Wer wird Meister? Wer steigt ab?

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Alle setzen auf Altach, der KSV gefällt sich als Jäger

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Drei Wochen nach der höchsten Spielklasse öffnet auch die "Heute für Morgen" Erste Liga ihre Pforten. Ab Freitag (ab 18:30 Uhr im LIVE-Ticker) kämpfen die zehn Vereine wieder um Punkte bzw. um Auf- und Abstieg!

LAOLA1 traf alle zehn Trainer, erkundigte sich nach deren Zielen und befragte sie zu ihrer Einschätzung über den möglichen Auf- und Absteiger.

Im 1. Teil der Saison-Vorschau (hier geht's zum zweiten Teil!) beantworten die Chef-Betreuer der fünf bestgereihten Vereine der Tabelle folgende Fragen:

1. Wie sind Sie mit der Transferzeit zufrieden?

2. Was sind Ihre Ziele und Erwartungen für die Rückrunde?

3. Wer wird Meister?

4. Wer steigt ab?

Damir Canadi (SCR Altach)


1. In erster Linie konnten wir zwei Spieler für uns gewinnen: Sasa Pantic und Ismael Tajouri. Das sind zwei talentierte Spieler, die - sollten wir das große Ziel im Mai schaffen - darüber hinaus auch bundesligatauglich sind. Die Vorbereitung war sehr gut, wir konnten uns im Trainingslager in der Türkei weiterentwickeln. Daher sind wir mit der Vorbereitung in diesem Jahr auch sehr zufrieden.


2. Das Ziel Aufstieg wurde schon vor einem Jahr ausgesprochen, als ich von Georg Zellhofer (Sportdirektor, Anm.) verpflichtet wurde. Wenn das gelingt, wäre das natürlich optimal.


3. Wir haben dem Ziel Meistertitel alles untergeordnet und wollen es auch im Frühjahr unbedingt schaffen.


4. Aus der Ferne ist es schwer, eine Prognose zu treffen, vor allem wenn noch 17 Spiele zu absolvieren sind. Jede Mannschaft, die unten steht, hat versucht, sich zu verstärken. Man erkennt an den Transfers, dass die Vereine auch gute Spieler bekommen haben. Deswegen wird unsere Aufgabe - diese Klubs zu besiegen - viel schwerer sein, weil sie ganz einfach um ihre Existenz kämpfen. Es ist schwer, eine Einschätzung über den Absteiger abzugeben.

Kurt Russ (Kapfenberg)


1. Ich bin ganz zufrieden mit der Vorbereitung. Unser Problem ist nur, dass wir fünf angeschlagene Spieler haben, die zum Auftakt nicht rechtzeitig fit werden. Das tut mir ein bisschen weh, da wir in den ersten drei Runden richtig schwere Gegner haben. Aber im Fußball ist es nun mal so. Allgemein bin ich zufrieden und man muss sehen, was dabei raus kommt.


2. Wir sind Zweiter, und wenn man Zweiter ist, dann will man Erster werden - das ist klar. Es wird schwer, aber das Ziel muss man ausgeben!


3. Ich hoffe, dass wir da oben ein ernstes Wort mitreden können und gegen Altach auswärts einen Punkt holen. Damit können wir leben und die Liga spannend halten.


4. Es ist schwer zu sagen, da die Liga so ausgeglichen ist. Ich glaube auch nicht, dass ein Verein, der weiter oben platziert ist, so leicht gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner gewinnen wird. Es ist hart und ich will mich nicht festlegen.

 

Helgi Kolvidsson (Austria Lustenau)


1. Bei uns hat sich nicht viel getan, wir haben nur einen Spieler geholt. Das war aber auch so geplant.


2. Wir haben im letzten Sommer einen Umbruch vollzogen und diesen Umbruch werden wir weiter fortführen. Wir haben den gleichen Kader, wollen uns stabilisieren und zukunftsorientiert arbeiten. Dann werden wir sehen, was dabei raus kommt. Wir wollen die Entwicklung der Mannschaft fortsetzen und genau das werden wir auch machen.


3. Die besten Karten hat Altach, das ist die stabilste Mannschaft. Sie haben mit ihren Planungen für dieses Jahr gezielt letzten Winter angefangen und wenig Umbruch gehabt. Jetzt können sie die Ernte dafür eifahren. Sie haben einen breiten Kader und können auch den einen oder anderen Ausfall kompensieren. Daher sind sie für mich der klare Top-Favorit.


4. Ich glaube, von den Tabellen-Nachzüglern kann es jeden treffen. Es ist alles eng beieinander und man sieht ja auch, welche Ergebnisse in der Liga möglich sind. Festlegen kann ich mich da nicht und ich wünsche es auch niemandem.

 

Peter Zeidler (FC Liefering)


1. Es war ein großer Umbruch bei uns, wir haben den Prozess der Verjüngung verstärkt. Wir haben Konrad, Schrott und Kovacec nicht mehr im Kader, dafür aber ganz junge Spieler, Jahrgang 96/97. So gesehen war es im Winter für uns schon eine große Umstrukturierung im Kader.


2. Bei Liefering ist es ja ein bisschen anders, als bei den anderen neun Mannschaften. Wir können zwar absteigen, aber nicht aufsteigen. Wir liegen auf dem vierten Platz. Wenn wir uns da halten könnten und uns keine Abstiegssorgen machen müssen, wäre ich sehr zufrieden. Unser Ziel in Bezug auf die Tabellen-Situation ist es, uns zu etablieren und das ist uns im Herbst auch gelungen. Wir wollen auf Platz vier bis sechs bleiben und dann können wir auch das eigentliche Ziel – die Entwicklung von jungen Spielern auf möglichst hohem Niveau – weiterführen und das ist ja auch unsere Hauptaufgabe.


3. Altach.


4. Das mag ich gar nicht beurteilen. Es ist wichtig, dass wir uns so weit wie möglich davon fernhalten. Wir wollen da auch eine Parallele zur Taktik am Spielfeld herstellen: Wir wollen uns im Frühjahr genauso vom Abstieg fernhalten, wie im Spiel den Gegner vom Tor.

 

Gerald Baumgartner (SKN St. Pölten)


1. Wir haben drei Spieler geholt. Martin Grasegger ist schon sehr gut in die Mannschaft integriert und kann Stammspieler werden. Lukas Kragl hat lange nicht gespielt, ist ein steckengebliebenes Talent, das wir wieder aufbauen wollen. Berni Fucik hat sich jetzt leider schwerer verletzt.


2. In erster Linie wollen wir gut in die Liga starten, gleich punkten und die Heimspiele gewinnen. Zudem wollen wir die Hausaufgaben machen und weiter an unserem Spiel-System feilen.


3. Altach hat einen sehr großen Punktevorsprung und auch kadertechnisch die besten Möglichkeiten. Deshalb werden sie auch den längeren Atem haben.


4. Die Vereine werden alles geben, da hinten raus zu kommen. Es wird eine sehr spannende Challenge, auch für uns. Durch die englischen Runden kommt es auch darauf an, verletzungsfrei zu bleiben. Auf einen Absteiger lege ich mich nicht fest.

 

Kevin Bell / Niki Riss / Daniela Kulovits

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