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Vilanova glaubt ans Wunder: "Wir sind Barca"

Der FC Barcelona hat die Hoffnung auf ein Wunder gegen Bayern München im Halbfinale der Champions League noch lange nicht aufgegeben.

"Wir sind Barca. Wir brauchen nicht zu denken, dass wir schon verloren haben, bevor die 90 Minuten gespielt sind", betonte Trainer Tito Vilanova.

Für den Barca-Trainer ist in erster Linie eine gute und kämpferische Leistung wichtig.

"Selbst wenn wir nicht ins Finale kommen sollten, dann aber nicht ohne Kampf. Die Fans sollen stolz auf uns sein", erklärte der 44-Jährige, der nach seiner Krebsbehandlung in den USA Ende März nach Barcelona zurückgekehrt war.

"Schon oft gezeigt"

Vieles wird im Rückspiel von Weltfußballer Lionel Messi abhängen. "Wir wissen, wie wichtig er ist. Wenn er in Topform ist, verbessern sich unsere Chancen", sagte Vilanova.

Allein könne es der Argentinier aber nicht richten. Innenverteidiger Gerard Pique erinnerte an Barcas Stärke. "Wir sind die einzige Mannschaft, die so einen Vorsprung wettmachen kann", meinte der spanische Teamspieler. "Das haben wir schon oft gezeigt."

Sergio Busquets wird den Katalanen dabei nicht zur Verfügung stehen. Der 24-Jährige muss aufgrund von Schambeinproblemen passen.

Geringe Chancen

Die Katalanen sind sich trotz allem bewusst, dass ihre Chancen denkbar schlecht stehen. Lionel Messi und Co wollen gegen den FC Bayern zunächst einmal die Scharte der Hinspielschlappe auswetzen und die Ehre des Teams wiederherstellen.

"Wir müssen zeigen, dass wir es mit dem FC Bayern aufnehmen und die Münchner schlagen können", sagte Vilanova.

Der Trainer appellierte nach Informationen des Sportblatts "El Mundo Deportivo" an seine Spieler, sich von dem 0:4 nicht verrückt machen zu lassen und einfach nur auf Sieg zu spielen.

Keine Überheblichkeit

Bei den Bayern gibt man sich pflichtbewusst, großspurige Ankündigungen bleiben aus. "Entspannt fliegen wir nicht nach Barcelona, sondern konzentriert und motiviert", meinte etwa Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge vor dem Abflug nach Spanien.

Außer langzeitverletzten Profis hat Trainer Jupp Heynckes vor der Partie im mit mehr als 90.000 Zuschauern ausverkauften Fußball-Tempel Camp Nou keine Ausfälle zu beklagen.

Alle Spieler der Rekord-Bayern, also auch der Wiener David Alaba, waren am Dienstag an Bord des Sonderfliegers LH 2570 und wollen nach dem DFB-Cupfinale das zweite Endspiel in dieser Saison perfekt machen.

Gelbe Gefahr

Die größte Final-Gefahr liegt für die Bayern womöglich in den drohenden Sperren für mehrere zentrale Leistungsträger. Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Javi Martinez, Dante, Mario Gomez und Luiz Gustavo würden bei einer weiteren Verwarnung die Partie am 25. Mai im Wembley-Stadion verpassen.

"Man muss einfach klug spielen, darf nicht blöd hingehen", betonte Rummenigge.

Startphase überstehen

Dabei könnte der Startphase des Spiels eine große Bedeutung beikommen. Vor vier Jahren stellten Lionel Messi & Co. dort die Weichen für den 4:0-Erfolg gegen die Bayern.

"Speziell am Anfang wird Barcelona noch mal alles ins Gefecht legen, um das Unmögliche möglich zu machen", warnte Rummenigge.

Der im Hinspiel herausragende Thomas Müller schwor das Team schon einmal aufs Verteidigen ein. "Wir nehmen uns einfach vor, viel defensiv zu arbeiten. Barca wird im eigenen Stadion noch mal alles versuchen", sagte der WM-Torschützenkönig.

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