Grödig strahlt wieder von Platz eins

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SV Grödig übernimmt in der 27. Runde der Ersten Liga die Tabellenführung.

Die Salzburger gewinnen bei Schlusslicht Blau-Weiß Linz mit 3:0. Nutz (39.), Trdina (79.) und Leitgeb (81.) treffen.

Austria Lustenau, der bisherige Spitzenreiter, kommt bei der Vienna indes nicht über ein torloses Remis hinaus. Bei den Döblingern vergibt Becirovic einen Elfer (7.).

Bei FC Lustenau gegen Horn sorgt SVH-Goalie Stankovic für den Last-Minute-Ausgleich zum 1:1. Hartberg gegen St. Pölten endet torlos.

Kapfenberg und Altach trennten sich bereits am Montagabend mit einem 2:2-Remis.

BW Linz - SV Grödig 0:3 (0:1)

Der SV Grödig hat am Freitag einen weiteren kleinen Schritt in Richtung Aufstieg in die Bundesliga gemacht. Die Salzburger setzten sich am Freitag in der Ersten Liga bei Schlusslicht Blau-Weiß Linz mit 3:0 (1:0) durch und übernahmen die Tabellenführung. Titelkonkurrent Austria Lustenau liegt nach einem torlosen Remis bei der Vienna zwei Punkte zurück. Den Linzern fehlen vor dem direkten Duell sieben Zähler auf den Vorletzten Hartberg.

Stefan Nutz (39.), Tadej Trdina (79.) und Mario Leitgeb (81.) trafen vor lediglich 300 Zuschauern - Minusrekord in dieser Saison in Linz. Grödig-Trainer Adi Hütter hatte sein Team an vier Positionen umgestellt, unter anderem blieben die Routiniers Stefan Lexa und Ernst Öbster vorerst auf der Bank. Nach einem Lattenschuss von David Witteveen verwertete Nutz den Abpraller zum 1:0.

Nach Seitenwechsel kontrollierte die taktisch disziplinierte Hütter-Elf das Geschehen, legte durch den eingewechselten Trdina nach einem Solo mit Ballglück und durch einen Distanzschuss von Leitgeb nach. Grödig hat damit auch das dritte Saisonduell mit den Linzern gewonnen und dabei drei Tore erzielt. Die Salzburger sind weiterhin das stärkste Auswärtsteam der Liga. In den jüngsten zehn Runden gab es acht Siege zu bejubeln.

First Vienna - Austria Lustenau 0:0 (0:0)

Aufstiegskandidat Austria Lustenau kommt im Frühjahr der Fußball-Erste-Liga weiter nicht richtig in die Gänge. Die Vorarlberger mussten sich am Freitag in der 27. Runde bei der Vienna mit einem torlosen Remis begnügen und verloren die Tabellenführung erneut an Grödig. Zwei Punkte fehlen auf die Salzburger, die sich bei Schlusslicht Blau-Weiß Linz mit 3:0 durchsetzten.

Die Vienna dagegen blieb im vierten Spiel in Serie ungeschlagen. Von den vergangenen acht Heimspielen haben die Wiener nur eines verloren, befinden sich mittlerweile auf dem siebenten Tabellenplatz. In der ersten Hälfte war die Vienna einem Tor sogar näher, nutzte ein Elfergeschenk nach Kontakt von Lustenau-Verteidiger Soares mit Fucik aber nicht. Becirovic scheiterte mit einem schwach geschossenen Strafstoß an Kofler (7.).

Die Lustenauer präsentierten sich vor 1.100 Zuschauern nicht wie ein Aufstiegsaspirant, hatten erst nach der Pause etwas mehr vom Spiel. Großchancen waren gegen die kompakte Vienna-Defensive aber Mangelware. Einzig ein gefährlicher Kampel-Volley ging am Tor vorbei (67.). Der Vienna blieb zwar ihr erstes Saisontor gegen die Austria verwehrt, nach zwei Niederlagen (0:5, 0:3) reichte es aber zumindest zum ersten Punkt gegen die Vorarlberger.

FC Lustenau - SV Horn 1:1 (1:0)

Tormann Cican Stankovic ist am Dienstag in der Fußball-Erste-Liga zum Helden des SV Horn avanciert. Mit einem Kopfballtreffer in der 93. Minute rettete der aufgerückte Goalie den Niederösterreichern im Auswärtsmatch der 27. Runde gegen den insolventen Fixabsteiger FC Lustenau ein 1:1.

