Grödig macht weiteren Schritt in Richtung Bundesliga

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Der SV Grödig kann langsam, aber sicher für die Bundesliga planen.

Die Salzburger feierten am 29. Erste-Liga-Spieltag einen 3:1-Heimsieg über den SCR Altach und bauten ihren Vorsprung in der Tabelle auf acht Zähler aus, da Verfolger Austria Lustenau zuhause gegen den TSV Hartberg patzte und sich mit 1:3 geschlagen geben musste.

Der SV Horn erlitt eine 0:3-Heimniederlage gegen den Kapfenberger SV. Der SKN St. Pölten und der FC Lustenau teilten beim 2:2 die Punkte.

SV Horn - Kapfenberger SV 0:3 (0:1)

Bundesliga-Absteiger SV Kapfenberg hat seine beeindruckende Frühjahrs-Serie in der Erste Liga prolongiert. Die Steirer setzten sich am Freitag in der 29. Runde beim SV Horn mit 3:0 (1:0) durch und feierten den achten Sieg bei einem Remis. Die bisher letzte Niederlage datiert vom 30. November 2012 (0:2 bei Austria Lustenau). Der Aufsteiger aus Niederösterreich ist schon seit vier Matches sieglos (0-1-3). Auf den frühen Gegentreffer durch Micic (6.) fand man keine Antwort, der Favorit setzte nach und kam dank der Treffer von Wolf (56.) und Schönberger (75.) noch zu einem klaren Sieg.

Kapfenberg kontrollierte meist das Geschehen, doch Aufsteiger Horn hatte nach dem Wechsel durchaus Chancen. Die Tore gelangen aber den Gästen. Wolf wurde nach Pass von Sencar nicht richtig attackiert und schlenzte den Ball ins Eck (55.) und Schönberger hatte eine Viertelstunde vor Schluss keine Mühe, unbedrängt per Kopf Keeper Stankovic zu bezwingen. Horn hatte im Finish bei einem Kopfball von Mineiro an die Stange Pech, den Nachschuss setzte Innenverteidiger Djordjevic gegen den geschlagenen Lukse über das Tor (84.).

Die Obersteirer sind damit weiter Fünfter, die Horner liegen unverändert auf Rang acht, allerdings nur mehr einen Zähler vor Hartberg.

SC Austria Lustenau - TSV Hartberg 1:3 (1:1)

Die Lustenauer Austria hat ihre Frühjahrs-Unform auch am Freitag eindrucksvoll unter Beweis gestellt. In der 29. Runde der Fußball-Erste-Liga kassierte der Tabellenzweite vor eigenem Publikum eine 1:3-(1:1)-Pleite gegen Nachzügler Hartberg und verlor weiter an Boden auf Spitzenreiter Grödig, der nach dem 3:1-Erfolg gegen Altach sieben Runden vor dem Ende bereits acht Punkte Vorsprung hat.

Für den Herbstmeister war es die fünfte Niederlage im Frühjahr, in dem man lediglich sieben Punkte aus zehn Partien holte. Hartberg hingegen, das durch einen Doppelschlag von Rossmann (56.) und Tsoumou (58.) die Entscheidung herbeiführte, durfte über den ersten Sieg im Frühjahr jubeln und kam dem Tabellenachten Horn bis auf einen Punkt nahe.

Die Hausherren, deren Fan-Kern sich angesichts des schwachen Frühjahrs für einen 45-minütigen Schweigeprotest entschieden hatte, gerieten schon in der 26. Minute in Rückstand: Hopfer brachte den Ball nach einer Ecke neuerlich in den Strafraum, wo Tsoumou zur Stelle war. Der zweite Tiefschlag, nachdem die Pfeife von Schiedsrichter Drachta nach Foul an Zwischenbrugger im Strafraum stumm geblieben war (10.).

Auch der Ausgleich durch Grabher, erstmals in dieser Saison in der Startelf, nur fünf Minuten später (26.) blieb ein Strohfeuer. Nach der Pause gingen die optisch dominanten Vorarlberger durch einen Doppelschlag k.o.: Erst erhöhte Rossmann nach einem katastrophalen Blackout von Soares auf 2:1 (55.), kurz darauf war es wieder der alleingelassene Tsoumou, der nach Vorlage von Tieber vollstreckte. Damit war der erste Sieg Hartbergs über die Austria seit 26. Oktober 2010 sowie ein gellendes Pfeifkonzert der Lustenau-Fans perfekt.

SV Grödig - SCR Altach 3:1 (1:1)

Grödig ist auf dem Weg Richtung Oberhaus scheinbar nicht mehr aufzuhalten. Der Tabellenführer feierte einen 3:1-(1:1)-Heimsieg über Altach und baute dank des achten Sieges in der zehnten Frühjahrspartie seinen Vorsprung auf Austria Lustenau bereits auf acht Punkte aus.

