"Müssen unbedingt Nadelstiche nach vorne setzen"

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Erster gegen Achter, zweitbestes Heimteam gegen schlechtestes Auswärtsteam.

Egal wie man es betrachtet: Die Rollen sind klar verteilt.

Austria Lustenau empfängt am Freitag in der 18. Runde der Ersten Liga die Vienna (ab 18:30 im LAOLA1-Ticker) und ist dabei haushoher Favorit.

"Fast alle haben bei Austria Lustenau Federn gelassen", gibt Vienna-Trainer Alfred Tatar gegenüber LAOLA1 zu bedenken.

Die zwei Gesichter der Vienna

Der Saisonverlauf der Gäste könnte unterschiedlicher nicht sein.

Die Wiener haben auf der hohen Warte bereits 13 Punkte geholt und sich stets gut präsentiert. Auswärts zeigten sich die Blau-Gelben hingegen inferior, gerade einmal vier Punkte aus acht Partien stehen zu Buche.

"Zwischen Heim und Auswärts klafft eine große Lücke. Zuhause haben wir ansprechende Leistungen gezeigt, in der Fremde aber etwas schwach agiert", bestätigt der Trainer die Statistik.

"Herausragende Könner"

Dem Gegner streut der 49-Jährige im Vorfeld Rosen: "Bei Lustenau ist die Mannschaft der Star. Sie haben einige herausragende Könner, sind aber dennoch eine Einheit und kein Sammelsurium an Einzelkräften."

Beim letzten Spiel überflügelten die Lustenauer die Vienna mit 5:0

"In meinem Innersten hoffe ich aber auf einen Punktgewinn", offenbart der Niederösterreicher.

Veränderungen im Winter

Um auch nach der anstehenden Winterpause konkurrenzfähig zu sein, wird sich der Haupstadtklub nach Verstärkungen umsehen: "Der Winter ist immer eine Phase, wo man darüber nachdenkt, was gut und was nicht so gut gelaufen ist."

Mit Kurt Gager habe er außerdem einen Sportdirektor, der alles genau beobachtet und Rückschlüsse zieht.

"Wir werden dann alles genau besprechen und versuchen, uns im Winter so zu verstärken, dass wir auch in der Fremde stark spielen."

Gespräche, Verhandlungen und Transfers sind aber noch Zukunftsmusik.

Ganz im Gegensatz zum anstehenden Auswärtsspiel gegen den Tabellenführer.

 

Matthias Nemetz

In der Tat spielen die Vorarlberger eine überragende Saison. Gerade einmal zwei Niederlagen stehen zwölf Siegen und drei Unentschieden gegenüber.

Die Pleiten gegen St. Pölten und Grödig konnte die Austria gut wegstecken und antwortete mit zwei Siegen aus den letzten beiden Spielen.

Der Vorsprung auf den ersten Verfolger St. Pölten beträgt bereits sechs Punkte. "Sie haben die stärkste Mannschaft in dieser Liga und werden den Meistertitel holen", prophezeit Tatar.

"Nadelstiche nach vorne setzen"

Auf die Frage nach dem taktischen Konzept für das schwere Auswärtsspiel antwortet der Fußball-Philosoph: "Wir werden versuchen, Lustenau mit einer ´recht geordneten Defensive´ zu begegnen."

Das sei aber nur ein Teil der Taktik: "Wir müssen unbedingt nach vorne Nadelstiche setzen. Wenn wir sie nicht hin und wieder ärgern, werden wir dort nichts holen."

Erwarten könne er ob der Ausgangssituation nicht viel, dennoch fordert der Coach von seiner Mannschaft, endlich auch auswärts zu zeigen, was sie drauf hat: "Wir müssen ein Ausrufezeichen setzen."

Das Hoffen auf Leichtfertigkeit

"Für uns spricht, dass wir kompletter Außenseiter sind", meint der Ex-Lokomotiv-Moskau-Trainer.

Er erklärt: "Wir müssen hoffen, dass Austria Lustenau noch durch das 5:0 geblendet ist und es leichter angeht, als sonst." So richtig glauben will er daran allerdings nicht, denn Trainer Kolvidsson wisse genau, wie er sein Team einzustellen habe.

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