Österreich hofft auf Lyon-Aufstieg in Nikosia

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Für Titelverteidiger Barcelona ist der Aufstieg ins Champions-League-Viertelfinale nur noch Formsache.

Nach dem 3:1-Auswärtserfolg starten die Katalanen auch ins Heimspiel am Mittwochabend (20.45 Uhr/) gegen Bayer Leverkusen als haushoher Topfavorit.

"Wir haben keine realistische Chance, etwas zu reißen, aber wir wollen Barca etwas ärgern und dann mal schauen, wie das Spiel endet", meinte etwa Bayer-Torjäger Stefan Kießling vor der Abreise nach Barcelona.

"Es ist fast unmöglich"

Genauso realistisch fiel die Einschätzung von Leverkusens Sportchef Rudi Völler aus, auch wenn sein Team am Samstag in der Bundesliga gegen Rekordmeister Bayern München einen 2:0-Heimerfolg feierte.

"Wir versuchen, ein würdiger Gegner zu sein und einen offenen Schlagabtausch zu liefern. Es ist aber klar, dass es fast unmöglich ist, das gegen die beste Mannschaft der Welt noch umzubiegen", betonte der Weltmeister von 1990, der auf einen "achtbaren Abschied" hofft.

Messi wieder dabei

Für Barcelona zählt in der Champions League nur der erneute Titel, den Lionel Messi und Co. in der nationalen Meisterschaft angesichts des Zehn-Punkte-Rückstands praktisch abhaken müssen.

Gegen die auswärtsschwachen Leverkusener - Bayer gewann vor neuneinhalb Jahren zuletzt ein Champions-League-Match in der Fremde - muss Barca wohl auf die verletzten Alexis Sanchez, Eric Abidal und Thiago Alcantara verzichten, kann jedoch auf den erholten Superstar Messi bauen:

Der Argentinier saß zuletzt am Sonntag beim 3:1-Heimsieg gegen Sporting Gijon wegen einer Gelb-Sperre nur auf der Tribüne.

Nikosia will Sensation

Die zweite Mittwoch-Partie in Europas Elite-Liga hat zwar ebenfalls einen klaren Favoriten, verspricht aber mehr Spannung, nachdem Olympique Lyon das Heimspiel gegen das Überraschungsteam Apoel Nikosia nur mit 1:0 gewonnen hat.

Angefeuert von mehr als 20.000 Fans will Zyperns Meister nun die nächste Sensation schaffen und unter die letzten acht vorstoßen.

Lyon verpatzt Generalprobe

"Wir werden alles geben und sicher zu unseren Chancen kommen. Wir jagen sie bis zum Ende", kündigte der serbische Apoel-Coach Ivan Jovanovic, der personell erstmals nach langer Zeit wieder aus dem Vollen schöpfen kann, vollmundig an - auch weil sich die Franzosen derzeit in einer Krise befinden.

Lyon hat nämlich die Generalprobe für die Partie mit einem 0:2 beim Abstiegskandidaten Nancy komplett verpatzt und liegt in der Ligue 1 nur noch auf Platz sieben.

Österreich drückt Lyon die Daumen

"Das war natürlich eine riesige Enttäuschung, aber wir müssen uns jetzt wieder mental sammeln und all die negativen Kommentare ausblenden", forderte Lyon-Präsident Jean-Michel Aulas. "Außerdem hat die Mannschaft in entscheidenden Matches bisher immer gut gespielt."

Darauf hoffen auch die rot-weiß-roten Fußball-Fans, denn bei einem Ausscheiden von Apoel Nikosia darf Österreich ab der Saison 2013/14 fünf Europacup-Teilnehmer (zwei Champions-League-Quali, drei Europa-League-Quali) stellen.

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