Anpfiff zur kultigsten Ersten Liga aller Zeiten

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Sie ist kultig wie nie, aber auch wieder spannend?

Die Erste Liga startet in die neue Saison und kann mit jeder Menge Hauptstadt-Flair aufwarten. Gleich sechs Teams aus Landeshauptstädten sind in Österreichs zweithöchster Spielklasse vertreten, neu sind mit Austria Klagenfurt und Austria Salzburg klingende Namen.

Der Favorit, darüber sind sich alle Beteiligten einig, heißt LASK. Die Linzer wollen nach dem verpatzten Frühjahr diesmal endlich zurück in die Bundesliga. Dahinter und besonders im Abstiegskampf scheint alles möglich, Prognosen sind nach dem Drama der Vorsaison alles andere als einfach.

Durch die großen Klubs erhofft man sich auch ein gesteigertes Interesse der Öffentlichkeit. Bundesliga-Vizepräsident Erwin Fuchs schwebt sogar vor, die Bundesliga zu überholen: "Es wäre ein Traum, wenn die Erste Liga die Bundesliga zuschauermäßig an einem Spieltag einmal hinter sich lassen könnte."

Ein hohes Ziel. Wie lauten jene der zehn Vereine?

Die Erste Liga 2015/16 im LAOLA1-Check:

SC WIENER NEUSTADT


Ausgangslage

Ein Blick auf die Transferbewegungen dürfte reichen, um zu sehen, was an der Giltschwertgasse los war. Neben dem totalen Kaderumbruch stellte sich der Bundesliga-Absteiger auch im Trainerteam neu auf. Günter Kreissl, bisher Manager des SC, übernimmt nun auch das Traineramt. Aus inhaltlichen und wirtschaftlichen Gründen, wie er sagt. Dazu habe ihn Modell des Sportchefs nach englischem Vorbild gereizt. "Ohne ein starkes Trainerteam hätte ich es auch nicht gemacht. Mit Mario Posch und Andreas Schicker steht mir ein solches zur Verfügung", so der 41-Jährige.

Anders als bei den Absteigern in den Jahren davor spricht man nicht im Ansatz vom sofortigen Wiederaufstieg. Vielmehr gehe es darum, sich in der Liga zu konsolidieren, was angesichts der Leistungsdichte sowie der beiden Absteiger nicht einfach werden könnte. Im Cup reichte es mit Mühe zu einem 1:0 bei Regionalligist Vienna. Wichtig wird sein, sich besonders in der Defensive möglichst zu stabilisieren, war man doch in den letzten Oberhaus-Jahren regelmäßig die Schießbude der Liga.

Das sagt Trainer Günter Kreissl

"Wir wissen, wie groß die Probleme der Absteiger in den vergangenen Jahren waren und wollen verhindern, dass es uns ähnlich ergeht. Fakt ist: Wir gehören sicher nicht zu den Titelfavoriten. Es sind nur drei Feldspieler von der letzten Saison geblieben, das kann man negativ sehen, aber auch positiv, weil damit die meisten ohne die Last des Abstiegs in die Saison starten. Die Mannschaft ist jung und talentiert, aber nur mit Talent kann man auch nichts erreichen."

LAOLA1-Prognose

Komplett neuer Kader, neuer Job, neue Liga. Auf Günter Kreissl wartet eine Riesenherausforderung. In der Vergangenheit hat der Ex-Goalie bewiesen, wie geschickt er aus wenigen Ressourcen viel herausholen kann. Das wird wieder von Nöten sein, um letztendlich nicht komplett durchgereicht zu werden. Es droht der Abstiegskampf.

FC LIEFERING

Ausgangslage

Saison starten, Spieler entwickeln, Spieler weiterziehen lassen, Mannschaft neu aufbauen. Das ist der Liefering'sche Zyklus. Ein Kreislauf, der in den letzten Jahren sehr gut funktioniert hat, bei dem diesmal eine wesentliche Komponente ausgetauscht wurde. Durch den konzerninternen Aufstieg von Peter Zeidler zu Red Bull Salzburg darf Thomas Letsch das Amt des Jungbullen-Übungsleiters übernehmen. Der 46-Jährige hat bislang Erfahrung in Deutschland (Stuttgarter Kickers, Union Heilbronn, Ulm, Sonnenhof-Großaspach) sammeln können, war unter Roger Schmidt gemeinsam mit LASK-Coach Oliver Glasner Co-Trainer in der Bundesliga und leitete die Salzburger Akademie höchst erfolgreich.

