GAK will Hooligans zur Rechenschaft ziehen

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Das abgebrochene Relegations-Rückspiel um den Aufstieg bzw. Klassenerhalt in der Erste Liga zwischen Hartberg und dem GAK wird mit 3:0 für Hartberg gewertet.

Diese Entscheidung des Komitees für Cupbewerbe unter Vorsitz von Robert Sedlacek gab der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) am Montag bekannt. Der GAK wird keinen Einspruch einlegen, das Urteil ist rechtskräftig. Hartberg bleibt damit in der zweithöchsten Spielklasse.

Das Hinspiel in Graz hatte 0:0 geendet, im Rückspiel vergangenen Freitag in Hartberg stürmten frustrierte GAK-Fans in der 76. Minute beim Stand von 3:0 für die Gastgeber den Platz.

Kritik an Sicherheitsvorkehrungen

Das Spiel wurde von Schiedsrichter Markus Hameter abgebrochen. Insgesamt 3.600 Zuschauer waren im ausverkauften Stadion Hartberg, an dessen Sicherheitsvorkehrungen der GAK bereits Kritik geübt hat.

Auf Basis der Berichte von Hameter und dem ÖFB-Spieldelegierten Peter Truzla wird der ÖFB zusätzlich zur Wertung mit 0:3 ein separates Verbandsstrafverfahren gegen den GAK einleiten.

In diesem entscheidet das Cupkomitee über mögliche weitere Sanktionen gegen den Meister der Regionalliga Mitte. Ein Urteil ist laut ÖFB-Angaben bis Ende nächster Woche zu erwarten.

GAK will Randalierer zur Rechenschaft ziehen

Der GAK will nach dem Skandal nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Die Übeltäter sollen über Film- und Fotoaufnahmen identifiziert werden. "Wir wollen uns an den Leuten, die den Abbruch verursacht haben, schadlos halten", ließ GAK-Präsident Benedikt Bittmann ausrichten.

"Wir werden sie für den Schaden, den sie angerichtet haben, zur Rechenschaft ziehen." Bittmann merkte allerdings auch an, dass die Grazer "in die sicherheitstechnischen Vorbereitungen zu diesem Spiel nie eingebunden waren".

In einem weiteren offenen Brief kritisierte die GAK-Führung die Chaoten unter den eigenen Fans am Montag schwer. "Mit einem Schlag haben diese Verbrecher jahrelange harte und mühevolle Aufbauarbeit aller beim GAK beteiligten Personen vernichtet", schrieben Bittmann und sein Stellvertreter Raimund Pock. Die Verantwortlichen entschuldigten sich öffentlich für jenen Teil der Fans, der den Abbruch verursacht hatte.

Kaderplanung steht bevor

Abseits der Aufarbeitung der Geschehnisse in Hartberg plant der GAK, 2004 vor einem Konkurs 2007 noch Meister in der Bundesliga, für die nächste Saison in der Regionalliga. Trainer Ales Ceh ist weg, ebenso stehen einige Spieler vor dem Abgang.

"Wir werden dennoch eine schlagkräftige Mannschaft mit einem guten Trainer auf die Beine stellen", versprach Bittmann. "Die Vorbereitungen dafür laufen bereits. Allerdings ist noch das Urteil des ÖFB abzuwarten."

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