Pflichtaufgaben für FC Barcelona und AC Milan

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Die zwei Großen der Gruppe H der Champions-League haben am Mittwoch in der dritten Runde Pflichtübungen zu erledigen. Titelverteidiger FC Barcelona empfängt im Camp Nou Viktoria Pilsen, der AC Milan tritt in San Siro gegen BATE Borisow, den Play-off-Bezwinger von Sturm Graz, an.

Alles andere als je drei Punkte für die Goliaths, die derzeit mit vier Zählern gleichauf liegen, wäre eine riesige Überraschung.

Höhepunkt für Viktoria Pilsen

Für den CL-Debütanten aus Tschechien ist der Auftritt gegen "Barca" nach dem 0:2 in Mailand ein weiterer Höhepunkt im Jubiläumsjahr des Vereins, der heuer sein 100-jähriges Bestehen feiert.

Freilich wird auch in Katalonien außer Erfahrungen und Erlebnisse nicht viel zu holen sein. Der Cupholder, der als erster Club die Trophäe zweimal hintereinander gewinnen möchte, ist daheim seit elf CL-Partien unbesiegt. Außerdem gewann mit Sparta Prag (1985/86: 1:0) bisher erst ein einziger tschechischer Vertreter im Camp Nou.

Nicht so eindeutig ist hingegen die Ausgangsposition zwischen Milan und Borisow, die 2001/02 in der ersten UEFA-Cup-Runde (2:0 auswärts und 4:0 daheim für die Italiener) schon zweimal aufeinandertrafen.

Die "Rossoneri" haben nur zwei ihrer jüngsten neun CL-Spiele gewonnen. Die in der "Königsklasse" in acht Matches sieglosen Weißrussen eroberten in ihren vier Auswärtsspielen immerhin drei Remis.

"Endspiel" für Borussia Dortmund

Dem deutschen Meister Borussia Dortmund steht in Gruppe F bereits ein "Endspiel" bevor. Im Duell mit Olympiakos Piräus (live Sat.1) im Schatten der Akropolis will der BVB das 0:3 in Marseille vergessen und es besser machen als daheim gegen Arsenal (1:1).

"Das kann man als Endspiel sehen. Gewinnen wir, sind wir voll in der Spur", meinte Trainer Jürgen Klopp vor dem Abflug nach Athen.

Nicht nur die sportliche Ausgangslage der beiden bisher sieglosen Teams sorgt für Brisanz, sondern auch die politische Problematik spielt mit.

Griechen über kritische Äußerungen verärgert

Viele kritische Äußerungen und Berichte in deutschen Medien über weitere Finanzhilfen für die kriselnde griechische Volkswirtschaft haben viele Hellenen verärgert. Nicht zuletzt deshalb erwartet Klopp einen ungemütlichen Empfang für seine Elf im Karaiskakis-Stadion.

"Die politische Situation überlagert das Sportliche", meinte der BVB-Trainer in der "Bild"-Zeitung. Die Probleme der Griechen könnten die Deutschen auch nach dem Schlusspfiff zu spüren bekommen.

Aufgrund eines geplanten Generalstreiks am Mittwoch und Donnerstag, der auch die TV-Übertragung in Griechenland gefährdet, droht die Athen-Reise zu einer Odyssee zu werden. Noch ist unklar, ob die Delegation am Donnerstag überhaupt den Heimflug antreten kann.

Der 38-fache Meister Olympiakos lässt sich durch die Begleitumstände jedenfalls nicht in seiner Konzentration stören. "Wenn wir es schaffen, die Dortmunder Offensive unter Kontrolle zu bringen, haben wir eine gute Chance zu gewinnen", glaubt der spanische Coach Ernesto Valverde. Die Elf aus Piräus hat mit Hertha (4:0), Werder Bremen (3:0) und Bayer Leverkusen (6:2) daheim schon drei deutsche Gegner sehr schlecht aussehen lassen.

Leverkusen gegen den Spanien-Fluch

Stichwort Bayer Leverkusen. Der deutsche Vizemeister empfängt im Pool E Valencia CF und hofft dabei im achten Anlauf gegen einen spanischen Vertreter auf den ersten Dreier.

Die Iberer kommen optimistisch, Verteidiger Adil Rami meinte: "Wir wollen gewinnen, das ist für uns ein sehr wichtiges Spiel". Chelsea FC verteidigt an der Stamford Bridge gegen KRC Genk seine Tabellenführung.

Das versuchen übrigens auch Olympique Marseille (Gruppe F) im Stade Velodrome gegen Verfolger Arsenal und APOEL Nikosia (G) in Porto.

Die Franzosen liegen zwei Punkte vor den Londonern, die Zyprioten haben je einen Punkt Vorsprung auf Zenit St. Petersburg (in Donezk) und die Portugiesen.

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