   Bis zum 0:1 waren die Horner die aktivere Mannschaft. Dann traf aber Furkan Aydogdu die Latte und Dursun Karatay verwertete den Abpraller zur Lustenauer Führung (19.). Und damit übernahm der FCL das Kommando und wurde vor allem über die Flügel immer wieder gefährlich.

   In der Nachspielzeit machte es dann Stankovic u.a. St. Pauli-Tormann Philipp Tschauner nach. Auch Tschauner hatte am 1. April im Match gegen Paderborn nach einem Eckball per Kopf das Unentschieden für seinen Club gerettet. "Unbeschreiblich, ein Wahnsinn. Wir haben uns verdient noch einen Punkt geholt, das war der Verdienst der ganzen Mannschaft", jubelte der 20-Jährige nach dem Schlusspfiff im Interview mit dem TV-Sender Sky.

TSV Hartberg - SKN St. Pölten 0:0

Die Chancen von St. Pölten auf den Meistertitel werden immer kleiner. Die Niederösterreicher mussten sich am Dienstag in Hartberg mit einem 0:0 zufriedengeben und liegen elf Punkte hinter Tabellenführer Grödig.

Nach gutem Hartberger Start übernahmen die Gäste nach rund 20 Minuten klar das Kommando. Mirnel Sadovic schoss alleinstehend aus kurzer Distanz daneben (25.), Kopfbälle von Popp (27.) und Zwierschitz (32.) landeten an der Latte. Nach der Pause trafen auch die Hartberger Aluminium, ein Schuss von Thomas Helly klatschte an die Latte (58.).

Die Hartberger sind damit weiter das einzige Team der Liga ohne Sieg im Jahr 2013. Zudem halten sie nach 14 Duellen mit St. Pölten weiter bei nur einem Sieg. Die Niederösterreicher sind weiterhin seit 9. November 2012 ohne vollen Erfolg in einem Auswärtsmatch.

Kapfenberger SV - SCR Altach 2:2 (1:0)

Der SCR Altach hat es verabsäumt, seine Mini-Chance auf den Meistertitel in der Erste-Liga entscheidend zu vergrößern. Die Vorarlberger mussten sich zum Auftakt der 27. Runde mit einem 2:2 (0:1) beim Kapfenberger SV zufriedengeben. Für die Altacher trafen Hannes Aigner (49.) und Tomi (51.), für die Steirer waren Manfred Gollner (18.) und Ronivaldo (78.) erfolgreich.

Der KSV musste damit nach sechs Siegen im Frühjahr erstmals Punkte abgeben, ist aber weiterhin 2013 noch ungeschlagen, der Rückstand des Fünften auf Altach beträgt nach wie vor acht Zähler. Die knapp 1.000 Besucher im Franz-Fekete-Stadion bekamen in der Anfangsphase vor allem ein gegenseitiges Abtasten mit vielen Fehlpässen geboten. Die "Falken" gingen trotzdem bereits mit der ersten guten Aktion in Führung.

Nach einem Standfest-Eckball köpfelte Thomas Schönberger an die Latte, und den Abpraller verwertete Gollner ebenfalls per Kopf. Nach dem Ausfall von Dominic Pürcher, der einen Schlüsselbeinbruch erlitt, wurde die KSV-Defensive anfälliger. Aigner (33.), Matthias Sereinig (42.) und Daniel Schöpf (44.) ließen allerdings Ausgleichsmöglichkeiten ungenützt.

Nach dem Seitenwechsel machten die Altacher ihre Sache besser und drehten die Partie vorerst mit einem Doppelschlag. Zuerst fand ein unhaltbarer Aigner-Schuss via Innenstange den Weg ins Tor, zwei Minuten später landete ein Tomi-Kopfball im Netz, da sich KSV-Tormann Andreas Lukse verschätzt hatte (51.). In einer deutlich flotteren zweiten Hälfte ging es hin und her, und die Steirer kamen noch zum leistungsgerechten Remis. Altach-Tormann Martin Kobras konnte einen Standfest-Schuss nur kurz abwehren, und "Joker" Ronivaldo musste nur mehr abstauben.

In der Schlussphase wäre für beide Teams noch mehr möglich gewesen, Aigner (84.) und Tomi (86.) sowie Ronivaldo (93.) fehlte aber die nötige Effizienz.

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