Herbe Pleiten für Spitzenteamss

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Grödig übernimmt Führung

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A. Lustenau weiter ohne Sieg im Jahr 2013

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Herbstmeister Austria Lustenau hat am Dienstag im Aufstiegsrennen der Ersten Liga einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen. Die Vorarlberger kamen bei Schlusslicht Blau-Weiß Linz mit 0:3 (0:3) unter die Räder und sind damit 2013 auch nach sechs Spielen weiter sieglos.

Als Titelfavorit ins Frühjahr gestartet, fehlen den Lustenauern nun bereits drei Punkte auf den neuen Tabellenführer Grödig, der sich am Montag in St. Pölten mit 2:1 durchgesetzt hatte.

Wie St. Pölten dürfte sich auch Altach aus dem Titelrennen verabschiedet haben. Der Tabellendritte unterlag bei der Vienna mit 0:3 (0:2) und liegt bereits zwölf Punkte zurück. Kapfenberg gewann mit 3:1 (3:1) beim insolventen FC Lustenau auch die fünfte Partie des Kalenderjahres. Das vierte Dienstag-Spiel der 25. Runde zwischen Hartberg und Horn wurde wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt.

BW Linz - Austria Lustenau 3:0 (3:0)

Der SC Austria Lustenau hat seinen Negativlauf im Frühjahr fortgesetzt. Der Langzeit-Spitzenreiter verlor bei Schlusslicht FC Blau-Weiß Linz mit 0:3 und gab somit die Tabellenführung an den bereits am Vortag erfolgreichen SV Grödig ab. Die Vorarlberger liegen nach dem sechsten sieglosen Spiel in Serie nun drei Zähler hinter den Salzburgern.

Bei den Linzern, die nach neun Partien wieder einmal gewannen, feierte Trainer Edi Stöhr nach für ihn sechs Spielen ohne Dreier ausgerechnet gegen seinen Ex-Club seinen ersten Sieg für die Oberösterreicher. David Poljanec (18.), Philipp Huspek (22.) und Manuel Hartl (45. + 1) trafen bereits vor der Pause im Stadion Linz.

Nach zwei Siegen in den bisherigen Duellen mit Linz begann die Kolvidsson-Elf auch diesmal überlegen, doch nicht zwingend genug, um dann eiskalt und zeitig per Doppelschlag bestraft zu werden. Zunächst setzte Hartl bei der ersten nennenswerten Linzer Offensivaktion Poljanec per Lupfer in Szene, der im Strafraum bei seinem ersten Saisontor nach seiner Rückkehr volley vollendete.

Gleiches Tor-Schema und eine indisponierte Lustenauer Abwehr gab es dann auch bei den Toren von Huspek und Hartl, die sich jeweils nach Zuspielen aus dem Mittelfeld absetzten und völlig frei zur überraschend klaren Pausenführung trafen. Trotz frischer Offensivkräfte und personeller Umstellungen ließen die enttäuschenden Lustenauer nach der Pause das große Aufbäumen vermissen. Somit blieben die Vorarlberger, die bis dato mit 49 Treffern die meisten der Liga erzielt hatten, auch im dritten Auswärtsspiel en suite und drei Tage vor dem Derby gegen den FC ohne Torerfolg.

FC Lustenau - Kapfenberger SV 1:3 (1:3)

Der Kapfenberger SV bleibt in der Ersten Liga im Frühjahr makellos. Mit einem 3:1-(3:1)-Auswärtserfolg beim FC Lustenau verbuchten die Obersteirer in der 25. Runde am Dienstagabend auch im fünften Auftritt im Jahr 2013 drei Zähler. Die Mannschaft von Trainer Klaus Schmidt arbeitete sich damit auf den sechsten Platz vor. Der zum Abstieg verdammte FC Lustenau ist mit zwei Zählern Vorsprung auf den KSV weiter Fünfter.