Sportlich geht man als Wundertüte, aber erneut ohne wirklichen Druck in die Saison. Mehrere hungrige Spieler, die in der Akademie mit der U18 zuletzt den österreichischen Meistertitel holten, dürfen sich jetzt im Profigeschäft beweisen. Dazu zählt man auf Leihgaben von RB Brazil und RB Leipzig. Wenn am Ende wieder ein Jungbulle zum Spieler der Saison gewählt wird, wie in der letzten Saison mit Smail Prevljak, hat man wohl wieder vieles richtig gemacht.


Das sagt Trainer Thomas Letsch

"Der Zeitpunkt meiner Bestellung zum Cheftrainer war sehr überraschend auch wenn man natürlich damit spekuliert, dass sich einmal etwas ergeben kann. Es ist eine fantastische Aufgabe für mich. Wir werden wieder eine sehr junge Mannschaft sehen. Die Situation ist bei uns einfach so, dass es bei null losgeht. Die Etablierten greifen eine Etage höher an oder haben den Klub verlassen, so soll es ja auch sein. Wenn wir wieder so eine Saison hinlegen könnten wie im Vorjahr, wäre es natürlich schön, aber wichtig ist, mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben. Alles andere ist schwer zu sagen."

LAOLA1-Prognose

Der Fußball des FC Liefering war in der Vorsaison über weite Strecken eine Augenweide und der Jungbullen-Brunnen scheint nicht wirklich zu versiegen. Thomas Letsch macht den Eindruck, den von Peter Zeidler erfolgreich bestrittenen Weg fortzuführen und erneut für spielerische Furore sorgen zu können. So sollte man wieder oben mitmischen können.

Neuzugänge Abgänge
Balakiyem Takougnadi (LASK) Matthias Koch (SK Austria Klagenfurt)
Benjamin Bachler (Pasching/LASK) Luaks Denner (SV Grödig)
Christoph Saurer (LASK) Conor O\'Brien (Unbekannt)
Philipp Hütter (Kapfenberg) Daniel Schöpf (Jahn Regensburg)
Florian Sittsam (SV Horn) Christian Deutschmann (FC Wacker Innsbruck)
Manfred Fischer (Kalsdorf) Reinhold Ranftl (LASK)
Rene Seebacher (Wolfsberger AC) Michael Tieber (Lafnitz)
David Harrer (Kapfenberg) Mario Pollhammer (Ritzing)
Sargon Duran (Floridsdorfer AC) Osman Ali (Unbekannt)
Markus Rusek (Admira) Mark Prettenthaler (Unbekannt)
Andreas Pfingstner (Sturm/Leihe) Dominik Hofbauer (SCR Altach)
Mustafa Yavuz (Admira/Leihe) Herbert Rauter (Ritzing)
Thomas Kindig (SCWN II) Tobias Kainz (SV Grödig)
Stefan Schuller (SCWN II) Mattias Sereinig (SK Austria Klagenfurt)
Nikola Ivic (SCWN II) Christoph Freitag (FC Wacker Innsbruck)
Mirza Jatic (SCWN II) Thomas Vollnhofer (First Vienna FC)
Mario Stefel (SCWN II) Adam Susac (Erzgebirge Aue)
  Philip Hellquist (Wolfsberger AC)
  Christopher Stadler (TSV Hartberg/Leihe)
  Kristijan Dobras (SK Sturm Graz)
  Dennis Mimm (Karriereende)

LASK


Ausgangslage

Jetzt wollen es die Linzer wirklich wissen. Nach dem verpatzten Frühjahr und dem damit verpassten Durchmarsch aus der Regionalliga hat sich der LASK so verstärkt, dass es in dieser Saison mit dem Aufstieg klappen soll. Mit bekannten Namen wie Gartler, Ramsebner, Kerhe und Cabrera verfügt man über Personal, um das einen so mancher Bundesligist beneiden kann. Dazu hat man sich für das zentrale Mittelfeld mit Dogan Erdogan den Kapitän der türkischen U18-Auswahl sichern können, der als großes Talent gilt.

