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Arsenal benötigt gegen Milan ein Wunder

Auf den AC Milan wartet im Rückspiel des Champions League-Achtelfinales ein dem Anschein nach angenehmer Trip nach London.

Nach einem 0:4 in Mailand muss Arsenal schon auf ein Wunder hoffen, um gegen Italiens Meister im heimischen Emirates Stadium am Dienstagabend (20:45 Uhr LIVE im LAOLA1-Ticker) noch die Wende zu schaffen.

Weitaus enger dürfte die Angelegenheit in Lissabon sein. Zenit St. Petersburg verteidigt bei Benfica einen knappen 3:2-Vorsprung, für die Russen steht der erstmalige Einzug ins Viertelfinale der Fußball-Königsklasse auf dem Spiel.

"Leben nicht in einer Traumwelt"

Für den Aufstieg von Arsenal spricht eigentlich nichts. Im Hinspiel deklassierten die Italiener die Engländer.

Am Wochenende schoss sich Milan mit einem Kantersieg in Palermo (4:0) mit drei Toren von Zlatan Ibrahimovic für London ein.

"Wir leben nicht in einer Traumwelt. Realistisch gesehen sind wir aus dem Bewerb", meinte Arsenals Trainer Arsene Wenger.

Historische Aufholjagd benötigt

Erst drei Teams haben im Europacup einen Vier-Tore-Rückstand aufgeholt. Zuletzt gelang dies Real Madrid 1985 im UEFA-Cup-Achtelfinale gegen Mönchengladbach.

Sollte Milans Tormaschinerie in Nordlondon nur einmal zuschlagen, bräuchte Arsenal bereits sechs Treffer, um die Sensation noch zu schaffen.

Bisher trafen die Mailänder noch in jedem Champions League-Spiel in dieser Saison.

Wenger hofft auf van Persie

Arsenal schöpft seinen Funken Hoffnung aus den beiden Siegen gegen Tottenham (5:2) und Liverpool (2:1), wo man jeweils zurückgelegen war.

"Wir werden absolut alles geben, um zu gewinnen. Wir wissen, dass alles gegen uns spricht. Aber man kann das Unmögliche nur realisieren, wenn man nicht daran glaubt, dass es unmöglich ist", sagte Wenger, der wieder auf den in Hochform spielenden Robin van Persie hofft.

Der Niederländer hat in dieser Saison bewerbübergreifend bereits 31 Tore erzielt.

Neues La Coruna?

Insgeheim hoffen die "Gunners", beim Gegner Erinnerungen an die Saison 2003/04 wach werden zu lassen.

Damals scheiterte Milan im Viertelfinale der Champions League an Deportivo La Coruna nach einem 4:1 im San Siro mit einem 0:4 in Spanien.

In der Runde der besten acht standen die Rotschwarzen seit 2007 nicht mehr. Damals holten sie im Finale gegen Liverpool auch den Titel.

"Ibra macht wunderbare Dinge"

Verzichten muss Milan wohl auf die verletzten Kevin-Prince Boateng und Clarence Seedorf.

In Anbetracht der derzeitigen Durchschlagskraft von Ibrahimovic sollte dies jedoch nicht ins Gewicht fallen. Nach Ablauf seiner Drei-Spiele-Sperre scheint der Schwede motivierter denn je.

"Ibra macht wunderbare Dinge. Er ist in großartiger Form", urteilte Trainer Massimiliano Allegri über seinen wertvollsten Spieler.

Zenit ohne Arshavin

Zenits russischer Star wird im Estadio da Luz nicht mitwirken können. Andrei Arshavin ist nach seinem leihweisen Transfer von Arsenal zurück zu seinem Stammclub im vergangenen Monat in der Champions League nicht spielberechtigt.

Dafür kehren Torhüter Vyacheslav Malafeev und Verteidiger Domenico Criscito in die Start-Elf zurück.

Die Vorzeichen stehen für Russlands Spitzenreiter nicht schlecht, ist Benfica seit dem 2:3 in St. Petersburg vor drei Wochen doch in ein veritables Zwischentief gerutscht.

Mini-Krise bei Benfica

Seit drei Liga-Spielen wartet Portugals Rekordmeister bereits auf einen Sieg, zuletzt kassierte man eine 2:3-Heimpleite gegen den mit Marc Janko spielenden FC Porto.

"Nun haben wir einmal Unentscheiden gespielt und dreimal verloren. Das macht die Situation nicht leicht, aber so ist nun mal das Leben", meinte Trainer Jorge Jesus.

Richten sollen es Benficas südamerikanische Fraktion. In St. Petersburg standen vier Brasilianer, zwei Argentinier sowie je ein Profi aus Uruguay und Paraguay, aber kein Portugiese, in der Start-Elf.

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