"Stehen absolut verdient vorne"

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Tor, Tor, Tor, Tor, Tor, Tor...

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"Wir stehen absolut verdient vorne“

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Favoriten auf den Aufstieg waren vor dem Start der Erste-Liga-Saison schnell gefunden.

Bundesliga-Absteiger LASK wurde der sofortige Wiederaufstieg zugetraut, auch Altach galt nach dem Zweikampf mit der Admira im Vorjahr als heißer Kandidat.

Auf WAC/St. Andrä haben hingegen wohl nur Insider getippt. Bisher sind die Kärntner aber die große Überraschung und führen die Tabelle souverän mit drei Punkten Vorsprung an.

„Ich glaube, wir stehen absolut verdient vorne“, analysiert Trainer Nenad Bjelica im Gespräch mit LAOLA1 die ersten zehn Spieltage.

Konkurrenz zittert vor WAC/St. Andrä

Mit attraktivem Fußball, vielen Toren und viel Emotion halten die Wolfsberger die Liga in Atem, und die Konkurrenten in Schach.

Vor allem in den direkten Duellen mit den großen Drei stieg die Bjelica-Elf positiv aus. Gegen den LASK und Altach konnten Siege gefeiert werden, gegen Austria Lustenau reichte es zu einem Punkt.

„Falk ist ein Killer“

Nach zehn Runden hält der Ballermann der Liga bei acht Treffern. Kein Wunder, dass ihm Bjelica Bundesliga-Niveau bescheinigt und dem 24-Jährigen eine große Zukunft vorhersagt.

„Seine Entwicklung kann nur nach oben gehen. Er ist ein Killer. Seine Tore fallen fast alle aus fünf Metern, dort muss ein Stürmer stehen. Er steht immer richtig und arbeitet sehr fleißig.“

Die starken Leistungen des Teams lösten in Wolfsberg auch eine gewisse Euphorie aus. Während im Frühjahr der Zuschauerschnitt 1.200 betrug, finden mittlerweile zwischen 2.500 und 3.000 Fans den Weg in die Lavanttal-Arena.

„Es geht um die Tabellenspitze, deswegen kommen die Leute, die unsere ehrliche Arbeit und unsere Leidenschaft sehen. Wir wissen aber, dass wir fest am Boden bleiben müssen, um etwas zu erreichen.“

Aufstieg im schwierigen zweiten Jahr?

Das Wort Aufstieg will noch keiner in den Mund nehmen, trotzdem ist der Trainer überzeugt, bis zum Schluss vorne mitzuspielen.

„Man sagt immer, dass das zweite Jahr für einen Aufsteiger das schwierigste wird. Das haben wir auch gedacht. Es ist nicht einfach, solche Leistungen zu bieten, aber unsere Mannschaft hat gut gearbeitet, sich konsolidiert und ist gut gestartet. Das war sehr wichtig.“

Die positive Atmosphäre und der sportliche Höhenflug sollen den Spielern das nötige Selbstvertrauen und Moral für die Zukunft geben.

„Was passiert ist, sind die Früchte guter Arbeit“, fasst Bjelica zusammen. Wenn WAC/St. Andrä weiter an diese Leistungen anschließen kann, könnte die Ernte ertragreich ausfallen.


Alexander Karper

Eine Tatsache, die mit Fortlauf der Saison den Unterschied ausmachen könnte. „Vielleicht. Wir haben schon letztes Jahr sehr gut gegen Admira, Altach und Austria Lustenau gespielt. Wir haben aber eher Probleme gegen FC Lustenau, St. Pölten oder Gratkorn gehabt. Deshalb konnten wir nicht ernsthaft ins Titelrennen eingreifen“, blickt Bjelica zurück.

Trotz allem hatte man schon im Premierenjahr in der zweithöchsten Spielklasse bewiesen, dass ein qualitativ guter Kader zur Verfügung steht und jeder Gegner schlagbar ist.

„Haben die Basis des letzten Jahres behalten“

Die Konzentration gilt aber voll und ganz dem eigenen Team, mit der Konkurrenz will sich Bjelica gar nicht lange aufhalten.

„Ich will die Verfolger nicht kommentieren. Wir haben die Basis des letzten Jahres behalten und uns punktuell verstärkt. Dadurch, dass es keinen großen Umbruch gab, war es möglich, dass die Mannschaft vom ersten Tag an funktioniert.“

Von den Neuzugängen konnte bisher nur einer groß auftrumpfen: Jacobo Marían Ynclán Pajares, kurz Jacobo.

Der Spanier fügte sich nahtlos ein, zieht die Fäden in der Offensive und weist bereits fünf Treffer auf seinem Konto auf. Dass der technisch versierte Iberer ausgerechnet in Wolfsberg landete, ist auch der Verdienst des Trainers.

„Jacobo ist bei uns ein Held geworden“

„Die Entscheidung herzukommen, war für ihn nicht leicht. Ich habe ihn telefonisch überzeugt und viel mit ihm gesprochen. Ich habe ihm versprochen, dass er im Dezember wieder heim kann, wenn er nicht zufrieden ist. Jetzt denkt er aber gar nicht mehr daran, irgendwoanders hinzugehen.“

Die Kärntner hatten sich in Spanien umgesehen, da Teams wie Ried, Altach, Grödig oder St. Pölten bereits in der Vergangenheit von Spielern aus dem Land des Weltmeisters profitierten.

Jacobo stieg in der 25.000 Seelen-Gemeinde schnell zum Publikumsliebling auf. „Er ist bei uns eigentlich ein Held geworden und hat mehrere Spiele mit seinen Toren entschieden. Er ist in der Liga sicher ein Top-Ausländer.“

Dass der Verein auch bei Einheimischen ein goldenes Händchen hat, bewies er im Fall von Christian Falk, der sich bei WAC/St. Andrä in den letzten Jahren zu einem Torgaranten mauserte.

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