Über diesem breiten und starken Kader steht mit Oliver Glasner ein moderner, junger Coach, der nach seinem überraschenden und alles andere als friktionsfreien Abgang aus Ried die Chance sieht, die Schwarz-Weißen nicht nur in die Bundesliga zu führen, sondern auch dort zu etablieren. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat man beim 7:2 im Cup bei Relegations-Dauergast Parndorf gesehen, was die Offensiv-Maschinerie der Linzer zu leisten imstande ist.


Das sagt Trainer Oliver Glasner

"Wir haben zwar einen guten Kader mit guten Namen, aber der alleine gewinnt keine Spiele. Es zählt die Leistung, aber diesbezüglich bin ich sehr zuversichtlich. Die Spieler sind sehr einsatzfreudig, offen für Neues und gewillt, mit dem LASK viel zu erreichen. Es gibt sicher das eine oder andere Team, das jetzt noch tiefstapelt, aber insgeheim sich doch Hoffnungen auf den Titel macht. St. Pölten, Klagenfurt oder auch Innsbruck haben auf mich in der Vorbereitung einen guten Eindruck gemacht."

LAOLA1-Prognose

Diese Transferzeit ist als große Kampfansage zu verstehen. Mit Jürgen Werner als Mastermind im Hintergrund hat man sich von den Namen her bestens verstärkt und nimmt die Favoritenrolle gerne an. Gemeinsam mit den erfolgshungrigen Fans in Linz scheint der Weg nach oben vorgezeichnet. Einen klareren Favoriten gibt es nicht.

Neuzugänge Abgänge
Elvis Osmani (RB Leipzig U19) Stefan Petrovic (Unbekannt)
Carlos Miguel (RB Brasil U20) Oliver Schnöll (Kuchl Jugend)
Lorenz Grabovac (SC Zwettl) Felix Adjei (Unbekannt)
Emir Karic (AKA Linz U18) Adel Halilovic (Anif)
Alex Sobczyk (SK Rapid Wien II) Daniel Ripic (VfB Stuttgart II)
Daniel Hautzinger (Neusiedl/See) Stefan Peric (VfB Stuttgart II)
Benjamin Kaufmann (AKA RB Salzburg U18) Marcel Rohrstorfer (Vöcklamarkt)
Bartlomiej Zynel (AKA RB Salzburg U18) Manuel Gerbl (Vöcklamarkt)
Marco Hödl (AKA RB Salzburg U18) Lukas Gugganig (FSV Frankfurt)
Michael Switil (AKA RB Salzburg U18) Michael Höfler (Lafnitz)
Isaac Vorsah (Vereinslos) Venuto (SV Grödig)
  Martin Rasnger (SV Grödig)

KAPFENBERGER SV


Ausgangslage

Hartberg, Leoben, Gratkorn - sie alle sind verschwunden. Die Kapfenberger Sportvereinigung ist der letzte steirische Vertreter in der Ersten Liga. Relativ unbeachtet entkamen die Böhlerstädter im Frühjahr dem beinharten Abstiegskampf vorzeitig und landeten am Ende sogar vor dem SKN St. Pölten auf Rang vier. Die Ziele haben sich deshalb aber nicht verändert. Mit jeder Platzierung über dem neunten Platz wäre man zufrieden.

Der personelle Aderlass war wieder einmal nicht gering. Mit Witteveen (10  Tore, 2 Assists), Poljanec (1 Tor, 3 Assists), Nwamora (2 Tore, 1 Assist) kamen mehrere Offensivakteure abhanden, dazu verließen auch Stammkräfte wie Grgic und Hütter den Verein. Auf der anderen Seite stehen kaum namhafte Neuzugänge, allerdings mit Manuel Haas vom FC Liefering ein hoffnungsvoller Nachwuchsspieler auf der linken Abwehrposition. Die finanzielle Situation in der Obersteiermark gilt weiterhin als angespannt, dazu ist das Zuschauer-Interesse im Franz-Fekete-Stadion verschwindend gering.

