Setzt FC Lustenau im Angriff auf Eto'o?

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Erste-Liga-Klub FC Lustenau könnte zumindest vom Namen her einen ganz großen Coup landen. Die Vorarlberger testen derzeit die Geschicke von Eto'o.

Allerdings handelt es sich nicht um Inter-Starstürmer Samuel, sondern dessen jüngeren Bruder Etienne. Der 21-jährige, beidfüßige Angreifer hinterließ bisher einen guten Eindruck.

Der im Schatten seines prominenten Bruders stehende Kameruner, zuletzt beim italienischen Klub Real Castelnuovo unter Vertrag, spielte schon im April beim FC Lustenau vor.

Damals nahm der Verein jedoch von einer sofortigen Verpflichtung Abstand.

Eto'o hinterließ bei Kogler guten Eindruck

"Eto'o trainiert bei uns mit. Der Verein ist mit seinem Management am Verhandeln", versichert Trainer Hans Kogler gegenüber LAOLA1.

Während bei Eto'os erstem Anlauf in Lustenau die Konkurrenz zu groß war, ist nun aufgrund der Verletzung von David Witteveen Not am Mann.

In den ersten Trainingseinheiten hinterließ der Testkandidat zumindest einen guten Eindruck, wie sein Übungsleiter bestätigt.

"Man sieht auf alle Fälle, dass er Fußball spielen kann. Aber man müsste ihn einmal in einem Spiel sehen, das wäre ideal."

Vergleiche mit Bruder Samuel schwer zu ziehen

Vergleiche, ob der mögliche Neuzugang in seinen Bewegungen und mit seinem Torriecher an seinen erfolgreichen Bruder erinnert, will Kogler nicht ziehen.

"Das ist eine gute Frage. Ich habe seinen Bruder ein paar Mal im TV gesehen, das ist schwer zu sagen."

Von einer Karriere seines neun Jahre älteren Familienmitglieds ist der aktuell in Vorarlberg vorspielende Etienne noch weit entfernt.

Samuel spielte in seiner bisherigen Karriere für drei absolute Top-Klubs - unterbrochen durch ein halbes Jahr bei Espanyol Barcelona und fünf Jahren bei RCD Mallorca. Noch in der Jugend lief er für Real Madrid auf, danach nahm seine eindrucksvolle Laufbahn beim FC Barcelona seinen Lauf.

Aktuell geht der Nationalspieler für Inter Mailand auf Torejagd.

"Die Erste Liga ist eine Knochen-Liga"

Trotz allem könnte Etienne den Vorarlbergern weiterhelfen, Qualitäten sind durchaus vorhanden.

"Er ist auf alle Fälle ein schneller Spieler, der eine gute Balltechnik, Spielverständnis und einen guten Abschluss hat."

Allerdings hat Kogler Bedenken, dass sich ein technisch versierter Spieler mit einem Wechsel in die zweithöchste österreichische Spielklasse einen Gefallen tun würde.

"Die Erste Liga ist eine Knochen-Liga. Da muss man abwarten, wie er sich in einem Spiel gibt. Das ist schwer abzuschätzen."

"Handlungsbedarf gibt es immer"

Wie weit die Verhandlungen bereits fortgeschritten sind, entzieht sich der Kenntnis des ehemaligen Bundesliga-Profis.

Zu beachten ist auch, dass Eto'o bereits der fünfte Ausländer im Kader wäre, wobei nur drei auflaufen dürfen. "Das ist nicht gerade leicht", so Kogler.

Ein klärendes Gespräch mit der Vereinsführung soll Aufschluss darüber geben, ob noch weitere Neue im Ländle landen.

"Handlungsbedarf gibt es natürlich immer, aber wir müssen uns nach der Decke strecken."


Alexander Karper

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