Altach nervös: Adi weicht Edi

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Altach nervös: Trainer Adi Hütter beurlaubt

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Der SCR Altach trennt sich überraschend von seinem Trainer Adi Hütter.

Das gibt der Titel-Mitfavorit auf einer kurz anberaumten Pressekonferenz am Karfreitag bekannt.

Nachfolger wird der ehemalige, langjährige Austria-Lustenau-Coach Edi Stöhr, dessen Vertrag dort im vergangenen Sommer nicht verlängert wurde und der nun bis 2013 unterschrieben hat.

Überraschender Trainer-Wechsel

Altach liegt in der Tabelle acht Runden vor Schluss lediglich drei Punkte hinter Leader WAC/St. Andrä.

Von den vergangenen vier Spielen konnte allerdings nur ein Sieg verbucht werden.

Zuletzt verloren die Ländle-Kicker gegen die Vienna 0:2 auf der Hohen Warte, dabei mussten auch zwei Altacher frühzeitig unter die Dusche.

"Mussten diese Korrektur vornehmen"

Diese und die zuletzt gezeigten Leistungen scheint die Verantwortlichen um Aufsichtsratvorsitzenden Karl-Heinz Kopf und Geschäftsführer Christopher Längle zum Handeln gezwungen haben.

"Wir mussten einfach diese Korrektur vornehmen. Es war eine wirklich sehr harte Entscheidung. Nach dem Abstieg hat man mit Adi Hütter einen erfolgreichen Kicker und gebürtigen Altacher zum Stammklub zurückgeholt. Zuerst ging alles gut: Platz 3, Platz 2. Das Motto hieß 3,2,1. Aber man hat im Herbst gesehen, dass fußballerische Feinkost nicht dabei war", schildert Kopf.

"Trotz allem ist Altach Winterkönig geworden. Heuer im Frühjahr hat man alles probiert, aber es ist uns nicht gelungen. In den letzten Tagen sind wir zu dieser Erkenntnis gekommen, denn Änderungen auf dem Spielfeld hat es keine gegeben", setzt Kopf seine Begründung auf der Pressekonferenz fort.

Stöhr kein Feuerwehrmann

Hütter war seit Sommer 2009 Trainer der Vorarlberger. Zwei Mal scheiterte Altach nur knapp am Wiederaufstieg in die Bundesliga, von dort mussten sie vor drei Jahren den Gang in die Zweitklassigkeit antreten.

Kurios: Mit Stöhr soll nun jener Mann den SCR hinaufführen, der insgesamt drei Engagements (u.a. in der Bundesliga) beim Lokalrivalen in Lustenau hatte und neun Jahre lang für die Austria tätig war.

"Altach hat nach wie vor die Chance auf den Meistertitel und das Saisonziel zu realisieren. Stöhr ist ein Experte in allen Belangen. Wir versprechen uns sehr viel. Er ist kein Feuerwehrmann, es soll eine längere Zusammenarbeit werden", verspricht Kopf.

"Will Altach in die Bundesliga bringen"

Was sagt der neue Trainer, der am Samstag ab 9:30 Uhr das erste Training leiten wird, selbst?

"Ich freue, dass die Zeit des Nichtstun zu Ende ist, obwohl ich natürlich keinem Kollegen solch einen Abschied wünsche. Altach ist ein absoluter Spitzenverein, der Aufstieg in die Bundesliga ist weiterhin das Ziel. Ich will Altach dorthin bringen", so der 55-Jährige Deutsche.

"Ich bin sehr sehr glücklich, dass ich diese Arbeit nun machen darf. Hoffentlich kann ich zum Fußballgott ein neues, gutes Verhältnis herstellen."

Nicht alleine gegen WAC

Das wird Stöhr wohl brauchen, schließlich kämpfen seine Altacher nicht alleine gegen den WAC.

Sein Ex-Verein Austria mischt ebenfalls um den Titel mit, liegt nur einen Punkt hinter Altach und vier hinter dem WAC. Der LASK liegt mit fünf Zählern Rückstand auf den Leader ebenso auf der Lauer.

Acht Runde vor Saisonende sorgt Altach also für einen Paukenschlag und wechselt den Trainer. Die Nervosität scheint groß, ob es auch die richtige Entscheidung war, wird sich spätestens am 18. Mai weisen.

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