Grödig wahrt die Weiße Weste

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Die zweite Runde der Erste Liga hat einige überraschende Ergebnisse zu bieten.

Titelkandidat Altach muss sich zuhause dem SV Grödig mit 0:1 geschlagen geben. Das Goldtor erzielt Salamon (12.).

Nur knapp einer Heimpleite entgeht Kapfenberg: Der Bundesliga-Absteiger liegt gegen Aufsteiger Horn schon 1:3 zurück, erkämpft sich schlussendlich noch ein glückliches 3:3.

FC Lustenau und St. Pölten trennen sich mit einem 1:1-Remis. Die Partie zwischen der Vienna und Blau-Weiss Linz endet torlos.
 
Austria Lustenau verteidigt die Tabellenführung mit einem 1:0-Erfolg in Hartberg. Gerald Krajic sorgt mit dem Goldtor für einen hart erkämpften aber verdienten Sieg der Vorarlberger.

Kapfenberger SV - SV Horn 3:3 (1:3)

Der Kapfenberger SV hat nach der 0:5-Pleite zum Auftakt am Freitag eine weitere Blamage gerade noch verhindert. Der Bundesliga-Absteiger rettete gegen den Aufsteiger SV Horn dank einer starken Schlussphase noch einen glücklichen Punkt. Philipp Wendler (79.) und Dieter Elsneg (85.) verhalfen dem KSV im ersten Saison-Heimspiel zu einem 3:3.

Der Mannschaft von Thomas von Heesen gelang dabei ein optimaler Start. Dominic Pürcher donnerte in der 11. Minute einen kurz abgespielten Freistoß aus fast 25 Metern ins Tor. Marvin Weinberger ließ kurz darauf die große Chance auf das 2:0 aus (20.), damit hatte der KSV aber vorerst sein Pulver verschossen.

Zunächst setzte sich Philipp Zulechner gegen zwei KSV-Verteidiger durch und traf zum 1:1 (25.). Nur gut eine Minute später staubte Michael Wojtanowicz nach kräftiger Mithilfe von KSV-Torhüter Patrick Kostner, der einen harmlosen Schuss ausließ, zum 2:1 für Horn ab (26.). Noch einmal vor der Pause sah die KSV-Abwehr mit drei Spielern, die noch in der vergangenen Saison beim SK Sturm gespielt hatten, ganz schlecht aus. Zulechner setzte sich wieder einmal durch, Wojtanowicz war neuerlich zur Stelle und schob zum 3:1 ein (43.).

Miroslav Milosevic hatte sogar das 4:1 auf dem Fuß, sein Schuss landete aber an der Stange (68.). Es sollte sich rächen. Wendler leitete mit seinem Kopfball-Treffer aus einem Meter eine spannende Schlussphase, in der Elsneg ebenfalls per Kopf eine neuerliche Pleite verhinderte. Kapfenberg ist dennoch schon sieben Liga-Spiele sieglos, der bisher letzte Sieg datiert vom 21. April (1:0 gegen die Austria).

SCR Altach - SV Grödig 0:1 (0:1)

Der SV Grödig hat auch das zweite Saisonspiel gewonnen und damit vor dem Abendspiel zwischen Hartberg und Austria Lustenau die Tabellenführung übernommen. Die vom ehemaligen Altach-Trainer Adi Hütter betreuten Salzburger setzten sich am Freitag in der Cashpoint-Arena dank eines Treffers von Thomas Salamon 1:0 (1:0) durch.

Nachdem der Goldtorschütze kurz nach Anpfiff noch eine Großchance ausgelassen hatte, traf er in der 11. Minute nach schönem Lochpass von Öbster ins lange Eck zum 1:0. Auch danach waren die Gäste klar spielbestimmend. Die Hausherren kamen lediglich durch Prskalo zweimal gefährlich vor das Tor, dementsprechend verdient war auch der Pausenstand.

Begünstigt durch die Führung taten die Grödiger nach Wiederbeginn nur das Nötigste. Altach vermochte sich nicht zu steigern und kassierte nach dem 4:3 in Horn zum Auftakt die erste Niederlage nach saisonübergreifend fünf Spielen. Die Grödiger hingegen feierten nach dem 3:0 gegen den FC Lustenau den nächsten Sieg gegen einen Club aus dem Ländle.

