Der LASK soll eine Fußball-Arena bekommen

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Fußball-Österreich ist auf den Geschmack gekommen.

Rapid wird ab 2016 im neuen Allianz Stadion (Kapazität: 28.500) spielen, die Wiener Austria in der umgebauten Generali Arena (17.500).

Dazu baut Altach ein Europacup-taugliches Stadion und auch in Graz darf Sturm zumindest Geld für eine Sanierung aufwenden.

Viele, viele Diskussionen

In Linz waren die Fußball-Fans nie froh über die Gugl als Stadion.

Die lästige Laufbahn, die offene "Tür", das alles trug nie wirklich zu einer richtig gelungenen Fußball-Atmosphäre bei.

So gab es auch immer wieder Diskussionen. Viele Diskussionen.

Und auch die "Freunde des LASK" stellten seit ihrer Übernahme zu Weihnachten 2013 in regelmäßigen Abständen in Aussicht, irgendwann eine reine Fußball-Arena für ihren LASK haben zu wollen.

"Wollen das realisieren"

Irgendwann könnte in sechs Jahren sein.

Denn das Land OÖ hat eine "Fußballarena Zentralraum" ins Arbeitsübereinkommen aufgenommen. Auf Seite 44, wer es nachlesen will.

"Es ist ein Projekt, das wir in der nächsten Legislaturperiode realisieren wollen", sagt Michael Strugl.

Im "Volksblatt" meint der Sportlandesrat, dass dies "nicht zwingend" in Linz passieren müsse, "aber es spräche vieles dafür."

Die Anbindung ist dabei natürlich ein zentrales Thema.

Platz für 12.000 bis 20.000

Offen ist neben dem Standort, das frühere UNO-Shopping-Gelände nahe dem Pasching Waldstadion (LASK-Trainingszentrum) ist ein heißer Kandidat, auch die Größe.

12.000 bis 20.000 als Kapazität sollen Thema sein.

Finanziell soll es neben der Zusage des Landes auch eine der Stadt Linz (Gemeinderatsbeschluss über 10 Millionen Euro) geben.

Private Unterstützer gäbe es auch.

Stadtrivale Blau-Weiß Linz will laut "OÖN" indes ein eigenes Stadion für 3000 Zuschauer am jetzigen Standort, dem Donaupark.

Dort wird auch die neue (Eisenbahn-)Brücke gebaut - vielleicht schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe. Aber auch in diesem Punkt ist noch vieles ungewiss.

Pikante Vorgeschichte

Pikant ist freilich die Linzer Stadiongeschichte: Die EURO 2008 als immense Chance, die Arena mehr als zehn Jahre zuvor zu realisieren und ein Drittel der Finanzierung vom Bund zu erhalten, wurde vertan.

Gut, der LASK spielte damals nur vor 300 Zuschauern in der Ersten Liga, stieg aber in der Vor-EURO-Saison auch wieder in die Bundesliga auf.

Zweitens wurde die Gugl bis 2012 für über 30 Millionen Euro saniert.

Möglicherweise umsonst. Oder um es in Zukunft für andere Sportarten zu nutzen, wenngleich es etwa das LA-Meeting ("Gugl Games") aktuell nicht mehr gibt.

Nicht auszuschließen, dass es zu einem Wohngebiet umgewidmet wird. Zumal der Grund am Freinberg einiges wert ist.

Aber auch das ist freilich alles Zukunftsmusik.

Es ist noch ein weiter Weg bis zu einem neuen Fußball-Stadion für den LASK und die Fans in Linz.

Aber ein Anfang ist gemacht. Immerhin.

 

Bernhard Kastler

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