Austria Lustenau schießt Altach aus dem Titelrennen

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Austria Lustenau baut seine Tabellenführung in der Ersten Liga aus.

Der ungeschlagene Leader gewinnt beim Lokalrivalen aus Altach mit 2:1. Verfolger St. Pölten kommt in Kapfenberg nicht über ein 0:0 hinaus.

Das Remis ist bereits das sechste des KSV im sechsten Heimspiel.

Grödig zieht an Horn vorbei

Grödig schlägt Horn auswärts klar mit 3:0 und ist jetzt neuer Tabellen-Zweiter. Mitfavorit Altach liegt nun bereits 14 Punkte hinter der Spitze.

Die Vienna feiert einen wichtigen 2:0-Heimsieg gegen die TSV Hartberg und vergrößert den Abstand zu Schlusslicht Blau-Weiß Linz auf vier Zähler. Die Linzer verlieren beim FC Lustenau mit 0:4.

SCR Altach - Austria Lustenau 1:2 (0:1)

Austria Lustenau liegt in der Ersten Liga voll auf Titelkurs. Die Austria gewann am Freitag zum Abschluss der 12. Runde das Vorarlberg-Derby in Altach dank eines späten Tores von Boller in der 89. Minute 2:1 (1:0). Die Lustenauer sind damit weiterhin ungeschlagen (9 Siege, 3 Unentschieden), der Vorsprung auf den neuen ersten Verfolger Grödig beträgt schon sechs Zähler. Altachs Aufstiegshoffnungen scheinen schon früh dahin zu sein, der Rückstand auf den Lokalrivalen beträgt schon 14 Punkte.

Altach startete aggressiv und engagiert, die abgebrühten und kompakten Gäste standen jedoch sicher. Bei einem Kopfball von Roth glänzte Altach-Tormann Kobras (21.), ein Schuss von Schößwendter aus kurzer Distanz strich hauchdünn am Lustenauer Tor vorbei (34.). Nach Corner von Roth sorgte der völlig alleine gelassen am langen Eck lauernde Krajic per Kopf fürs 1:0 der Lustenauer (39.).

Nach der Pause schien Lustenau souverän auf Kurs zu liegen, war sich der Sache aber wohl schon zu sicher. Altach fand über den Kampf zurück ins Spiel und kam nach Schöpf-Querpass durch Netzer auch zum 1:1-Ausgleich (70.). Der eingewechselte Boller avancierte im Finish zum Matchwinner, der 28-jährige Deutsche schlenzte den Ball gefühlvoll ins rechte Eck zum 2:1 (89.).

First Vienna FC - TSV Hartberg 2:0 (1:0)

  Die Vienna hat einen hart erkämpften 2:0 (1:0)-Heimsieg gegen Hartberg gefeiert. Mit dem Erfolg in einem kampfbetonten und zerfahrenen Match kletterten die Wiener auf Tabellenrang acht, die siebentplatzierten Hartberger sind nur noch einen Punkt entfernt.

Der Vienna gelang nach den zwei Heimdebakeln gegen Austria Lustenau (0:5) und St. Pölten (1:5) diesmal die frühe Führung. Nach Eckball von Czar stellte der aufgerückte Verteidiger Lebedev per Kopfball aus fünf Metern auf 1:0 (12.). Für den 21-jährigen Weißrussen war es der erste Treffer in Österreichs zweithöchster Spielklasse. In der 26. Minute hatte die Vienna Glück, der Kopfball von Tauschmann landete an der Innenstange und dann in den Händen von Tormann Mandl.

Nach der Pause bot sich den 1.750 Zuschauern das gleiche Bild, die meisten Aktionen einer spielerisch schwachen Partie waren auf Zufall aufgebaut. Der erst in der 89. Minute eingwechselte Rotter sorgte nach neuerlichem Czar-Assist mit dem 2:0 (93.) für die Entscheidung. Damit war die Hartberger Erfolgsserie gegen die Vienna nach drei Siegen und einem Remis endgültig zu Ende.

SV Horn - SV Grödig 0:3 (0:2)

Der SV Grödig ist in der Erste Liga zum ersten Verfolger von Tabellenführer SC Austria Lustenau aufgestiegen. Die Salzburger feierten in der 12. Runde auswärts gegen den SV Horn dank Toren von Dominique Taboga (24.), Lukas Schubert (39.) und Mersudin Jukic (88.) einen völlig verdienten 3:0 (2:0)-Sieg und sind nun insgesamt vier Runden und auswärts saisonübergreifend gar neun Spiele ungeschlagen.

Der zuletzt starke Aufsteiger kassierte einen Rückschlag und verabsäumte es näher an die Top-Drei-Teams der Liga heranzurücken.

Die Horner starteten stark in die Partie, Stangl vergab aus kurzer Distanz (3.), eine Wunderbaldinger-Flanke fand im Strafraum keinen Abnehmer (5.). Die Gäste aus Salzburg kamen aber schnell besser ins Spiel, Horn-Goalie Stankovic wehrte einen Leitgeb-Distanzschuss noch zur Ecke ab.