FC Lustenau - SKN St. Pölten 1:1 (1:0)

Der FC Lustenau wartet weiter auf den ersten Erfolg der noch jungen Saison in der Ersten Liga. Gegen Angstgegner St. Pölten mussten sich die Vorarlberger in der 2. Runde am Freitagabend zu Hause mit einem 1:1 (1:0) zufriedengeben. Ali Osman erzielte in der 36. Minute die Führung für Lustenau, Mirnel Sadovic glich in der 73. Minute per Foulelfmeter aus. Die zum Auftakt vor einer Woche siegreichen St. Pöltner blieben damit im vorderen Tabellendrittel, Lustenau reiht sich am Ende der unteren Hälfte ein.

Bei drückender Hitze verpassten die als Abstiegskandidat gehandelten Lustenauer den Heimerfolg vor 1.200 Zuschauern aufgrund einer miserablen Chancenauswertung. Als St. Pölten in der zweiten Spielhälfte offensiver agierte, fanden die Hausherren im Konter durch Osman (53., 70.) sowie Arvedin Terzic (65.) drei hervorragende Chancen auf die Vorentscheidung vor, vergaben diese aber stümperhaft. Dies rächte sich schlussendlich bitter.

Die in der ersten Spielhälfte enttäuschenden Niederösterreicher holten durch Peter Brandl einen Strafstoß heraus, den Sadovic mit etwas Glück verwertete. In den jüngsten sechs Duellen mit St. Pölten hat Lustenau damit nur zwei Punkte geholt.

Vienna - Blau-Weiß Linz 0:0 (0:0)

Vienna und Blau-Weiß-Linz haben sich Freitagabend in der zweiten Runde der Ersten Liga mit einem torlosen Remis getrennt.

Die Wiener vermochten dabei eine mehr als einstündige numerische Überlegenheit nach einer gelb-roten Karte gegen Wolfgang Bubenik nicht zu nützen. Ganz im Gegenteil waren es die Linzer, die mehrfach dem entscheidenden Treffer nahekamen, im Abschluss aber teils stümperhaft scheiterten.

Die Oberösterreicher hatten in einer schwachen Partie von Beginn an leichte Vorteile, ehe Bubenik sein Team unnötig schwächte. Innerhalb von nur einer Minute kassierte er zwei gelbe Karten und musste nach 25 Minuten vom Feld.

Die Vienna kam in der Folge etwas besser ins Spiel und hatte durch Markus Pink die Chance auf die Führung, doch der Vienna-Stürmer scheiterte aus kurzer Distanz gleich zweifach an Linz-Goalie David Wimleitner. Es sollte die beste Chance der Wiener bis zu einem Hand-Tor von Lukas Hinterseer zehn Minuten vor Schluss bleiben.

Die besseren Gelegenheiten hatten die dezimierten Linzer. Kurz vor dem Wechsel konnte Matthias Lindner alleine vor dem Tor Vienna-Keeper Thomas Mandl nicht überwinden, nach der Pause vergab er mit einem Distanzschuss.

Wenig später spielte Michael Guselbauer die ganze Vienna-Abwehr aus, brache dann aber den Ball aus bester Position nicht im Tor unter. Beide Teams sind damit saisonübergreifend schon vier Spiele sieglos.

Immerhin: BW Linz bleibt nach dem Auftakt-Remis gegen Hartberg in der neuen Saison ungeschlagen, die Vienna holte am Freitag den ersten Punkt.

TSV Hartberg - SC Austria Lustenau 0:1 (0:1)

Motiviert vom 5:0-Auftakterfolg gegen Absteiger Kapfenberg starteten die Lustenauer auch in Hartberg gefährlich. Die erste größere Chance führte dann gleich zum Tor.

Neuzugang Jürgen Patocka verlängerte einen weiten Einwurf von Daniel Dunst und Krajic vollendete aus kurzer Distanz ohne Probleme. Die zweite Top-Chance der Lustenauer hatte ebenfalls einen Dunst-Einwurf als Vorgeschichte. Felix Roth köpfelte die Hereingabe kurz vor dem Seitenwechsel an die Latte.

Die Hartberger kamen trotz ambitionierter Versuche vor allem zu Beginn der zweiten Spielhälfte während der gesamten Partie zu keiner zwingenden Torchance. Abgeblockte Schüsse von Joachim Parapatits und Michael Tieber sorgten noch am ehesten für Gefahr.

Lustenau hätte dagegen schon vorzeitig für die Entscheidung sorgen können. Einem Treffer von Thiago wurde wohl zu Unrecht wegen Abseits die Anerkennung verwehrt.

Die Lustenauer stehen nun dank der besseren Tordifferenz vor Grödig an der Spitze der Ersten Liga. Hartberg ist nach nun schon sieben sieglosen Spielen gegen die Lustenauer Austria auf Rang sieben zu finden.

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