Das sagt Trainer Kurt Russ

"Wir haben gute Spieler abgeben müssen und versucht, diese möglich adäquat zu ersetzen. Das haben wir auch mit jungen Talenten aus der Akademie getan. Für uns gilt, dass wir die Klasse halten möchten. Der Sieg gegen Red Bull Salzburg in der Vorbereitung war mir eigentlich gar nicht recht, weil alle glauben, wir sind jetzt schon top drauf. In diesem Spiel waren die Spieler motiviert und haben 120 Prozent gegeben, dass man auch verlieren kann, wenn man die Sache zu leicht nimmt, haben wir dann gegen Ritzing gesehen. Da haben wir 2:3 verloren."

LAOLA1-Prognose

"Kurt Russ steht vor einer Mammutaufgabe", hat es an dieser Stelle vor einem Jahr geheißen. Eigentlich kann man sich nur wiederholen. Auch im Vorjahr haben die Falken vor allem prominente Offensivkräfte verloren, diesmal ist es nicht anders. Angesichts der Konkurrenz dürfte das Entkommen des Abstiegskampfs diesmal schwieriger werden, mit der Gelassenheit des nunmehr längstdienendsten Erste-Liga-Coaches ist aber auch diese Aufgabe zu meistern.

Neuzugänge Abgänge
Manuel Kerhe (Wolfsberger AC) Daniel Kerschbaumer (SK Austria Klagenfurt)
Christian Ramsebner (FK Austria Wien) Christoph Saurer (SC Wiener Neustadt)
Nicolas Schmid (AKA Linz U18) Balakiyem Takougnadi (SC Wiener Neustadt)
Thomas Fröschl (SV Ried) Radovan Vujanovic (SV Horn)
Ione Cabrera (SV Grödig) Florian Templ (SV Mattersburg)
Rene Gartler (SV Sandhausen) Shawn Barry (FSV Frankfurt)
Reinhold Ranftl (SC Wiener Neustadt) Daniel Kogler (SV Horn)
Almoez Ali Abdulla (AS Eupen U19/BEL) Alexander Strobl (St. Florian)
Peter Michorl (FK Austria Wien) Stefan Savic (Slaven Belupo/CRO)
Dogan Erdogan (Samsunspor/TUR) Florian Neuhold (Admira/Leihe)
Stefan Hager  (Pasching/LASK) Branko Jovicic (Amkar Perm)
Mario Reiter (Pasching/LASK) Mario Hieblinger (Pasching/LASK)

SKN ST. PÖLTEN


Ausgangslage

Beim Träumen von der Bundesliga scheint der SKN in der Vergangenheit ein bisschen eingeschlafen zu sein. Den hohen Erwartungen konnte man nicht gerecht werden, diesmal versucht man es mit viel Routine auf der Trainerbank und der einen oder anderen namhaften Neuverpflichtung. Karl Daxbacher fand zuletzt beim LASK ein unrühmliches Ende, durfte sich aber sofort über den Ruf aus seiner Heimatstadt freuen. Ganz große Umbauarbeiten hat "Sir" Karl nicht vorgenommen, jedoch mit Florian Mader oder Daniel Beichler prominente Verstärkung für seinen Kader erhalten.

Insgesamt befinden sich 30 Spieler im Kader des SKN. Es ist - mit Ausnahme von Liefering - das größte Spielerangebot der Liga. In der Vorsaison spielten die Niederösterreicher letztendlich zwei relativ ausgeglichene Saisonhälften, fanden sich aber trotzdem sehr lange im Abstiegskampf wieder. Besonders auswärts hat man nicht so viele Punkte geholt wie erwartet. Das muss sich ändern, um diesmal weiter vorne in der Tabelle eine Rolle zu spielen.

Das sagt Trainer Karl Daxbacher

"Große Veränderungen hat es in unserem Kader nicht gegeben, ich würde aber nicht sagen, dass wir zu den Top-Favoriten gehören. Allerdings wollen wir nicht wieder so eine Saison wie die letzte erleben und vorne mitspielen. Die Erwartungen sind sehr hoch, auch wenn man den Spielern zuhört. Wir haben einige dazubekommen, die schon große Erfolge in der Bundesliga gefeiert haben. Aber auch sie müssen sich erst beweisen."