Die Führung ließ aber nicht lange auf sich warten. Nach einer Freistoß-Flanke von Salamon, erwischte Jukic den Ball nicht richtig, doch Taboga stand am Fünfereck goldrichtig und schoss zum 1:0 ein (24.). Die Grödiger drückten auf das 2:0, ließen vorerst allerdings Chanen durch Öbster (27.), Jukic (33.) und Salamon (34.) ungenützt.

Der zweite Treffer fiel aber noch vor der Pause. Schubert konnte ohne Hindernisse in den 16-Meter-Raum marschieren und locker einschießen (39.).

Auch nach dem Seitenwechsel war der Aufsteiger die schwächere Mannschaft. Horn-Schlussmann Stankovic konnte einen Handle-Schuss gerade noch zur Ecke abwehren (60.). Nach 72 Minuten konnte sich Stankovic bei einem Jukic-Abschluss auszeichnen.

Zehn Minuten vor Schluss gerieten die Hausherren nach einer Roten Karte für Zulechner, der Tschernegg umgrätschte, auch noch in Unterzahl und mussten auch noch das 0:3 hinnehmen. Jukic wurde von Zündle ideal an der Strafraumgrenze frei gespielt und traf ins kurze Eck.

KSV 1919 - SKN St. Pölten 0:0

Die schön langsam unglaubliche Remis-Heimserie des Kapfenberger SV hat sich auch in der sechsten Saisonpartie im Franz-Fekete-Stadion fortgesetzt.
 
Der Bundesliga-Absteiger ist nach dem torlosen Unentschieden gegen den SKN St. Pölten am Freitagabend zwar vor eigenem Publikum noch ungeschlagen, genauso aber sieglos.
 
Die Steirer stecken damit nach der 12. Runde weiter im Erste-Liga-Tabellenkeller fest, die auf Rang drei zurückgefallenen Niederösterreicher verkürzten vorerst den Rückstand auf Tabellenführer Austria Lustenau (im Abendspiel in Altach) auf vier Punkte.
 
Der Vorstand steht trotz des schwachen Saisonstarts noch hinter Coach Thomas von Heesen, Teile der Fans allerdings nicht, was ein Transparent "Es reicht TVH raus - Schachner rein" verdeutlichte.
 
Die Gäste hatten vor der Pause mehr Ballbesitz, konnten aber keine zwingenden Möglichkeiten herausspielen. Einem Torerfolg am nächsten kamen die Steirer bei einem indirekten Freistoß an der Strafraumgrenze von Standfest, mit dem St.-Pölten-Goalie Riegler seine Mühe hatte (14.).
 
Die Niederösterreicher wurden erst kurz vor der Pause etwas besser, ein Holzmann-Freistoß verfehlte knapp das Tor (42.).
 
Nach dem Seitenwechsel sahen die nur 900 Zuschauer ein ähnliches Bild. Die Obersteirer, bei denen der 19-jährige Armin Masovic ein gelungenes Debüt gab, waren spielbestimmend.
 
Im Gegensatz zu Hälfte eins fand die Von-Heesen-Truppe aber auch etwas mehr Chancen vor, es fehlte aber die Effizienz. Ein Wolf-Kopfball ging knapp am Kreuzeck vorbei (50.), ein Elsneg-Freistoß wurde ins Außennetz abgefälscht (71.).
 
Die Niederösterreicher retteten einen Punkt über die Zeit und blieben damit nach dem 3:0-Heimsieg, bei dem Segovia einen Triplepack erzielt hatte, auch im zweiten direkten Duell mit dem KSV unbesiegt.

FC Lustenau - Blau-Weiß Linz 4:0 (1:0)

Der FC Lustenau hat sich am Freitag einen Respektabstand zum Tabellen-Keller der Fußball-Erste-Liga erarbeitet. Die Vorarlberger bezwangen in der 12. Runde Blau-Weiß Linz daheim 4:0 (1:0). Die Lustenauer weisen nun acht Punkte Vorsprung auf das Linzer Schlusslicht auf. Die Oberösterreicher bleiben ein Lieblingsgegner der Ländle-Truppe, in den jüngsten sechs Duellen gab es fünf Siege und ein Remis (15:2 Tore).

Nach einer Viertelstunde vergab Terzic die Chance auf die Lustenauer Führung auf stümperhafte Weise. Zunächst überlief der Bosnier zwar Linz-Goalie Wimleitner, danach brachte er den Ball aber nicht im leeren Tor unter (16.). Kurz vor der Pause klappte es aber mit der verdienten Führung für die Hausherren: nach Freistoß-Flanke von Aydogdu stellte Vucur per Kopf auf 1:0 (42.). Für den kroatischen Verteidiger war es es bereits Saisontreffer Nummer vier.

Terzic machte nach überlegter Hereingabe des eingwechselten Osman aus kurzer Distanz mit dem 2:0 (80.) alles klar. Der Doppelpack von Aydogdu im Finish (87., 91.) machte den höchsten Saisonsieg des FCL perfekt.

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