Lahm: "Ein internationaler Titel gehört dazu"

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Das CL-Heimfinale gegen Chelsea (am Samstag ab 20:15 Uhr im LIVE-Stream auf LAOLA1.tv) soll für Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger am Samstag in der Allianz Arena zur Endstation Sehnsucht werden.

Seit Jahren jagen die Bayern-Anführer dem großen Triumph nach, nun besteht die große Chance, elf Jahre nach Stefan Effenberg und Oliver Kahn in die Fußstapfen der ersten Münchner Champions-League-Sieger zu treten und die eigene Karriere zu krönen.

"Wenn man eine goldene Generation werden will, gehört ein internationaler Titel dazu", bestätigte Lahm. Im heimischen Stadion möchte der Bayern-Kapitän den wertvollsten Pokal im europäischen Vereinsfußball entgegennehmen - ein Moment für die Ewigkeit.

Langes Warten soll ein Ende haben

"Wenn man im Finale steht, will man den Pokal hochheben. Und schön ist es natürlich, wenn man ihn als erstes hochheben darf", sagte der Abwehrspieler über seinen Traum.

Lahm und Schweinsteiger - gemeinsam jagen die so verschiedenen Führungskräfte mit dem FC Bayern und der Nationalmannschaft seit Jahren vergeblich dem internationalen Triumph hinterher.

"Es gibt auch große Spieler, die keinen großen Titel gewonnen haben", sinnierte Schweinsteiger und dachte dabei wohl auch an seinen langjährigen Teamkollegen Michael Ballack.

Lahm und Schweinsteiger läuft langsam die Zeit davon

Es gilt, eine schwarze Serie zu beenden. 2006 wurden die jungen Lahm und Schweinsteiger bei der Heim-WM im Halbfinale von Italien gestoppt. Zwei Jahre später verloren sie ihr erstes großes Endspiel bei der EURO 2008 in Wien gegen Spanien.

2010 endete mit doppeltem Frust: Erst gab es die Niederlage mit den Bayern im Champions-League-Endspiel gegen Inter Mailand, dann war in Südafrika im WM-Halbfinale einmal mehr Spanien die Endstation.

Wieder sind zwei Jahre vergangen - und die Zeit droht den beiden Endzwanzigern langsam davonzulaufen. "Allzu lange habe ich nicht mehr auf meinem allerhöchsten Niveau", bemerkte Lahm.

"Es gibt keinen besseren Tag"

Nationale Titel sind auf Dauer kein Ersatz. "Für mich persönlich hat die Champions League einen sehr hohen Stellenwert, genauso wie der Europameister- oder der Weltmeistertitel", erklärte Schweinsteiger und gestand: "Das hat ein Stück weit mehr Bedeutung als Meisterschaft und Pokal."

Seit klar war, dass das Königsklassen-Endspiel 2012 in München stattfinden würde, entwickelte sich das Ziel zu einer Obsession. In der Champions League wuchsen Lahm, Schweinsteiger, Ribery, Robben, Gomez oder Neuer über sich hinaus, zeigten jene Gier, die sie im Liga-Alltag zu häufig vermissen ließen.

"Wenn du das Finale in deinem Wohnzimmer hast, willst du es natürlich erreichen und jetzt auch gewinnen. Es gibt keinen besseren Tag als den 19. Mai", sagte Schweinsteiger.

Trauma und Triumph

Am 26. Mai 1999 verlor die damalige Bayern-Truppe um Effenberg und Kahn in Barcelona auf dramatische Weise das Endspiel gegen Manchester United mit 1:2.

Anschließend ruhten sie nicht, bis sie am 23. Mai 2001 in Mailand den "Henkelpott" nach einem Sieg im Elferschießen gegen Valencia endlich in ihren Händen hielten.

1999 und 2001, 2010 und 2012 - Geschichte soll sich wiederholen. "Wir haben viele im Team, die schon damals dabei waren", betonte Lahm:

"Wir haben uns weiterentwickelt, haben jetzt viel mehr Erfahrung. Der Glaube daran, dass man diesen Titel gewinnen kann, ist größer als vor zwei Jahren."

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