LAOLA1-Prognose

Eine gute erste Elf, ein großer Kader, ein routinierter Trainer - damit sollte doch mehr möglich sein als in der Vorsaison. Karl Daxbacher steht nicht für revolutionären Fußball, war damit in Linz aber im vergangenen Herbst relativ erfolgreich. So hat man definitiv gute Chancen auf einen Platz in den Top 4.

Neuzugänge Abgänge
Manuel Haas (FC Liefering) David Witteveen (Ritzing)
Dominik Frieser (TSV Hartberg) Kelvin Ebuka Nwamora (Unbekannt)
Sergi Arimany (CF Palamos/ESP) David Harrer (SC Wiener Neustadt)
Maximilian Ritscher (Wolfsberger AC Amateure) David Poljanec (Unbekannt)
Florian Flecker (Kapfenberg Amateure) Sun-Bin Kim (Unbekannt)
Michael Budl (Rapid/KSV II) Mario Grgic (SV Mattersburg)
  Gernot Suppan (Kalsdorf)
  Philipp Hütter (SC Wiener Neustadt)
  Aldin Malagic (Unbekannt)

FC WACKER INNSBRUCK


Ausgangslage

Im zweiten Jahr wird alles besser. Das hofft man zumindest am Tivoli. Der Bundesliga-Absteiger des Jahres 2014 entkam erst in der 36. Runde der Drittklassigkeit und will sich nun langsam nach oben orientieren. Ein Angriff auf den Titel sieht anders aus, immerhin hat man mit Schilling, Bergmann und Hlinka bekannte Namen verloren. Großes Fragezeichen ist und bleibt die Offensive. Aufgrund fehlender Durchschlagskraft ließen die Tiroler so manchen Punkt liegen. Das soll sich mit dem mittlerweile 34-jährigen Thomas Pichlmann ändern (Hier im LAOLA1-Interview), der in der Vorsaison in Italiens dritter Liga bei Grosseto zehn Mal traf.

Langfristig betrachtet wichtiger ist eine Verpflichtung außerhalb des Spielfeldes. Mit Alfred Hörtnagl hat der FC Wacker endlich einen General Manager gefunden, nachdem man sich von Florian Klausner getrennt hat. Ab Ende September übernimmt Hörtnagl ein dringend zu bestellendes Feld und bringt dafür mehrere positive Eigenschaften mit: Erfahrung im Ausland bei Greuther-Fürth bzw. Erfurt und ein Standing als Tiroler Legende - was angesichts des Umfelds in Innsbruck besonders wichtig ist.

Das sagt Trainer Klaus Schmidt

"Wir haben lange Zeit keinen Sportdirektor gehabt, also war die Situation nicht einfach für mich. Wir haben gegen Horn am Freitag die Klasse gehalten und am Montag habe ich 85 Telefonate geführt. Das hat sich jetzt mit dem Engagement von Ali Hörtnagl zum Glück geändert. Der Nichtabstieg hat uns Kraft gegeben und uns verdeutlicht, dass wir am Ende doch nicht alles falsch gemacht haben. Jetzt geht es aber wieder von vorne los und wir müssen von Beginn an schauen, dass wir den Abstand nach hinten so groß wie möglich halten."

LAOLA1-Prognose

Den Abstiegskampf hat der FC Wacker in der Vorsaison ausreichend kennengelernt, noch einmal ist so eine Zitter-Saison nicht vorgesehen. Die Routine mit vier ehemaligen Nationalteam-Spielern ist vorhanden, schlägt Pichlmann wie gewünscht ein, kann man weiter vorne mitspielen. Platz 5.

Neuzugänge Abgänge
Florian Mader (FK Austria Wien) Sandro (Unbekannt)
Bartolomej Kuru (SK Austria Klagenfurt) Bernhard Fucik (First Vienna FC)
Daniel Beichler (SK Sturm Graz) David Parada (CD Badajoz/ESP)
Jeferson Maranhense (Itumbiara/BRA) David Oberortner (SV Horn)
Husein Balic (Vorwärts Steyr) Lukas Schwaiger (Amstetten)
Manuel Martic (Vorwärts Steyr)
Andree Neumayer (SKN St. Pölten II)
Felix Gschossmann (SKN St. Pölten II)

SC AUSTRIA LUSTENAU


Ausgangslage

Im Ländle wird man bescheidener. Peilte die Austria im Vorjahr zu Beginn noch an, um den Titel mitzuspielen, hat sich der Klub nach zwei Trainerwechseln im hinteren Mittelfeld der Liga eingependelt. Lassaad Chabbi konnte, trotz des verhinderten Abstiegs, die Mannschaft nicht wirklich stabilisieren und sieht sich mit weiteren Herausforderungen konfrontiert.

