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Der Jahreskehraus in der Champions League hat am Dienstag und Mittwoch noch jede Menge Spannung zu bieten.

In den insgesamt 16 Spielen der sechsten und letzten Runde zur Gruppenphase werden die restlichen sieben Aufsteiger gesucht.

Auf einen Platz im Achtelfinale dürfen sich noch 16 Vereine, darunter am Mittwoch auch der Österreicher Aleksandar Dragovic mit dem FC Basel (Gruppe C), mehr oder weniger theoretische Hoffnungen machen.

Von den 32 Clubs spielen Villarreal CF (Pool A), Otelul Galati (C), Dinamo Zagreb (D), KRC Genk (E) und Schachtjor Donezk (G) bestenfalls Zünglein an der Waage.

Für das Quintett geht es im "Finale" lediglich um Prämien und Prestige. Dass es im Europacup überwintert, ist rechnerisch nicht mehr möglich. Auch der dritte Gruppenplatz und damit ein Wechsel in die Europa League (Runde der letzten 32) liegt für die Fünf außer Reichweite.

Schlechte Karten für den BVB

Am engsten geht es vor den Dienstag-Partien in Gruppe F zu, wo Olympique Marseille (7 Punkte), Olympiakos Piräus (6) und Borussia Dortmund (4) den "Begleiter" vom Pool-Sieger Arsenal ermitteln. Die Griechen haben die Londoner zu Gast, die Deutschen empfangen die Franzosen.

Der BVB besitzt die schlechtesten Karten, er muss Marseille mit mindesten vier Toren Unterschied schlagen und hoffen, dass Olympiakos verliert. Bei einem Remis der Hellenen müsste sogar ein Erfolg mit fünf Treffern Differenz her.

"Wir haben in der Liga schon 4:0, 5:0 oder 5:1 gewonnen. Warum sollte uns das nicht auch am Dienstag gelingen wir glauben an uns - solange das letzte Spiel nicht vorbei ist", sagte der Dortmunder Torjäger Robert Lewandowski.

Marseille zuversichtlich

Und Kapitän Sebastian Kehl kündigte an: "Wir wollen das Unmögliche möglich machen. Wir werden versuchen, Power-Fußball zu spielen." Verliert Piräus, würde Borussia ein Sieg genügen, um zumindest in die Europa League zu wechseln.

Die Franzosen reisten trotz der 0:1-Heimniederlage zuletzt gegen Piräus zuversichtlich nach Dortmund. "Wir haben in den vergangenen sechs Liga-Partien 15 Zähler geholt", stellte OM-Coach Didier Deschamps fest, ließ sich vom 3:0 im Heimspiel jedoch nicht blenden.

"Die Borussia hat über weite Strecken gut gespielt", erinnerte sich der Ex-Teamspieler, der seine Elf warnte: "Wir haben gegen die Griechen alles falsch gemacht, das darf sich nicht wiederholen."

Chelsea unter Druck

Kämpft der BVB ums internationale Überleben, spielt Bayer Leverkusen in Gruppe E gegen KRC Genk bzw. im Fernduell mit den nur je einen Punkt zurückliegenden Verfolgern Valencia und Chelsea um den ersten Tabellenplatz.

"Wir wollen auf jeden Fall Erster werden", sagte Bayer-Trainer Robin Dutt vor dem Auswärtstreffen mit dem belgischen Meister. Sollten die Londoner und die Spanier remisieren, können sich die Deutschen sogar eine Niederlage leisten. Denn bei Punktegleichheit aller drei Rivalen haben sie im Dreier-Vergleich die Nase vorne.

Wer an der Stamford Bridge gewinnt, steigt auf, der Verlierer wäre Dritter. Ein Remis außer 0:0 würde den Spaniern reichen, bei einer Null-Nummer wären die Engländer weiter. Der Druck auf den für 15 Mio. Euro vom FC Porto geholten Coach Andre Villas-Boas ist riesig.

"Chelsea hat für Villas-Boas sicher nicht die Rekord-Ablöse gezahlt, um den Liga-Cup zu gewinnen", schrieb der "Daily Mirror" mit bitterer Ironie. "Die Pleite im Carling Cup gegen Liverpool hat den Blues dann so gut geschmeckt wie ein warmes Bier, aber in der Champions League zu scheitern, ist eine andere Sache."

Neun Klubs schon weiter

Im Pool G, in der APOEL Nikosia vor dem Heimspiel gegen Schachtjor Donezk als erster zypriotischer CL-Achtelfinalist feststeht, spielen FC Porto und Zenit St. Petersburg Auge in Auge um das Weiterkommen.

Schließlich rittern Viktoria Pilsen und BATE Borisow, der Bezwinger von Sturm Graz in der Qualifikation, daheim gegen AC Milan bzw. auswärts gegen Titelverteidiger FC Barcelona um den dritten Platz. Die Weißrussen benötigen dazu einen Sieg.

Fix für das Achtelfinale, dessen Paarungen am 16. Dezember ausgelost und deren Spiele zwischen Mitte Februar und Mitte März ausgetragen werden, haben sich bisher folgende neun Vereine qualifiziert:

Bayern München (Pool A/David Alaba), Inter Mailand (B), Benfica Lissabon (C), Real Madrid (D), Bayer Leverkusen (E), Arsenal FC (F), APOEL Nikosia (G) sowie FC Barcelona und AC Milan (beide H). Das Endspiel steigt am 19. Mai in der Münchner Allianz Arena.

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