Bayern planen in Marseille mit einem Sieg

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Der FC Bayern plant an der französischen Mittelmeerküste den nächsten Schritt Richtung Champions-League-Traumfinale in München.

Mit Olympique Marseille wartet auf Deutschlands Rekordmeister im Viertelfinal-Hinspiel am Mittwochabend  ein Kontrahent, der zuletzt wahrlich nicht in Topform agierte.

Der Wiener David Alaba wird bei den Bayern wieder an der linken Außenbahn einlaufen.

Gute Ausgangsposition

Gegen die weit hinter den Erwartungen auf Platz neun der Ligue 1 liegenden Franzosen wollen sich die Bayern eine gute Ausgangssituation für das Rückspiel in einer Woche erarbeiten.

Für das eine oder andere Tor soll wieder Mario Gomez sorgen, der mit zehn Treffern in dieser Champions-League-Saison nur zwei weniger als der in der Torjägerliste voran liegende Lionel Messi (Barcelona) erzielt hat.

Ribery warnt

So leicht wie zuletzt beim 7:0 gegen den FC Basel dürfte Gomez das Toreschießen im Stade Velodrome nicht wieder gemacht werden. "Es wird sehr, sehr schwer", mahnte der Stürmer, der wieder von Ex-Olympique-Star Franck Ribery versorgt werden soll.

"Marseille hat nicht den Namen wie Real Madrid oder Barcelona, aber sie haben auch sehr viel Qualität." Gomez gab Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge recht: "Wir sind nicht so arrogant zu glauben, dass das ein Selbstläufer wird.

Rummenigge wie auch Trainer Jupp Heynckes erinnerte an die zwei Siege der Franzosen (3:0, 3:2) in der Gruppenphase gegen Deutschlands Meister Borussia Dortmund. Außerdem hatte Olympique im Achtelfinale Inter Mailand ausgeschaltet.

Zum elften Mal im Viertelfinale

Der FC Bayern steht ebenso wie der FC Barcelona zum insgesamt elften Mal im CL-Viertelfinale, nur Manchester United (12) schaffte dies öfter. Die Bilanz ist ausgeglichen: Fünfmal schafften die Münchner den Einzug ins Halbfinale, fünfmal scheiterten sie.

Einigermaßen überraschend brachen die Bayern mit Bastian Schweinsteiger nach Frankreich auf. Ob der am Sprunggelenk verletzte deutsche Teamspieler dem Kader angehören wird, ist offen. "Ich entscheide morgen, ob ich Bastian mit in den Kader nehme", sagte Trainer Heynckes.

Schweinsteiger-Einsatz offen

Ob Schweinsteiger einläuft, dürfte auch Marseilles Trainer Didier Deschamps interessieren. Dem Weltmeister-Kapitän von 1998 bereitete der deutsche Teamkicker bereits im Vorfeld zumindest sprachliche Probleme.

Bei einer Pressekonferenz vermurkste Deschamps dessen Namen, in Deutschland wurde der Clip auf YouTube ein Hit. Der Franzose entschuldigte sich einige Tage später und versprach, an seiner Aussprache zu arbeiten.

Marseille schwächelt

Deschamps durchlebt mit "OM" aktuell schwere Zeiten. Sieben der letzten acht Bewerbspiele gingen verloren, gegen die Bayern fehlt neben dem gesperrten Torhüter Steve Mandanda auch Innenverteidiger Souleymane Diawara. Der Senegalese zog sich Samstag beim 1:1 in Nizza einen Kreuzbandriss im Knie zu und fällt sechs Monate aus.

 Dennoch hoffen die erstmals seit dem Champions-League-Titelgewinn 1993 in der Runde der letzten acht stehenden Südfranzosen auf einen Coup. "Die Hoffnung kümmert sich nicht um die Logik", sagte Mandandas' Ersatzmann Gennaro Bracigliano.

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