Bayern bereit für das "Finale" gegen Schachtar Donezk

Aufmacherbild

Deutschlands Rekordmeister Bayern München empfängt am Mittwochabend (ab 20.45) im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League Schachtar Donezk.

Im Hinspiel vor drei Wochen hatte es ein 0:0 gegeben. Auch das erste Duell von Paris St.-Germain mit Chelsea hatte mit dem 1:1 ein Remis gebracht. Den Londonern reicht damit nun im Heimspiel bereits ein torloses Unentschieden zum Aufstieg.

"Wir wissen, was wir tun müssen"

Die Bayern müssen dagegen zumindest ein Tor schießen, um in die Runde der letzten acht einzuziehen. "Wir wissen, was wir tun müssen. Dieses Spiel ist ein Finale für uns", betonte Bayern-Trainer Pep Guardiola.

Auch Schlussmann Manuel Neuer war vor seinem 75. Europacup-Match zuversichtlich. "Grundsätzlich wollen wir jedes Spiel gewinnen. Jetzt müssen wir auch gewinnen", meinte der Welttorhüter, "wir mögen so eine Situation."

Der Club von ÖFB-Star David Alaba ist in seiner langen Europacup-Historie erst einmal nach einem 0:0 im Auswärts-Hinspiel ausgeschieden.

Das geschah 1981 gegen Liverpool im Halbfinale des Meistercups. Das Rückspiel in München endete damals 1:1, Liverpool zog wegen des Auswärtstors ins Endspiel ein. In den übrigen fünf Fällen kamen die Bayern dagegen jeweils weiter.

Bayern für Lucescu haushoher Favorit

Für Schachtar-Trainer Mircea Lucescu sind die Münchner haushoher Favorit. "Bayern ist das im Moment stärkste Fußball-Team der Welt", lautet die Meinung des 69-jährigen Rumänen, der aber trotzdem an die Sensation seines 13 brasilianische Legionäre umfassenden Kaders glaubt.

"Denn Fußball folgt nicht den Regeln der Logik. Im Fußball kann alles passieren", strapazierte Lucescu, dessen Mannschaft seit sieben Pflichtspielen ohne Niederlage ist, eine alte Kicker-Weisheit.

Chelsea ausgeruht

Der englische Premier-League-Spitzenreiter Chelsea geht top vorbereitet ins Rückspiel, denn Coach Jose Mourinho hatte eine ganze Woche Zeit, um seine Mannschaft perfekt auf Frankreichs Meister einzustellen.

Im Vorjahr hatten die Londoner nach einer 1:3-Auswärtsniederlage das Heimspiel gegen Paris Saint-Germain 2:0 gewonnen und so bei 3:3 aufgrund der Auswärtstorregel noch den Einzug ins Halbfinale fixiert.

Diesmal ist Chelsea allerdings nicht gezwungen, das Spiel zu machen und wird daher wohl auf Konter lauern. PSG-Coach Laurent Blanc fordert deshalb vor allem "Effizienz" im Torabschluss von Zlatan Ibrahimivoc und Co., da sich seinen Mannen wohl nicht sehr viele Chancen an der Stamford Bridge bieten werden, gilt doch Mourinho als Verfechter einer sicheren Defensive.

Courtois warnt vor PSG

"Wir müssen genau so effektiv sein wie Chelsea im Hinspiel", erinnerte Blanc daran, dass die "Blues" in Paris laut UEFA-Statistik nur einen einzigen Torschussversuch verzeichnet hatten - bei der 1:0-Führung von Branislav Ivanovic.

Auf der anderen Seite machte Chelsea-Tormann Thibaut Courtois zahlreiche PSG-Chancen zunichte. "Wir werden sehen, mit welcher Taktik wir ins Spiel gehen werden", meinte der Belgier geheimnisvoll und bescheinigte dem Gegner sogar Endspiel-Potenzial.

"Paris ist fähig, ins Finale einzuziehen. Wir müssen daher unser Bestes geben und versuchen, dieses Heimspiel zu gewinnen."

Zum Seitenanfang» 0 Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen