To-Do-Liste und Erfolgsfaktoren des SV Mattersburg

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Bundesliga-Fußball in Mattersburg? So lange ist das noch nicht her.

Und trotzdem gilt es im Burgenland in den kommenden Wochen alles in die richtigen Bahnen zu lenken und den Wiederaufstieg umzusetzen.

Nach zehn Jahren der Erstklassigkeit wurden in den vergangenen zwei Spielzeiten Einschnitte weggesteckt, um nun wieder die Vorteile der höchsten Spielklasse auskosten zu können.

Auf das Erfolgsrezept der Aufstiegs-Saison soll sportlich aufgebaut werden, im Hintergrund werden die organisatorischen Weichen gestellt.

Keine Lizenzprobleme, nur kleine Investitionen

„Mattersburg hat 16 Mal die Lizenz ohne Auflagen gekriegt. Wir wissen, dass wir bis Sommer ein bisschen ins Flutlicht investieren müssen – aber das war es dann auch schon“, sieht Obmann Martin Pucher im Gespräch mit LAOLA1 keinen großen Aufwand auf sich zukommen. Doch auch das Thema Rasenheizung, dem der Klub-Boss bekanntlich skeptisch gegenübersteht, wird aufs Neue entfacht werden.

Trotzdem sei der Verein zu gut aufgestellt, zu professionell habe man den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit verdaut. Schließlich war es nur einer der wenigen Rückschläge der Burgenländer in den letzten Jahren.

Das ständige Herantasten von der fünften Leistungsliga bis in die Bundesliga wurde mit zehn Jahren ganz oben belohnt. Dementsprechend war der Rückschritt in den vergangenen zwei Saisonen wegzustecken.

Pucher sieht den Aufstieg gelassen

„Das bedeutet, dass wir jetzt nach zwei Jahren wieder dort anschließen, wo wir zehn Jahre waren. Also ist das nicht neu für uns. Wir werden uns bemühen, das jetzt auch zu meistern“, ist Pucher zuversichtlich.

„Die Kritiker haben so viel Blödsinn verzapft“

Kritiker fühlten sich nach der Saison 2012/13 bestätigt und waren sich sicher, den SV Mattersburg nicht mehr so schnell im Oberhaus zu sehen.

Doch mit guter Arbeit und einer bodenständigen Basis gelang es dem SVM die negativen Stimmen eines Besseren zu belehren.

„Die Kritiker sind mir relativ wurscht“, entgegnet Pucher. „Die haben im letzten Jahr so viel Blödsinn verzapft, dass ich mir jetzt relativ leicht tue, weil es eigentlich nicht mein Stil ist, darauf einzugehen.“

Dies begründet der Klub-Boss folgendermaßen: „Wir haben immer das probiert, was wir können. Wir haben lange bewiesen, dass das nicht so schlecht war. Dass Mattersburg nicht ewig in der Bundesliga spielen kann, habe ich immer gesagt. Wir haben es immerhin zehn Jahre geschafft, dann hat es uns halt erwischt.“

Return dank gesunder Basis

Anstatt aufzugeben und die unteren Ligen auf längere Sicht in Kauf zu nehmen, verlor man das große Ziel aber nicht aus den Augen.

„Der Zusammenhalt macht uns aus. Wir haben vor der Saison drei Top-Spieler geholt und sind als Mannschaft noch mehr zusammengerückt. Im Endeffekt hat dann alles gepasst“, schildert Kapitän Patrick Farkas.

Top-Torschütze Markus Pink ergänzt: „Das ist das Rezept für unseren Erfolg.“ Somit plant der Verein auch am Sprung in die Bundesliga keine großen Transferüberraschungen.

„Wir haben eine gute Mannschaft, die man nur punktuell verstärken muss. Darauf kann man aufbauen, da bin ich sehr zuversichtlich“, gibt Pucher Einblicke in die Planung.

Mit Vastic gegen Rapid und Co.

Auch auf dem Trainersektor stehen keine Veränderungen an. Wie erst kürzlich gegenüber LAOLA1 gelüftet, besitzt Vastic ohnehin einen Vertrag bis 2017, Grund für Veränderungen gibt es nicht.

„Soll ich jetzt was Schlechtes sagen, nachdem er die letzte Seuchen-Saison mit einer gewissen Aufwärtstendenz beendet hat? Dafür haben wir ihn verlängert. Heuer spielen wir ansehnlichen Fußball. Ich freue mich für ihn, die Mannschaft, den Verein und die Fans“, so Pucher.

Worauf sich der SV Mattersburg in der Bundesliga am meisten freut? Zweifelsohne auf die Auftritte auf der großen Bühne gegen alte Bekannte wie Rapid, Austria, Sturm oder Salzburg.

Denn diese stellen die Belohnung für die harte Arbeit der vergangenen Jahre im Schatten der höchsten Spielklasse dar. Auch wenn Bundesliga-Fußball in Mattersburg noch gar nicht so lange her ist.


Alexander Karper

Nachdem man zum Ende der Saison 2013/14 beinahe in die Regionalliga durchgereicht wurde (Pucher: „Ein Seuchenjahr“), klappte die Rückkehr überraschend schnell.

„Wir haben halt auch die Fähigkeit gehabt, auf einer gesunden Basis den Return zu schaffen. Wir haben eine sehr junge Mannschaft, die sicher noch ausbaufähig ist“, stellt der 59-Jährige klar.

Womit wir beim Sportlichen wären. In dieser Hinsicht baute Mattersburg auf einen langjährigen Stamm, teilweise schon mit Bundesliga-Erfahrung und der Ergänzung durch vielversprechende Talente.

Team stark genug für die Bundesliga?

Geht es nach Trainer Ivica Vastic sind keine groben Korrekturen von Nöten, um in der Bundesliga mithalten zu können.

„Ich glaube schon, dass die Mannschaft bereit ist. Ich habe Vertrauen in diese Spieler. Sie sind alle jung, viele Spieler haben noch Potenzial. Wir sind als Einheit aufgetreten, haben nie aufgegeben und haben mit jeder Situation umzugehen gelernt. Der Teamspirit passt. Wir wollen das fortsetzen und weiterentwickeln.“

Konstanz zahlte sich nicht nur in puncto Trainer, sondern auch in Bezug auf den Kader aus. So hielten die Mattersburger an wichtigen Stützen fest, konnten Leistungsträger beim Verein halten und waren auch in der Winterpause nicht darauf angewiesen, sich verstärken zu müssen.

„Wir haben von Anfang an diese Mannschaft geglaubt. Wir sind von Spiel zu Spiel gewachsen“, ist Vastic überzeugt.

Teamspirit als Erfolgsrezept

Auch bei den Spielern wird unisono der Teamspirit in den Vordergrund gestellt und als wichtigster Grund für den Erfolgslauf genannt.

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