Reichel wittert Verschwörung

Aufmacherbild
 

Reichel wittert eine Verschwörung

Aufmacherbild
 

Der LASK bleibt also lizenzlos.

Auch in zweiter Instanz erhält der Traditionsklub aus Linz keine Lizenz. Das Protestkomitee der Bundesliga entschied negativ.

"Der Protest von LASK Linz wurde nicht ordnungsgemäß eingebracht und war daher gemäß den geltenden Lizenzbestimmungen zurückzuweisen", wurde der Vorsitzendes des Komitees Andreas Grundei zitiert.

LASK: "Mit großen Entsetzen"

Kein Wunder, dass die Entscheidung also schon am Montag, einen Tag vor dem geplanten Termin, bekannt wurde. Der Protest wurde ob eines Fehlers bei der Einreichung erst gar nicht behandelt.

Dienstagmittag ging der LASK per Aussendung an die Öffentlichkeit. Hier der Worlaut:

Mit großem Entsetzen hat der LASK gestern Abend die Entscheidung des Protestkomitees entgegen genommen.

War man schon in der ersten Instanz der Meinung, man müsste eine Lizenz mit Auflagen erwarten, wurde nun trotz positivem Gutachten des Wirtschaftsprüfers und auch des Sonder-Wirtschaftsprüfers dem LASK aus formalen Gründen die Lizenz verweigert.

„Die Wirtschaftsprüfung hätte nicht ausreichende Dokumente vorgelegt, wie das in den Lizenzbestimmungen vorgesehen ist“, sagt Präsident Peter-Michael Reichel zur Entscheidung des Protestsenats.

Der LASK wird sich nun bemühen, zur Aufklärung der Tatbestände, bis 21.Mai 2012 eine entsprechende Stellungnahme an das Schiedsgericht abzugeben,

Der LASK wird alles unternehmen, doch noch die Zulassung für die „Heute für Morgen“ Erste Liga zu erhalten.


Wie 2003?

Es wurden also - wie schon in 1. Instanz - nicht ausreichend Dokumente vorgelegt.

2003 musste der LASK auch schon bis zum Schiedsgericht, um dann die Lizenz doch noch zu bekommen.

Ob sich das heuer wiederholen lässt, darf bezweifelt werden.

Reichel, der "selbstverständlich" vor das Schiedsgericht zieht, gegenüber den "OÖN": "Im Jahr 2003 gab es ja wirtschaftliche Gründe zur Lizenzverweigerung. Diese gibt es diesmal nicht – und genau das macht die Sache so schwierig."

Der umstrittene LASK-Boss wittert überhaupt eine Verschwörung: "Wir kämpfen hier gegen Windmühlen. Ich habe in den Gesprächen und Fragestellungen zuletzt schon erahnt, dass man uns irgendeinen Formfehler unterjubeln will. Ich sage es deutlich: Ich habe das Gefühl, dass nicht alle fußballnahen Kräfte den LASK in der Bundesliga haben wollen."

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen