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FAC setzt im Erste-Liga-Abstiegskampf auf Pacult

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Die Erste Liga ist um eine Attraktion reicher.

Niemand Geringerer als Peter Pacult wird vom FAC in die Schlacht geworfen, um den Klassenerhalt in trockene Tücher zu bringen.

"Es gab eine kurzfristige Kontaktaufnahme mit dem FAC, ich habe mich dann mit Sportchef Peter Eigl geeinigt", erklärt Pacult, dessen Vertrag bis zum Saisonende läuft.

"Der FAC ist der Verein, bei dem alles begonnen hat - wenn er mich braucht, bin ich da. Ich musste nicht lange nachdenken, zu den Wurzeln meiner Karriere zurückzukehren - das war eine Bauchentscheidung. Ich möchte dem Verein mit einer Erfahrung helfen, den Klassenerhalt zu erreichen."

Reißleine gezogen

Nach der 0:1-Heimniederlage gegen Liefering zogen die Floridsdorfer die Reißleine und setzten Hans Kleer vor die Tür.

Dieser betreute den FAC seit 2011 und führte den Klub im Vorjahr in die zweithöchste Spielklasse. "Aufgrund der prekären Situation und den nicht zufriedenstellenden Ergebnissen insbesondere in den Frühjahrs-Heimspielen sehen wir uns zum Handeln gezwungen. Wir wollen vor der wichtigen Auswärtspartie in Horn und den letzten sieben Spielen einen Impuls setzen und alles versuchen, um den Klassenerhalt zu sichern", so Sportchef Peter Eigl.

"Mit Peter Pacult haben wir einen Trainer verpflichtet, der für Erfolg steht", ist Eigl nun optimistisch.

Pacults Rückkehr auf die Trainerbank

Der Wiener weist Erfahrung sowohl in der Bundesliga als auch international auf, sein letztes Amt bekleidete er bis August 2013, also vor 612 Tagen.

Trotz des in letzter Sekunde fixierten Klassenerhalts in der Relegation wurde der polarisierende Chefbetreuer von Dynamo Dresden nach zwei Auftaktniederlagen in der 2. deutschen Bundesliga beurlaubt.

Seitdem tauchte Pacult immer wieder als Groundhopper auf, besuchte diverse Spiele, ohne jedoch zum Thema zu werden.

Ein Trainer mit Erfahrung im Abstiegskampf

Nun hat sich das Blatt gewendet. Gegen Liefering beobachtete Pacult die Niederlage des Aufsteigers mit Anwalts-Freund Werner Tomanek bereits von der Tribüne aus.

Als Floridsdorfer, der seine aktive Karriere bei Columbia und dann beim FAC in die richtigen Bahnen lenkte, steht nun ein Heimspiel bevor.

Die Situation ist prekär. Mit 33 Punkten weist man nur zwei mehr als SV Horn und TSV Hartberg auf.

Pacult kennt den Kampf gegen den Abstieg aus Dresden nur zu gut. Beim FAC steht dem oft als "Grantler" bezeichneten Wiener viel Arbeit bevor.

Lorant-Schüler sorgte oftmals für Diskussionen

Dass er es kann, hat er in seiner Trainerkarriere bereits mehrfach bewiesen.

Bei 1860 München von Werner Lorant eingeschult, landete Pacult nach seiner ersten Station in Dresden beim SK Rapid, wo er 2008 den letzten grün-weißen Meistertitel möglich machte und sich zwei Mal für die Gruppenphase der Europa League qualifizierte.

Mit seiner Art eckte er immer wieder einmal an, so ist auch sein unrühmlicher Abgang beim österreichischen Rekordmeister in Erinnerung geblieben.

Trotz aller Dementi nach einem Treffen mit Dietrich Mateschitz beim Wiener Nobelheurigen "Pfarrwirt" ließ sich der Ex-Profi von Red Bull nach Leipzig locken.

Engagement nach eineinhalb Jahren Pause

Als der aufstrebende Verein jedoch das Saisonziel Aufstieg in die 2. deutsche Bundesliga verpasste, wurde Pacults Zweijahresvertrag nach nur einer Spielzeit gelöst.

Sein zweiter Anlauf in Dresden war schlussendlich auch nicht von Erfolg gekrönt. Seitdem brodelt die Gerüchteküche.

Zuletzt wurde Pacult aufgrund seiner violetten Vergangenheit als möglicher Nachfolger von Gerald Baumgartner bei der Wiener Austria ins Spiel gebracht. Diese entschied sich aber für die Interimslösung Andreas Ogris.

Beim FAC steht dem extrovertierten Lorant-Schüler nun eine neue Herausforderung bevor, jedoch eine Liga tiefer.

Die Erste Liga ist damit aber garantiert um eine Attraktion reicher.

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