Kapfenberg rannte im mit 500 Zuschauern gefüllten Reichshofstadion zunächst in einen Fehlstart. Matthias Hopfer brachte die Hausherren nach einer Viertelstunde durchaus verdient voran. Nur zwei Minuten später waren die "Falken" aber schon wieder im Spiel: Nach einem Abwehrfehler rempelte Lustenaus Christian Haselberger im Strafraum Dieter Elsneg um. Nach Rot für den FC-Verteidiger verwertete Danijel Micic (18.) den Elfmeter sicher.

Das Spiel lief nun wie auf einer schiefen Ebene. Ibrahim Bingöl (24.) nutzte einen Stellungsfehler in der neu formierten Lustenauer Abwehr zum 2:1, noch vor dem Pausenpfiff legte Dragan Jelic (44.) nach. Die Steirer vergaben nach Seitenwechsel noch Chancen für einen Kantersieg. Lustenau ergab sich jedoch nicht und blieb weiter bemüht. In der 26. Runde am Freitag wartet auf den FC nun das Derby gegen die krisengeschüttelte Austria.

First Vienna FC - SCR Altach 3:0 (2:0)

Die Vienna hat mit einem Heimsieg gegen Altach überrascht. Die ersatzgeschwächten Wiener setzten sich dank effizienter Chancenauswertung mit 3:0 durch. Für die vor der Pause tonangebenden Altacher war es ein herber Rückschlag im Kampf um den Aufstieg. Nach der ersten Niederlage nach zuletzt elf Spielen liegt der Tabellendritte bereits zwölf Punkte hinter dem neuen Spitzenreiter Grödig.

Zum Matchwinner vor lediglich 900 Zuschauern - Minusrekord in dieser Saison auf der Hohen Warte - avancierte Marco Miesenböck mit einem Doppelpack (35., 54.). Den dritten Treffer für die Vienna, die vier Stammkräfte vorgeben musste, erzielte Ex-Teamspieler Andreas Dober mit einem sehenswerten Freistoß aus mehr als 30 Metern (45.).

Altach diktierte das Spielgeschehen, vergab aber durch Hannes Aigner mehrere Großchancen (6., 30., 35.) . Auf der Gegenseite schlug Miesenböck nach einem glücklichen Sololauf über das halbe Spielfeld zu. Nach Dobers Freistoß mit eigenwilliger Flugkurve besorgte Miesenböck auch den Endstand. Der Angreifer verlängerte einen Speiser-Kopfball nach einem Corner ebenfalls per Kopf ins Tor.

Zu mehr als einem Stangenschuss durch Louis Ngwat-Mahop (77.) und einem Lattenfreistoß von Daniel Schöpf (92.) reichte es für Altach nicht mehr. Die Vorarlberger verloren ihre erste Partie seit 19. Oktober (2:3 in St. Polten) und auch ihr zweites Saisongastspiel bei der Vienna. Die Wiener haben von ihren vergangenen sieben Heimspielen fünf gewonnen und liegen weiter auf Platz acht.

SKN St. Pölten - SV Grödig 1:2 (1:0)

Mit einem 2:1-Sieg im Auftaktmatch der 25. Runde in St. Pölten verdrängten die Salzburger Austria Lustenau zumindest vorübergehend von Platz eins.

Die Grödiger feierten trotz eines 0:1-Rückstands und eines verschossenen Elfmeters den siebenten Sieg in den jüngsten acht Partien, die St. Pöltner sind hingegen bereits sieben Runden sieglos.

In einer schwachen ersten Spielhälfte gelang den Hausherren kurz vor der Pause das 1:0. Stephan Zwierschitz setzte den Ball per Aufsitzer aus zwölf Metern ins linke Eck (42.). Beim letzten Angriff vor dem Halbzeitpfiff verursachte Marcel Holzmann mit einem Foul von hinten an Thomas Zündel einen Elfmeter, mit dem miserablen Flachschuss von Ernst Öbster hatte St.-Pölten-Goalie Christoph Riegler aber keine Probleme (45.).

Die Partie wurde nach dem Seitenwechsel deutlich lebendiger. David Witteveen stellte mit seinem elften Saisontreffer auf 1:1 (65.). Das Match endgültig zugunsten der auswärtsstarken Grödiger drehte dann Thomas Salamon, der einen Stanglpass von Zündel zum 2:1 verwertete (79.).

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