Austria Lustenau bleibt das Maß

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Erste Liga sieht Rot

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7 Rote Karten und einige Überraschungen

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In der Ersten Liga sorgt Aufsteiger Horn für eine faustdicke Überraschung.

Der Aufsteiger gewinnt beim bislang noch unbesiegten SV Grödig 2:0, obwohl die Niederösterreicher in der zweiten Hälfte nur noch zu acht auf dem Feld stehen. Kapfenberg wartet weiter auf den ersten Sieg und geht beim SKN St. Pölten 0:3 unter - alle drei Tore erzielt Segovia.

Hartberg siegt gegen die Vienna (zwei Mal Gelb-Rot) 1:0, Blau-Weiß (ein Ausschluss) unterliegt zu Hause dem FC Lustenau 0:1 und bleibt sieglos.

A. Lustenau gewinnt das 20. Ländle-Derby gegen Altach und bleibt auch im dritten Saisonspiel ohne Gegentor. Als Lohn darf man sich bei der Austria weiterhin über die Tabellenführung.

SKN St. Pölten - Kapfenberger SV 3:0 (2:0)

Die neue NV Arena in St. Pölten bleibt eine Festung. Auch Bundesliga-Absteiger Kapfenberg musste ohne Punkt aus der niederösterreichischen Landeshauptstadt nach Hause fahren und bleibt nach dem 0:3 in der 3. Runde am Tabellenende der Ersten Liga hängen.

Das Spiel begann ganz nach dem Geschmack der St. Pöltner. Bereits nach fünf Minuten schoss sich der spanische Goalgetter Segovia, der in den ersten beiden Saisonpartien aufgrund der Ausländerbeschränkung auf der Tribüne Platz nehmen musste, zurück in die Herzen der Fans.

Nach einem Foul von Kapfenberg-Keeper Kostner an ihm verwandelte er den dafür verhängten Elfmeter zur 1:0-Führung. Und damit kam er scheinbar wieder so richtig auf den Geschmack.

Denn in der 14. Minute erhöhte er schon auf 2:0 - mit einem wahren Traumtor. Im Mittelkreis erkämpfte er sich den Ball, schaute auf und überhob aus mehr als 50 Metern gefühlvoll Torhüter Kostner.

In dieser Tonart ging es vorerst auch weiter. Ambichl scheiterte mit einem Fallrückzieher, Popp mit einem Kopfball. Doch auch die Kapfenberger steckten nicht auf. Elsneg hatte kurz vor der Pause den Anschlusstreffer auf dem Fuß, schoss aber allein vor dem Tor drüber.

Kurz nach der Pause machten es die St. Pöltner besser. Und es war wieder Segovia, der sein Comeback endgültig krönte. Mit dem 3:0 war die Partie endgültig entschieden.

Die Gäste versuchten nur noch Schadensbegrenzung zu betreiben, die St. Pöltner begeisterten mit einigen sehenswerten Aktionen. Tore gab's aber keine mehr zu sehen.

SV Grödig - SV Horn 0:2 (0:2)

Aufsteiger SV Horn hat am Freitagabend beim SV Scholz Grödig einen 2:0-Sieg gefeiert und damit seinen ersten Sieg in der Fußball-Erste-Liga bejubelt.

Die Elf von Michael Streiter lag durch Treffer von Milosevic und Zulechner nach 36 Minuten mit 2:0 in Führung und brachte diese über die Bühne, obwohl in der zweiten Hälfte aufseiten der Niederösterreicher mit Salvatore, Pantic und Wojtanowicz gleich drei Feldspieler ausgeschlossen wurden. Für die Salzburger, die in den bisherigen zwei Spielen siegreich und sogar ohne Gegentor geblieben waren, setzte es hingegen die erste Niederlage in der laufenden Saison.

Die Hausherren dominierten die Anfangsphase klar. Die Niederösterreicher hatten bei einem Lattenschuss des Brasilianers Leo von der Strafraumgrenze Glück. Nach knapp einer halben Stunde gingen die Gäste entgegen des Spielverlaufs in Führung: Nutz fälschte einen Schuss von Milosevic aus 20 Metern unhaltbar für Tormann Fend ab (32.). Vier Minuten später legten die Niederösterreicher nach: Nach einem Lexa-Ballverlust vollstreckte der Ex-Grödiger Zulechner nach Kombination über Dilic und Jelenko zum 2:0.

In der 53. Minute überschlugen sich die Ereignisse: Erst kam Salvatore gegen Schubert zu spät und wurde von Schiedsrichter Harkam mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. In der folgenden Rudelbildung attackierte der bereits mit Gelb vorbelastete Pantic Grödigs Abwehrspieler Taboga und wurde ebenfalls des Feldes verwiesen.

In der 66. Minute senste Wojtanowicz Lexa von hinten brutal um und wurde mit der direkten Roten des Feldes verwiesen. Auch das reichte für die Hausherren nicht, trotz powerplayähnlicher Überlegenheit blieb das Horner Tor wie vernagelt. In der Nachspielzeit unterband Grödigs Mario Leitgeb einen Horner Konter regelwidrig und sah wegen Torraubs die Rote Karte.

