Ein Geisterspiel als Lösung

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Kehrtwende im Fall "West-Derby".

Wie die Bundesliga offiziell mitteilt, findet das Duell zwischen der Austria Salzburg und dem FC Wacker Innsbruck doch wie geplant am Freitag (20:30 Uhr) statt. Austragungsort bleibt Schwanenstadt.

Das Spiel wird allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführt, damit möchte man Ausschreitungen der rivalisierenden Fan-Lager vermeiden. Eine bestätigende Rückmeldung der Behörden steht noch aus.

Bitte an die Fans

Erst am Dienstag wurde das Spiel offiziell abgesagt, weil die Behörden wegen zu großer Sicherheitsbedenken eine Austragung in Schwanenstadt untersagten.

Da man trotz Geisterspiels mit zahlreichen Anhängern beider Teams rechnet, bieten die Klubs einen besonderen Service an. Den Fans wird die Möglichkeit geboten, das Spiel gemeinsam per Live-Übertragung zu verfolgen.

"Die Klubs und die Österreichische Fußball-Bundesliga appellieren an alle Fans, dieses Angebot wahrzunehmen und nicht die Reise nach Schwanenstadt anzutreten", wird in der Aussendung der Bundesliga geschrieben.

"Es ist wirklich mehr als bitter, dass wir nun das Westderby ohne Zuschauer austragen müssen. Und doppelt bitter, weil wir bis zuletzt alles versucht haben, um unseren Fans dieses Match zu ermöglichen", wird Austria Salzburgs Sportdirektor Gerhard Stöger in einer Vereinsaussendung zitiert. 

Fußball als Verlierer

Weiters ist man enttäuscht, dass dieser drastische Schritt gesetzt werden musste: "Es ist zu bedauern, dass die Fans, die Klubs und der Fußball allgemein als großer Verlierer dastehen. Dies vor allem unter dem Aspekt, dass das Stadion Vor der Au in Schwanenstadt ursprünglich und ausdrücklich für Risikospiele wie beispielsweise gegen FC Wacker Innsbruck im Rahmen der Lizenzierung im Mai 2015 behördlich genehmigt wurde."

Bereits vor der Entscheidung sprach sich der FC Wacker Innsbruck, der im Falle einer Absage wohl am grünen Tisch gewonnen hätte, für eine sportliche Entscheidung aus.

"Für die Österreichische Fußball-Bundesliga steht im Sinne der Wettbewerbssicherheit außer Frage, dass sämtliche Entscheidungen in der Meisterschaft soweit wie möglich auf rein sportlichem Wege erfolgen sollen. Aus diesem Grund ist die Durchführung des Spiels unter Ausschluss der Öffentlichkeit insbesondere aufgrund der Kurzfristigkeit der Untersagung die beste Lösung", ist auch Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer überzeugt.

Aufruf zur Mitreise

Die Innsbrucker Fanszene hat bereits via Aussendung bekanntgegeben, dass man trotz aller Warnungen der Bundesliga nach Schwanenstadt reisen wird.

"Diesem Wahnsinn werden wir uns nicht beugen und werden trotz aller Hindernisse die uns in den Weg gelegt werden zum Derby fahren! Wir rufen alle Wackerfans dazu auf es uns gleich zu tun. Auf nach Schwanenstadt – für unseren FC WACKER INNSBRUCK! Denn nur den Fans gehört das Spiel!", wird man auf "Tivoli12" zitiert.

Es bleibt abzuwarten, ob das West-Derby ohne weitere Vorfälle über die Bühne geht.

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