Barca: Liga-Tristesse soll UCL-Höhenflug weichen

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In der Meisterschaft liegt man fast aussichtslos hinter dem Erzrivalen Real Madrid.

Dementsprechend will sich der FC Barcelona nun auf die Verteidigung seines Titels in der Champions League konzentrieren.

Das Starensemble um Weltfußballer Lionel Messi gastiert am Dienstag (20.45 Uhr) im Achtelfinal-Hinspiel in Leverkusen.

Parallel dazu bekommt es Olympique Lyon mit dem Sensationsteam APOEL Nikosia zu tun.

Barca trotzdem klarer Favorit

Barcelona gilt als klarer Favorit, wenngleich sich die Katalanen in der Liga zuletzt ebenfalls nicht mit Ruhm bekleckert haben.

Nach einer 2:3-Niederlage bei Osasuna, bei der Barca-Trainer Pep Guardiola unter anderem die Mittelfeldstars Xavi und Iniesta geschont hatte, liegt der Meister bereits zehn Punkte hinter Real.

"Wir gehen nach Europa, um unseren Titel in der Champions League zu verteidigen", gab Guardiola als neue Marschroute aus.

In der Champions League ist Barca seit zwölf Spielen ungeschlagen und hat zudem in den vergangenen 27 Partien immer ein Tor erzielt.

Garant dafür ist Messi. Der Argentinier traf in den vergangenen 23 Europacup-Spielen gleich 24-mal.

Eine gewisse Abhängigkeit von ihrem Superstar darf den Katalanen attestiert werden.

Leverkusen erstmals seit 2005 in K.o.-Phase

"Es gibt bei Barcelona aber viele spielentscheidende Figuren", warnte Leverkusen-Trainer Robin Dutt.

Leverkusen befindet sich erstmals seit 2005 in der K.o.-Phase.

Vor zehn Jahren waren die Deutschen mit Michael Ballack erst im Finale an Real Madrid (1:2) gescheitert.

Diesmal fehlt der auf dem Abstellgleis stehende Ex-Kapitän, der wegen eines Muskelfaserrisses in der Wade vier Wochen ausfällt.

Barcelona bangt um den Einsatz von Sergio Busquets.

Der defensive Mittelfeldspieler laboriert an einer tiefen Wunde im Bein, an seiner Stelle könnte Javier Mascherano beginnen.

Aussichtslos sei das Unterfangen gegen den großen Favoriten nicht, betonte Dutt.

"Im Fußball ist noch keine Geschichte zu Ende geschrieben. Auch die gegen Barcelona nicht", versicherte der ehemalige Freiburg-Trainer, der im Sommer in Leverkusen die Nachfolge von Jupp Heynckes angetreten hat.

In der Liga rangiert der Vizemeister lediglich auf Platz sechs. Am Wochenende setzte es ein 0:1 bei Meister Borussia Dortmund.

APOEL will Sensation bleiben

Als erstes zypriotisches Team überhaupt steht APOEL in der K.o.-Phase, rechnet sich dort als Gruppensieger gegen die strauchelnde Equipe aus Lyon sogar gute Chancen aus.

"Wir wollen weitere große Nächte feiern", versicherte der serbische Trainer Ivan Jovanovic.

An der starken Defensive der Zyprer haben sich schon einige Topteams die Zähne ausgebissen. In den vergangenen 18 Europacup-Spielen hat APOEL nur zwölf Gegentreffer kassiert.

Brechen Lyon-Stürmer den Riegel?

Den Abwehrriegel sollen die OL-Stürmer Bafetimbi Gomis und Lisandro Lopez brechen.

Gomis hatte zum Abschluss der Gruppenphase beim 7:1 gegen Dinamo Zagreb gleich in vierfacher Ausführung getroffen.

In der Liga blamierte sich die Lyonnais am Samstag zu Hause gegen den Abstiegskandidaten Caen (1:2).

"Das wird eine ganz andere Geschichte", versprach Gomis. 2010 war Lyon erst im Halbfinale der Champions League an Bayern München gescheitert.

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