Die Grün-Weißen aus Vorarlberg gehen mit dem kleinsten Kader der Liga in die Saison und ließen Leistungsträger wie Kobleder, Pürcher und Zachhuber ziehen. Mit Tursch und Kreuzriegler hat man sich unter anderem zwei Spieler vom Absteiger Horn sichern können, Durmus kommt vom FAC. Chabbi hofft auf eine laufschnellere, aggressivere Truppe. Der Saisonstart ging mit dem peinlichen Cup-Aus gegen Lankowitz (1:3) gehörig daneben.

Das sagt Trainer Lassaad Chabbi

"Die Cup-Niederlage ist passiert, daran können wir nichts ändern. Das kommt immer wieder vor. Als Geheimfavorit sehe ich uns nicht. Wir wollen einfach nur eine Saison wie die letzte verhindern. Wir haben versucht, den einen oder anderen schnellen Spieler zu verpflichten, brauchen aber auch routinierte Spieler, um unsere Ziele zu erreichen."

LAOLA1-Prognose:

Die Voraussetzungen sind alles andere als einfach. Kleiner Kader, viele junge Spieler und einen launischen Präsidenten Hubert Nagel, dessen Geduld endenwollend ist. Lassaad Chabbi strahlt zwar Zuversicht aus, am Ende wird sich Lustenau unter diesen Voraussetzungen wieder im hinteren Tabellendrittel herumschlagen müssen.

Neuzugänge Abgänge
Michael Lercher (SV Werder Bremen U19) Ralph Spirk (Unbekannt)
Christoph Freitag (SC Wiener Neustadt) Stjepan Vuleta (Unbekannt)
Thomas Pichlmann (Grosseto/ITA) Christian Schilling (SCR Altach)
Daniel Rosenbichler (Admira Amateure/Leihe) Davidson Drobo-Ampem (Unbekannt)
Alexander Riemann (Wehen Wiesbaden) Thomas Bergmann (SV Ried)
Rami Tekir (FC Wacker Innsbruck Amateure) Simon Zangerl (WSG Wattens)
  Michael Opuhac (SVG Reichenau)
  Peter Hlinka (SK Rapid Wien II)

FLORIDSDORFER AC


Ausgangslage

Denkbar knapp sind die Wiener nach ihrem Aufstieg dem sofortigen Abstieg entkommen. Mit Peter Pacult, der im Finish als Feuerwehrmann geholt wurde, konnte man erst in der letzten Runde den Kopf aus der Schlinge ziehen. Warum sollte es diesmal einfacher werden?

Als hilfreich könnte sich bei der erneut ausgerufenen Mission Klassenerhalt die Kooperation mit Austria Wien herausstellen. So sollen Talente wie Tino Casali (Tor), Bernhard Luxbacher (Mittelfeld) und Alexander Frank (Angriff) die nötige Erfahrung sammeln und für die Bundesliga vorbereitet werden. Nennenswert ist mit Csaba Csizmadia auch ein Routinier und alter Bekannter in der Defensive. Umbauarbeiten am FAC-Platz verhindern einen echten Heimauftakt, weshalb das Spiel gegen den FC Wacker im Happel-Stadion ausgetragen wird. Die Heimstärke werden die Floridsdorfer allerdings benötigen, wenn man auswärts ähnlich schwach ist wie in der Vorsaison.


Das sagt Trainer Peter Pacult

"Wir wollen uns heuer erneut beweisen, auch wenn wir wissen, wie schwer es ist. Es ist auf jeden Fall das Ziel, die 40-Punkte-Marke zu knacken, dann sollten wir den Klassenerhalt schaffen. Ansonsten wollen wir versuchen, die Großen zu ärgern. Generell macht sich der Verein sehr viele Gedanken, es wird auch außerhalb vom Sportlichen viel getan, beispielsweise beim Stadion. Da geht aber auch nicht alles von heute auf morgen."