FC Blau-Weiß Linz - FC Lustenau 0:1 (0:0)

Zum Auftakt der ersten "englischen Woche" in der Saison 2012/2013 der "Heute für Morgen-" Erste Liga hat am Freitag in der dritten Runde der FC Lustenau mit einem 1:0 (0:0)-Erfolg bei Blau-Weiß Linz seinen ersten Saisonsieg gefeiert.

Auf den die Oberösterreicher weiterhin warten und somit auch im fünften Anlauf gegen die Vorarlberger ohne Dreier blieben. Novinic erzielte das Tor des Tages (73.), während der Linzer Hartl die gelb-rote Karte sah (66.). Vor der Pause boten beide bis dato noch sieglosen Teams überwiegend Sommerfußball.

Viele Abspielfehler und teilweise Stückwerk, wobei die Vorarlberger gegen ihren "Lieblingsgegner", gegen den sie im Vorjahr drei Siege und ein Remis verbuchten, mehr Spielanteile und die größte Torchance hatten. Der aufgerückte Innenverteidiger Tosun scheiterte nach einem Corner frei per Kopf aus acht Metern am 36-jährigen Keeper Wimleitner (6.).

Nach dem Seitenwechsel agierten die Linzer mit zwei Stürmern druckvoller, und Pavlovs "Paukenschlag" schien die Initialzündung zu sein. Doch der Treffer des eingewechselten serbischen Neuzugangs nach seiner ersten Ballberührung wurde wegen angeblichen Handspiels annulliert (46.). Der Fehlentscheidung folgte die Großchance von Hartl (scheiterte an Lukse, 54.), der kurz darauf wegen einer "Schwalbe" die Ampelkarte sah.

Gegen die dezimierten Gastgeber gelang Novinic das Siegtor, als drei Linzer an der Strafraumgrenze nicht eingriffen und der 27-jährige Kroate im Fallen den Ball ins kurze Eck bugsierte (73.).

TSV Hartberg vs. First Vienna FC 1:0 (1:0)

 Die Vienna bleibt auch in der neuen Saison der Ersten Liga der Lieblingsgegner des TSV Hartberg. Die Steirer feierten am Freitag in der 3. Runde einen 1:0-(1:0)-Heimsieg über die Wiener und kassierten damit in den jüngsten zehn Duellen mit Österreichs ältestem Fußball-Club nur eine Niederlage.

Der entscheidende Treffer fiel kurz vor dem Pausenpfiff. Vukajlovic spielte einen Pass in die Schnittstelle der Viererkette, Parapatits war zur Stelle und schoss trocken unter die Latte zum 1:0 ein. In der zweiten Hälfte kam die Vienna besser ins Spiel, hatte aber bei einem Kopfball von Pink (60./daneben), einem Freistoß von Fallmann (62./Hartberg-Goalie Rindler parierte) und vor allem bei einem Stangenschuss von Dospel (90.) Pech.

Zum Zeitpunkt des Aluminiumtreffers hatte die Vienna nur noch acht Feldspieler auf dem Platz, nachdem Fallmann (78.) und Lebedew (82.) von Schiedsrichter Dintar mit Gelb-Rot vom Platz gestellt worden waren.

Trainer Tatar musste die Partie wegen heftiger Kritik schon nach einer halben Stunde von der Tribüne aus verfolgen, was den Coach aber nicht daran hinderte, nach Spielende auf Dintar loszustürmen und dem Unparteiischen lautstark und wild gestikulierend die Meinung zu sagen.

SC Austria Lustenau - SCR Altach 2:0 (1:0)

Austria Lustenau steht auch nach der 3. Runde mit weißer Weste da. Die Mannschaft von Coach Kolvidsson setzte sich am Freitag im Vorarlberg-Derby gegen den SCR Altach vor eigenem Publikum mit 2:0 (1:0) durch und führt dadurch die Tabelle mit neun Punkten und einem Torverhältnis von 8:0 vor dem SKN St. Pölten (7) und Grödig (6) an.

Der Spitzenreiter setzte sich diesmal allerdings nicht dank eines spielerischen Feuerwerks, sondern dank einer gehörigen Portion Abgebrühtheit durch, denn nach einem relativ ereignislosen Spielverlauf nützten die Hausherren in der 40. Minute gleich ihre erste Chance: Ein weiter Pass von Dürr landete plötzlich vor dem freistehenden Kampel, der aus kurzer Distanz trocken einschoss.

Die Entscheidung fiel in der 64. Minute aus einem Konter. Thiago bediente Zwischenbrugger, und der Mittelfeldspieler hatte keine Mühe, zum 2:0 zu vollenden. Davor und danach agierten die Altacher bemüht, im Offensivspiel aber viel zu harmlos. Ihre beste Chance vergab Netzer in der 70. Minute, als er einen Volley aus aussichtsreicher Position über die Querlatte beförderte. Aufseiten der Lustenauer hatte Boller das 3:0 auf dem Fuß, scheiterte mit seinem Schuss jedoch am Aluminium (89.).

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