Brasilien jubelt über den Final-Einzug

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Ein Jahr vor der WM darf Brasilien im legendären Maracana-Stadion schon das Gefühl eines Finales auskosten.

Die "Selecao" greift beim Confederations Cup nach dem dritten Titel in Folge und kann sich nach dem 2:1 gegen Uruguay auf einen überschäumenden Empfang am Sonntag in Rio de Janeiro gefasst machen. "Das ist für alle Spieler ein Traum", schwärmte Außenverteidiger Daniel Alves.

Confed-Cup-Gewinn schlechtes Omen

Dennoch wäre ein Triumph bei der WM-Generalprobe kein gutes Omen: Noch nie hat ein Turniersieger ein Jahr später den WM-Pokal hochgehalten.

2006 in Deutschland und 2010 in Südafrika war Brasilien als Confed-Cup-Gewinner im Viertelfinale gescheitert. Im Endspiel am Sonntag kann das neu formierte Team von Trainer Luiz Felipe Scolari jetzt beweisen, dass es sich bereits auf Augenhöhe mit den ganz Großen befindet.

Scolari tanzte nach dem Schlusspfiff mit seinem Betreuerteam im Kreis und hatte noch bei der Pressekonferenz einen ziemlich hohen Puls. "Ich würde sagen, dies war seit der WM 2002 das aufregendste Spiel, bei dem ich auf der Trainerbank gesessen habe", meinte der 64-Jährige. Im Endspiel von Yokahama hatte Brasilien damals Deutschland mit 2:0 besiegt - es war der bisher letzte WM-Titel des Rekordchampions.

Wie ein Film von Woody Allen

Die Uruguayer liefen gegen den großen Nachbarn zur Hochform auf. Nachdem Brasiliens Keeper Julio Cesar einen Elfmeter von Diego Forlan in der 14. Minute gehalten hatte, gelang Fred (41.) mit seinem dritten Turniertor das 1:0.

Edinson Cavani erschreckte die Brasilianer mit dem Ausgleich (48.), ehe Mittelfeldspieler Paulinho (86.) für ein Happy End sorgte.

"Das Spiel lief ab wie dieser Film von Woody Allen, Match Point, in dem alles davon abhängt, auf welche Seite der Ball fällt", meinte Uruguay-Chefcoach Oscar Tabarez, der dennoch "sehr stolz" auf seine Spieler war: "Heute hatte Brasilien große Probleme gegen unser kleines Land."

Diego Lugano ärgert sich

Eine große Mannschaft, so lobte sein Kapitän Diego Lugano, sei Brasilien, ärgerte sich aber maßlos, dass Uruguay nur um den dritten Platz spielen darf: "So sind die großen Mannschaften: Sie gewinnen, wenn sie es verdienen. Und sie gewinnen, wenn sie es nicht verdienen."

Scolari freute sich über den Lerneffekt für sein junges Team und verwies darauf, dass mit Alves und Cesar nur zwei Stammkräfte von Südafrika 2010 auf dem Platz standen.

"Uns fehlt noch etwas die Reife, aber es gibt nichts Besseres als einen Sieg wie diesen, um sie zu bekommen."

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