LAOLA1-Prognose

An der Situation hat sich, trotz violetter Unterstützung, nicht viel geändert. Es wird ein hartes Stück Arbeit, die Floridsdorfer ein weiteres Jahr in dieser Liga zu halten.

Neuzugänge Abgänge
Martin Kreuzriegler (SV Horn) David Ölkü (Stripfing)
Lukas Grill (Wiener Sportklub) Daniel Wolf (Unbekannt)
Ilkay Durmus (Floridsdorfer AC) Christoph Kobleder (Wolfsberger AC)
Lukas Tursch (SV Horn) Eric Zachhuber (SK Austria Klagenfurt)
Julien Wießmeier (FC Nürnberg II) Dario Tadic (TSV Hartberg)
Maximilian Moser (Vorarlberg U18) Marcel Schreter (WSG Wattens)
Philip Roller (SC Pfullendorf) Adnan Secerovic (Radnik Bijelj./BIH)
Pius Grabher (FC St. Gallen II) Dominic Pürcher (SK Austria Klagenfurt)
Peter Haring (SK Rapid Wien II) Manuel Romay (CD Boiro/ESP)
Jodel Dossou (Vereinslos) Wal Fall (Unbekannt)
Bruno Felipe Souza Da Silva (SC Austria Lustenau II) Yusuf Özüyer (Dornbirn)
  Sebastian Strandvall (Unbekannt)
  Raphael Mathis (Bregenz)

SV AUSTRIA SALZBURG


Ausgangslage

Zehn Jahre nach der Neugründung infolge der Red-Bull-Übernahme des Salzburger Bundesligaklubs ist Austria Salzburg zurück im Profifußball. Die Euphorie beim Meister der Regionalliga-West, der sich den Direktaufstieg zunutze machte, ist groß, vor allem bei seiner fanatischen Anhängerschaft. Allerdings sorgt diese nicht immer für positive Stimmung. Ausschreitungen breiteten den Vereinsverantwortlichen immer wieder Kopfzerbrechen. Sportdirektor Gerhard Stöger spricht von "keinen richtigen Fans", die nur fünf Prozent des Anhangs ausmachen würden. Gemeinsam mit der Exekutive versucht man der Lage Herr zu werden, allerdings gehe "in der ganzen Sache viel Energie verloren."

Sportlich konnte sich Trainer Jörn Andersen, der 2009 den FSV Mainz 05 in die deutsche Bundesliga zurückführte, über namhafte Neuzugänge freuen. Leonhard Kaufmann, Haris Bukva und vor allem Somen Tchoyi sollen dafür sorgen, dass sich die Mozartstädter in der Ersten Liga festsetzen. Richtig heimisch werden sich die Violetten erst im Herbst fühlen, wenn das eigene Stadion im Maxglan fertig ist. Bis dahin trägt man die Heimspiele in Schwanenstadt aus.

Das sagt Trainer Jörn Andersen

"Wir wollen uns erst einmal in der Liga etablieren und erfrischenden, offensiven Fußball bieten. An einen sofortigen Aufstieg denken wir jedenfalls nicht. Ob die ersten Heimspiele in Schwanenstadt ein Nachteil sind oder nicht, kann ich nicht sagen. Aber es ist eher kein Vorteil, aber als Liga-Neuling müssen wir uns ohnehin einmal hier zurechtfinden."

LAOLA1-Prognose

Im Mittelfeld und der Offensive bringen die Salzburger Erfahrung mit, die Defensive muss aber erst ihre Ligatauglichkeit unter Beweis stellen. Mit der hoffentlich überwiegend positiven Kraft der Fans (man hofft auf 1.000 verkaufte Dauerkarten) wird es möglich sein, im Mittelfeld zu landen.