Grödig dominierte in der Untersberg-Arena spielerisch das Geschehen, benötigte trotz mehrerer Chancen zur Führung allerdings ein Eigentor: Lienhart wollte nach Lexa-Stanglpass und Nutz-Fersler den parallel zur Torlinie rollenden Ball noch wegkicken und bugsierte ihn dabei ins eigene Tor (29.).

Auch der zwischenzeitliche Ausgleich durch Aigner, der einen Elfmeter nach Handspiel von Zündel souverän verwertete (40.), brachte Grödig nicht von der Marschroute ab. Nach Wiederbeginn stellten sich Witteveen (Latte/58.), Lexa (58.) und Nutz (60.) mit Großchancen vor, Lexa (68.) und Cabrera (71.) schließlich erlösten die klar überlegenen Hausherren mit der Vorentscheidung.

SKN St. Pölten - FC Lustenau 2:2 (2:1)

Der FC Lustenau hat bei seiner "Abschiedstour" durch die Stadien der Erste Liga im neunten Anlauf zum ersten Mal überhaupt in St. Pölten anschreiben können. Nach acht Niederlagen holte die Elf von Daniel Madlener am Freitag in der 29. Runde vor knapp 2.000 Zuschauern in der NV Arena mit einem 2:2 einen Punkt.

Dabei waren die Hausherren bereits in der 7. Minute durch Schibany - der Youngster schloss eine schöne Aktion über zahlreiche Stationen zum 1:0 ab - in Führung gegangen, hatten eigentlich alles im Griff.

Doch in der 20. Minute erzielte Hopfer aus einem nicht ganz unumstrittenen Elfmeter - Zellhofer war nach einer Attacke von Peinsipp sehr leicht gefallen - etwas überraschend den Ausgleich. In der Folge übernahmen die St. Pöltner wieder das Kommando, und Zwierschitz sorgte noch vor der Pause wieder für klare Fronten (40.).

Nach dem Wechsel verabsäumte es die Elf von Martin Scherb, den Sack zuzumachen, vergab einige gute Einschussmöglichkeiten. Und wie aus heiterem Himmel gelang Hopfer nach einem Eckball per Kopf wieder der Ausgleich (61.).

Jetzt konnten die St. Pöltner nicht mehr wirklich zulegen, zumal sie in der Schlussphase mit einem Mann weniger auskommen mussten, nachdem Peinsipp wegen eines Fouls Gelb-Rot gesehen hatte (81.).

BW Linz - First Vienna FC 2:3 (1:1)

 In der abschließenden Abendpartie der 29. Runde hat der Tabellenletzte und nach dem Fixabstieg des FC Lustenau erste Anwärter auf den Relegationsplatz, Blau-Weiß Linz, eine 2:3-(1:1)-Heimniederlage gegen die Vienna kassiert. Damit blieben die Döblinger im sechsten Frühjahrsspiel in Folge unbesiegt. Das entscheidende Tor von Pink fiel erst in der Nachspielzeit (93.), davor hatten Hartl (39.) und Nikolov (73.) bzw. Fucik (19.) und Bichelhuber (74.) getroffen.

Der Liga-Letzte agierte wieder mit Antreiber Huspek (zuletzt gesperrt), doch ohne den gesperrten 37-jährigen Stammkeeper Wimleitner. Dessen Vertreter Bartosch kassierte gegen den anfangs spielbestimmenden Tabellensiebenten durch Fucik nach Pass von Fallmann alsbald das 0:1 (19.). Doch Hartl glich nach Stanglpass von Bubenik, der diesmal Kapitän war, mit der ersten Linzer Chance (39.) zum 1:1-Pausenstand aus. Die Stöhr-Elf war im zweiten Abschnitt offensiv bemühter, doch Torschütze Hartl (50., Außennetz) sowie Bubenik (57., per Knie) und Winkler (65., per Kopf) verfehlten allesamt aus aussichtsreicher Position.

Erst der eingewechselte Nikolov machte es besser und vollendete entschlossen nach Huspek-Hereingabe aus acht Metern zum 2:1 (73.). Die Partie war gedreht, doch postwendend glich der ebenfalls eingewechselte, frühere LASK-Akteur Bichelhuber (74.) aus. In der Folge scheiterte Fucik an Keeper Bartosch (79.), ehe auf der Gegenseite der Blau-Gelbe Nikolic nach Huspek-Freistoß fast ein Eigentor fabrizierte (81./Stange). In der Nachspielzeit machte dann Joker Pink mit seinem fünften Tor im sechsten Frühjahrseinsatz den blau-gelben Dreipunkter perfekt.

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