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Real brennt nach 0:4-Pleite auf Revanche

Atletico Madrid gegen Real Madrid ist zu einem absoluten Dauerbrenner geworden.

Sechs Mal trafen die beiden spanischen Topklubs nach dem Champions-League-Finale 2014 schon wieder aufeinander, kein einziges Mal gewann Real.

Diese Negativserie wollen die "Königlichen" nun im wichtigsten Saisonduell, dem Viertelfinale der Champions League, beenden. Atletico hat am Dienstag im ersten Teil Heimrecht.

"Sollten nicht dieselben Fehler begehen"

Atletico hatte 2014 im Finale der Fußball-"Königsklasse" in Lissabon mit 1:4 gegen Real nach Verlängerung verloren. In der laufenden Saison gewann die Truppe von Chefcoach Diego Simeone dafür zum ersten Mal seit der Saison 1950/51 beide Ligaspiele gegen Real (2:1 auswärts/4:0 heim). Zudem hatte Atletico auch in der zweiten Runde der Copa del Rey (2:0/2:2) und im Supercup (1:1/1:0) das bessere Ende für sich.

"Es ist für uns ein schwieriges Spiel, aber genauso für Atletico. Wir sollten nicht dieselben Fehler begehen, die wir in den letzten Duellen gemacht haben", sagte Reals Abwehrspieler Pepe. Und sein Innenverteidiger-Kollege Sergio Ramos ergänzte: "Wir müssen vor dem Tor effektiv sein, unsere Chancen nutzen und so wenige Fehler wie möglich machen, denn in Spielen wie diesen ist kaum Platz für Fehler."

Ronaldo profitiert von Tempo

Real setzt vor allem auf Cristiano Ronaldo. Der portugiesische Superstar hat diese Saison in 43 Pflichtspielen schon 49 Mal getroffen. 38 Treffer gelangen ihm dabei alleine in der Liga, in der Champions League waren es bisher acht Tore. Gemeinsam mit Karim Benzema (6) bildet er das torgefährlichste Sturmduo der Eliteliga, die beiden haben 14 der 21 Real-Tore erzielt.

"Ronaldo profitiert davon, dass wir jetzt mit mehr Geschwindigkeit spielen. Das gibt ihm Platz vor dem Tor", sagte Real-Coach Carlo Ancelotti. Ronaldo hat in den jüngsten vier Pflichtspielen achtmal getroffen. Auch dank seiner Tore konnte der Abstand Reals (73) in der Liga auf Tabellenführer Barcelona (75) nach 31 Spielen zuletzt auf zwei Punkte verringert werden. Atletico (66) kämpft dahinter mit Valencia (62/ein Spiel weniger) und Sevilla (62) nur um Rang drei.

Mandzukic ist fit

"Los Colchoneros" (Die Matratzenmacher) gehen daher wohl trotz der hervorragenden Saisonbilanz im direkten Duell sowie 21 Siegen in den jüngsten 23 Europacup-Heimspielen als leichter Außenseiter ins Rennen.

"Wir haben nicht die Möglichkeiten, die Real Madrid, Barcelona, Bayern München oder Chelsea haben", erklärte Atletico-Stürmer Fernando Torres. Der Aufstieg soll trotzdem gelingen, eine erfolgreiche Titelverteidigung im wichtigsten Europacupbewerb soll es auch weiterhin nicht geben. Eine tragende Rolle könnte Mario Mandzukic spielen, der sich rechtzeitig vor dem Prestigeduell fit meldete.

Eine Serie wird am Dienstag auf jeden Fall zu Ende gehen. Atletico hat alle vier Heimspiele im laufenden Bewerb gewonnen, Real blieb demgegenüber in allen Auswärtspartien siegreich. In der ewigen Bilanz der beiden Teams nach 201 Liga- und Pokalspielen hat Real laut UEFA-Angaben mit 103 Siegen bei 50 Niederlagen und 48 Unentschieden klar die Nase vorne.

Spielt Pirlo gegen Monaco?

Im zweiten Dienstagspiel versucht Juventus Turin vor eigenem Publikum der Favoritenrolle im Duell mit Monaco gerecht zu werden. Bei "Juve" stellt sich die Frage, ob der wiedergenesene Andrea Pirlo gleich in so einer wichtigen Partie zum Comeback kommt. Der 35-jährige Mittelfeld-Regisseur hat seit dem Champions-League-Achtelfinal-Hinspiel gegen Borussia Dortmund am 24. Februar verletzungsbedingt keine Partie bestritten. Pirlo würde der Mannschaft sicher guttun, zumal mit Paul Pogba (verletzt) ein anderer wichtiger Mittelfeldspieler nicht dabei ist.

Juve peilt den erstmaligen Halbfinaleinzug seit der Saison 2002/03 an und hat dabei eine tolle Serie von elf Europacup-Heimspielen ohne Niederlage zu verteidigen. Carlos Tevez und Alvaro Morata sollen den Abwehrriegel der Monegassen, die im laufenden Bewerb erst vier Gegentore kassierten, knacken.

Moutinho hofft auf Überraschung

Das Duo wurde wie andere Stammspieler auch bei der 0:1-Blamage in der Liga gegen Schlusslicht Parma am Samstag geschont. Morata kam ab der 62. Minute zu einem Kurzeinsatz. Trotzdem ist Juve mit zwölf Punkten Vorsprung auf Lazio Rom voll auf Kurs Richtung viertem Serie-A-Titel en suite.

Monaco, CL-Finalist 2004, ist in der französischen Meisterschaft als Dritter auch noch im Titelrennen. "Natürlich ist Juve Favorit, aber nachdem wir Arsenal ausgeschaltet haben, schaut man anders auf uns", hofft Mittelfeldspieler Joao Moutinho auf eine neuerliche Überraschung.

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