Wer sorgt für die Lizenz?

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Wer wird neuer LASK-Trainer?

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Zwei populäre Klubs im heimischen Fußball sind aktuell auf Trainersuche.

Bei Austria Wien wollen die Verantwortlichen bald den Nachfolger von Interimstrainer Andreas Ogris vorstellen, eine Liga tiefer hat der LASK dasselbe Vorhaben mit der Nachfolge von Martin Hiden.

Oben wie unten ist das Interesse auf diese vakanten Posten groß. Bei der Austria als eine der Top-Adressen dieses Landes sowieso, bei den ambitionierten Linzern gibt es eine lohnende Perspektive - und wir reden nicht davon, dass der Neue die Lizenz sichern würde.

Nach dem kolossalen Einbruch

Sondern vom neuerlichen Versuch aufzusteigen. Als Winterkönig sollte dies freilich schon in dieser Spielzeit gelingen, ein kolossaler Einbruch im Frühjahr legte dieses Thema aber ad acta.

Der LASK beendete mit einem Punkt Vorsprung auf Konkurrent Mattersburg die Saison im Herbst und ist nun zehn Zähler hinten nach – obwohl der SVM selbst drei der vergangenen sieben Spiele verlor.

Doch die Oberösterreicher unterlagen in sechs ihrer zehn Spiele im neuen Jahr. Es braucht ein Wunder, um 50 Jahre nach dem ersten und einzigen Meistertitel wieder im Oberhaus aufzutauchen.

Der Fall erinnert an Austria Lustenau, das vor zwei Jahren gar mit acht Punkten Vorsprung ins Frühjahr ging und am 30. Spieltag neun Punkte Rückstand auf den späteren Aufsteiger Grödig hatte.

Daxbachers richtige Prognose

Die LASK-Führung entzog Karl Daxbacher bei der ersten Gelegenheit – nach dem 0:3 in Mattersburg – die Verantwortung.

Bei LAOLA1 meinte der Coach noch vor dem Frühjahrsstart: „Wir dürfen auch nicht in Panik verfallen, wenn wir einen Rückschlag erleiden. Es ist auch wichtig, dass das Umfeld und die Funktionäre das so sehen. Es geht lange und beide Mannschaften werden ihre Hänger haben.“

Sein Nachfolger gewann erst am vergangenen Freitag in St. Pölten sein erstes Spiel und zog das Team vorerst aus der „Scheißgasse“ (Zitat Hiden), nachdem seine Bauchentscheidung, Top-Goalgetter Radovan Vujanovic erstmals überhaupt auf die Bank zu setzen und Florian Templ spielen zu lassen, aufging.

Der Stürmer aus St. Marien jagte das Leder mit 95 km/h zum 1:0-Endstand in die Maschen. Ein regelrechter Befreiungsschlag nach Wochen der Depression in Linz, wo Nikola Dovedan (fünf Tore in Liefering, null in Linz) oder Stefan Savic (zehn Assists in Liefering, null in Linz) noch nicht aufblühen.

Die Shortlist

Dafür soll eben der neue Trainer sorgen und das wird nicht Peter Zeidler sein, wie der Liefering-Coach zuletzt auch in einem Interview (Hier zu lesen) wissen ließ.

LAOLA1-Informationen zufolge sollen sich Walter Kogler, Heimo Pfeifenberger, Martin Scherb und Peter Schöttel auf der Shortlist befinden – vielleicht auch noch ein Außenseiter-Kandidat. Als Favorit gilt Ex-LASK-Spieler Kogler, der im März als Trainer von Drittligist RW Erfurt gehen musste.

Der 47-Jährige soll allerdings weiter bei der Austria ein Thema sein, auch wenn dort eine ausländische Lösung favorisiert werden dürfte. Scherb bestätigte auf Nachfrage auch, dass er zu den möglichen Kandidaten gehört. Pfeifenberger und Schöttel sind bekanntlich ebenfalls frei.

Das Anforderungsprofil sieht dabei vor allem die Entwicklung der Mannschaft vor, die unter Daxbacher vermisst wurde. An jungen Spielern mit Potenzial mangelt es in Oberösterreich nicht.

Felipe Dorta (18), Maximilian Ullmann (18), Lukas Grgic (19), Dovedan (20), Savic (21) oder Martin Harrer (21/LASK besitzt eine Kaufoption) seien hier als Beispiele angeführt. Es werden weitere folgen.

Erfahrung, Liga-Kenntnis sowie der entsprechende Umgang mit der enormen Erwartungshaltung sind die Anforderungen, die selbstredend sind.

LASK-„Architekt“ Jürgen Werner, Sport-Vorstand Manfred Schill, sein wirtschaftliches Pendant Siegmund Gruber und die „Freunde des LASK“ werden sich dieser Tage darüber einig werden, wer Hiden folgt. Klar ist, einen Mangel an Kandidaten gibt es bestimmt nicht. Der Posten ist begehrt.

 

Bernhard Kastler

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