Neuzugänge Abgänge
Csaba Csizmadia (Lombard Papa/HUN) Rene Swete (SV Grödig)
Armin Gremsl (Pasching/LASK) Alexander Toninger (Atzenbrugg)
Alexander Frank (FK Austria Wien/Koop-Spieler) Iklay Durmus (SC Austria Lustenau)
Bernhard Luxbacher (FK Austria Wien/Koop-Spieler) Martin Demic (Ebreichsdorf)
Tino Casali (FK Austria Wien/Koop-Spieler) Michael Pittnauer (Wiener Sportklub)
Marko Brekalo (NK Dubrava/CRO) Sargon Duran (SC Wiener Neustadt)
Nikolai Vambersky (FAC Jugend) Daniel Randak (Sollenau)

SK AUSTRIA KLAGENFURT


Ausgangslage

Die Klagenfurter Austria hat eine etwas andere Rückkehrs-Geschichte zu erzählen. 2007 als Nachfolge-Verein der alten Austria, die später im FC Kärnten aufging, gegründet, hat man bereits einen Zwangsausgleich hinter sich. Zu Beginn der Vorsaison wurden die Weichen auf Aufstieg gestellt. Trainer Manfred Bender ist dies nach einem souveränen Titel-Gewinn in der RL-Mitte durch den Relegationserfolg gegen Parndorf auch gelungen.

Der Aufstieg soll aber nur der Startschuss für einen Höhenflug sein, hat man sich doch mit reichlich Profifußball-Erfahrung ausstatten können. Die Herren Sereinig, Koch, Thonhofer und Falk seien nur als Beispiele genannt. Wer Präsident Peter Svetits kennt, weiß, dass er sich nicht mit hinteren Tabellenplätzen zufrieden gibt. Wo das Projekt endet, kann man, wenn man sich die Klagenfurter Fußballgeschichte in Erinnerung ruft, aber auch nicht sagen.

Das sagt Trainer Manfred Bender

"Für uns zählt zunächst nur, mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben. Hoffentlich können wir unsere Heimstärke aus der Vorsaison in der Regionalliga-Mitte weiterhin demonstrieren. Es ist uns aber klar, dass es in der Ersten Liga schon ganz anders zugeht."

LAOLA1-Prognose

Dem Ex-Altach-Coach steht ein prominent besetzter Kader zur Verfügung, dessen Ziel Klassenerhalt wohl zu kurz gegriffen scheint. Die Klagenfurter blieben in der Meistersaison zuhause ungeschlagen und haben sicher das Zeug dazu, in der oberen Tabellenhälfte zu landen.

Neuzugänge Abgänge
Leonhard Kaufmann (Energie Cottbus) Rodivoje Janjic (Straßwalchen)
Somen Tchoyi (Arema Cronous/IDN) Vladimir Zhilyaev (Anif)
Thomas Burghuber (SV Ried) Vladimir Nedic (SV Grödig Amateure)
Haris Bukva (Rot-Weiß Erfurt) Umberto Gruber (Kufstein)
Max Müller (SV Sandhausen)
Christoph Bann (Neumarkt)
Valentin Grubeck (FK Austria Wien Amateure)
Neuzugänge Abgänge
Stefan Schwendinger (Wolfsberger AC) Florian Heinrich (SK Maria Saal)
Dennis Reinwald (SV Unzmarkt) Dominik Wurmdobler (Annabichler SV)
Andreas Leitner (Admira/Leihe) Martin Kraus (Unbekannt)
Dominic Pürcher (SC Austria Lustenau) Andraz Zurej (ASK Köflach)
Manuel Zöchling (Spratzern) Dominik Kirschner (Wiener Sportklub)
Marco Sahanek (SV Horn) Aermend Spreco (Allerheiligen)
Daniel Kerschbaumer (LASK) Bartolomej Kuru (SKN St. Pölten)
Matthias Koch (SC Wiener Neustadt) Marko Dusak (Unbekannt)
Domagoj Beslic (Lafnitz) Tyrone McCargo (W. Nürnberg)
Christian Falk (Rot-Weiß Erfurt) Vedran Vinko (Allerheiligen)
Jonas Warmuth (ATSV Wolfsberg) Michael Groinig (SK Treibach/Leihe)
Eric Zachhuber (SC Austria Lustenau)
Matthias Arnold (Wolfsberger AC Amateure)
Mattias Sereinig (SC Wiener Neustadt)
Christian Thonhofer (Vereinslos)
Muhammend Calhanoglu (Karlsruher SC II)
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