Eine internationale Reifeprüfung für den BVB

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Ein deutscher Klub mit beeindruckender Serie? Die meisten denken dabei wohl zunächst an den FC Bayern, der zu Saisonbeginn von einem Erfolg zum nächsten eilte.

Im Schatten der Münchner Millionen-Truppe hat sich allerdings der amtierende Meister aus Dortmund wieder ran gekämpft und mit dem 1:0-Sieg in der Allianz Arena am vergangenen Wochenende ein kräftiges Ausrufezeichen gesetzt.

Zu den Bayern aufgeschlossen

Inzwischen kann das Team von Trainer Jürgen Klopp auf eine stattliche Serie zurückblicken. In den letzten sechs Begegnungen gab es fünf Mal Grund zum Feiern, dazu gesellte sich ein Remis gegen den VfB Stuttgart.

In der Bundesliga konnten die Westfalen zum FCB aufschließen, nach 13 Spieltagen liegen sie nur noch zwei Zähler hinter dem Leader.

Fehlende Kaltschnäuzigkeit

Auf internationaler Ebene hingegen kann sich der BVB mit dem Rivalen aus München (noch) nicht messen. Schon in der letzten Saison fehlte in den „Big Games“ die Kaltschnäuzigkeit, die den Bayern gerne als „Dusel“ ausgelegt wird.

In dieser Spielzeit verhält es sich ähnlich. Zum Auftakt der Champions League war man gegen den FC Arsenal dominant und hatte die besseren Möglichkeiten. Mehr als ein 1:1 sprang allerdings nicht heraus.

Dasselbe Bild in Marseille: Dortmund dominierte vor allem zu Spielbeginn in puncto Ballbesitz und war klar feldüberlegen, doch Olympique erzielte die Tore. Die Abgebrühtheit, die man bisher vermissen ließ, will man am Mittwoch in London (Arsenal gegen Dortmund ab 20:15 Uhr LIVE im LAOLA1-Stream) endlich nachholen.

Nur ein Sieg zählt

Für Dortmund geht es um alles oder nichts, bei einer Niederlage ist wohl schon nach der Gruppenphase Schluss in der Königsklasse. „Unser Ziel ist der Sieg“, stellt Innenverteidiger Mats Hummels klar.

Klopps Mannen wollen an die Leistung des Sieges bei den Bayern anschließen und die Woche der Wahrheit (es folgt das Derby gegen Schalke) zur Woche der Glückseligkeit machen.

„Wenn wir das so hinkriegen wie in München, können wir am Mittwoch eine sehr gute Rolle spielen“, weiß auch Linksverteidiger Marcel Schmelzer, dass man sich vor den Gunners nicht zu verstecken braucht.

Götze lässt sich nicht beirren

Einer, dem das ohnehin nicht gelingen wird, ist Mario Götze. Der von vielen als „Jahrhundert-Talent“ titulierte 19-Jährige wird seit Wochen mit Arsenal in Verbindung gebracht, angeblich ist Arsene Wenger bereit, mehr als 30 Millionen Euro für die Dienste des Jung-Nationalspielers auf den Tisch zu blättern.

„Ich habe einen Vertrag bei Borussia Dortmund“, schiebt Götze den Wechsel-Spekulationen einen Riegel vor. Wie glaubhaft er das vermittelt, bewies er in München. Trotz heftiger Avancen seitens der Bayern-Führung blieb „Super-Mario“ cool und erzielte das Goldtor.

„Geht mir auf den Sender“

Für Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke stellt sich die Debatte um einen vorzeitigen Abgang ohnedies nicht. „Das Thema ist ausgelutscht und geht mir auf den Sender“, so der genervte Kurz-Kommentar zur Causa.

Der 52-Jährige ist darum bemüht, den Fokus auf Arsenal zu richten. Der Revier-Klub will schließlich die internationale Reifeprüfung bestehen, um sich endlich auch auf der europäischen Landkarte wieder zu etablieren.

 

chn

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