der Pause verstreichen, als er das quasi leere Tor nicht traf.

Der entscheidende Treffer gelang mit seinem sechsten Saisontor St.-Pölten-Goalgetter Daniel Segovia (72.). Die Niederösterreicher rückten damit in der Tabelle auf Platz vier vor, Hartberg fehlen nunmehr schon fünf Punkte auf den rettenden achten Platz.

Wenig Höhepunkte boten Kapfenberg und Austria Lustenau den Zuschauern in der ersten Hälfte. Ein Heber von Andreas Lasnik (39.) war die beste Aktion vor dem Pausenpfiff. Dann ging es aber Schlag auf Schlag: Die Lustenauer Führung durch Christoph Kobleder (48.) glich Philipp Wendler nach Lasnik-Vorlage aus (54.).

Chancen und heikle Szenen auf beiden Seiten folgten im Anschluss. Kapfenberg-Coach Kurt Russ wurde wie sein Gegenüber Mladen Posavec wegen Referee-Kritik auf die Tribüne verbannt, der Lustenauer Jailson sah im Finish noch Gelb-Rot wegen einer angeblichen Schwalbe (90.). Ein weiteres Tor fiel jedoch nicht mehr.

Am Innsbrucker Tivoli ging die Heimmannschaft durch einen Treffer von Rene Renner von knapp außerhalb des Strafraums früh in Front (5.). Fast wie eine Kopie wirkte das 2:0, bei dem Thomas Bergmann die Lücken in der Horner Abwehr geschickt ausnützte und ebenfalls mit links einschoss (30.).

Hinten standen die Innsbrucker sicher, daran änderte sich auch im zweiten Abschnitt nichts. So durfte die zuletzt arg gebeutelte Mannschaft erstmals seit dem 12. September (3:0 in Horn) wieder als Sieger vom Platz gehen. In der Tabelle rückte Innsbruck auf Platz sieben vor.

Die Linzer taten sich gegen mutig auftretende Floridsdorfer sehr schwer. Wiederholt setzten die Wiener den Herbstmeister mit schnellen Angriffen unter Druck. Mirnel Sadovic, Patrick Haas und Furkan Ayogdu ließen teils hochkarätige Torchancen ungenützt.

Der LASK fand erst nach dem Seitenwechsel besser ins Spiel, konnte aber nicht entscheidend zulegen. Der FAC ist damit seit neun Liga-Spielen unbesiegt, fiel in der Tabelle aber einen Platz auf Rang fünf zurück.

Im Duell der LASK-Verfolger hat Liefering am Freitag den SV Mattersburg in die Schranken gewiesen. Die Salzburger waren beim 3:1-(1:0)-Erfolg in Wals-Siezenheim zum Abschluss der 18. Runde die bessere Mannschaft und nehmen nun allein den zweiten Tabellenplatz ein. Nur noch zwei Punkte fehlen auf den Spitzenreiter aus Linz.

Die Lieferinger waren von Anfang an die dominierende Mannschaft, Mattersburg sah sich hauptsächlich mit Defensivaufgaben beschäftigt. Allerdings brachte das engmaschige Kombinationsspiel den "Jungbullen" zwar viel Ballbesitz, aber wenig konkrete Torchancen. Die Gäste standen am eigenen Sechzehner gut und lauerten auf Konter.

So dauerte es bis zur 41. Minute, bis der blendend aufgelegte Lucas Venuto mit einer schönen Einzelaktion die verdiente Führung besorgte. Nach einem Doppelpass mit Felipe Pires ließ er sich auch von vier Mattersburgern nicht irritieren und schob den Ball cool ins lange Eck. Sofort nach Wiederanpfiff war Pires nach Savic-Assist selbst zur Stelle (47.).

Nach dem 2:0 zogen sich die Salzburger etwas zurück und ließen den Gegner kommen. Bis auf einen Freistoß von Jano (61.) schaute aber wenig heraus für die Burgenländer, denen nach vorne zahlreiche Abspielfehler unterliefen. Gut eine Viertelstunde vor Schluss sorgte der 16-jährige Debütant Mergim Berisha nicht einmal 50 Sekunden nach seiner Einwechslung für die endgültige Entscheidung (74.). Erste-Liga-Topscorer Karim Onisiwo gelang mit seinem elften Saisontor nur noch Ergebniskosmetik (78.).

In der Tabelle rückte Liefering mit drei Punkten Vorsprung auf Mattersburg auf den zweiten Platz vor. Da der LASK zuvor nicht über ein torloses Remis beim FAC hinausgekommen war, fehlen bei noch zwei ausständigen Runden vor der Winterpause nur noch zwei Zähler auf den Spitzenreiter. Die Lieferinger sind als De-facto-Farmteam von Red Bull Salzburg jedoch nicht aufstiegsberechtigt.

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