Absage des brisanten West-Derbys

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Absage! Erste-Liga-West-Derby findet nicht statt

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Das West-Derby in der Ersten Liga zwischen Austria Salzburg und Wacker Innsbruck kann nicht stattfinden.

Die Behörden untersagen wegen zu großer Sicherheitsbedenken eine Austragung in Schwanenstadt.

Laut den Salzburgern hätten ihnen die aufgetragenen Vorkehrungen einen hohen fünfstelligen Betrag gekostet, obwohl offiziell gar keine Tickets an Gäste-Fans abgegeben wurden.

Klagenfurt, St. Pölten und Linz wollten mit ihren Stadien nicht einspringen.

Grödig wollte angeblich eine Bank-Garantie für etwaige Schäden und Wals-Siezenheim stand wegen der EL-Quali von RB Salzburg nicht zur Verfügung.

Unverständnis bei Austria Salzburg

Die Absage stößt beim Austrager Austria Salzburg auf Unverständnis. Die Partie wurde von der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck behördlich untersagt.

Davon informierten die Salzburger die Österreichische Bundesiga, die nach der Bearbeitung der übermittelten Unterlagen über die weitere Vorgehensweise entscheiden wird.

Eine Entscheidung ist laut Liga-Stellungnahme für Mittwoch-Nachmittag geplant.

Die Heimmannschaft stellt die Sachlage auf ihrer Homepage folgendermaßen dar:

"Nachdem das Stadion in Schwanenstadt für 3.000 Zuseher zugelassen ist (von Behörde und Bundesliga abgenommen), war der erste Vorschlag der Austria, das Gästekontingent mit genau den vorgeschriebenen zehn Prozent, also 300 Innsbruck-Fans, anzusetzen. Eine mit den Behörden diskutierte Erhöhung der Gästekarten auf bis zu 500 Stück wurde von Innsbruck ebenso abgelehnt. 
 
Zudem hätte es für sämtliche Besucher des Westderbys nur personalisierte Karten gegeben. Weiters keinen Onlineverkauf und keine Öffnung der Tageskassen.
 
Aufgrund der Innsbrucker Mobilmachung aber kam von der Behörde der Bescheid, das Stadion auf 4.000 Besucher zuzulassen (davon 1000 Gästefans) und zudem  auf eine Personalisierung der Karten zu verzichten.
 
Dem Verein Austria Salzburg wurde ebenso aufgelegt, den Gästesektor auf 1.000 Zuschauer zu erweitern (Errichtung einer neuen Tribüne, Versetzen der verankerten Zäune, Erhöhen der Zäune auf 4,5 Meter, Anbringung von Drehkreuzen). Geschätzte Kosten für den Um- bzw. Rückbau: ein hoher fünfstelliger Betrag.
 
Nachdem Innsbruck um keine Gästekarten angesucht hat, muss der Verein Austria Salzburg laut §18 Absatz 2 der Bundesligadurchführungsbestimmungen keine Gästekarten auflegen.
 
Demzufolge brachte die Austria eine neue Veranstaltungsanzeige ein, dieses Mal jedoch nicht mit 300-500 Gästefans, sondern mit 0 (in Worten NULL). 
 
Leider wurde der Austria auch im folgenden Bescheid wieder ein zu errichtender Gästesektor für 1.000 Zuseher vorgeschrieben. Es ist für uns nicht verständlich, wenn aufgrund Spekulationen ein Sektor für 1.000 Gästefans errichtet werden muss, wenn wir die Fakten liefern, die da lauten, es gibt an diesem Tag keine Gästefans, da nicht einmal Gästekarten aufgelegt werden und der Gästesektor nicht geöffnet wird. Das Fassungsvermögen wurde mit 2.700 angegeben, da die Austria verzichtet hat, das freigewordene Kontingent von 300 Karten in Anspruch zu nehmen. Weiters hat der Verein Austria Salzburg der Behörde auch diese 2.700 Tickets zu personalisieren vorgeschlagen, um für die bestmöglichste Sicherheit im Stadion zu sorgen.
 
Aus unserer Sicht haben wir alles, was uns möglich war, getan, um das Westderby austragen zu können. Nach der Absage ist nun die Bundesliga am Ball. Klar ist, wir wollen weiterhin eine sportlich und faire Entscheidung."

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