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Die Flucht vor der gefürchteten "Yellow Press"

Hat er es schon wieder getan?

In diversen britischen Medien tauchten nach dem Champions-League-Hinspiel vom FC Barcelona bei Manchester City Bilder auf, wo Luis Suarez seinen Gegenüber, Martin Demichelis, beißen soll.

Der Aufschrei war natürlich groß. Erst im Oktober hatte der Wiederholungstäter seine Drei-Monats-Sperre nach dem Biss bei der Weltmeisterschaft gegen Italiens Giorgio Chiellini abgesessen.

Bei Wettanbieter „bet-at-home“ kann man nun sogar für das Rückspiel am Mittwoch (20:45 Uhr) unter dem Link https://www.bet-at-home.com/de/sport/fussball/crazy-road-to-berlin/crazy-bets-runde-4/15604?cid=24104 auf das nächste „Opfer“ tippen. Mitspieler Lionel Messi und der Schiedsrichter inklusive.

Im Endeffekt stellten sich die Vorwürfe gegen den Stürmer aus Uruguay als nichtig heraus. Vielmehr waren sie für Suarez die Bestätigung für den Abschied aus England.

Presse ausschlaggebend für Wechsel

Die vermeintliche Biss-Affäre kostete den 28-Jährigen nur ein müdes Lächeln: „Ich weiß nicht, ob es eine Kampagne der englischen Medien gegen mich gibt. Aber sie vermissen mich scheinbar.“ Ganz Unrecht wird er damit nicht haben. Nur zu gerne berichtete die englische „Yellow Press“ über das „Enfant Terrible“.

Am Ende wurde es dem Stürmer zu viel und so forcierte er seinen 81-Millionen-Wechsel zum FC Barcelona. „Ich bin gegangen, weil ich genug von der Presse hatte“, offenbarte er gegenüber „beIN Sports“.  „Sie kritisieren mich viel und versuchen, Aufmerksamkeit zu erzeugen.“

Zwar ist auch die spanische Presse nicht gerade bekannt dafür, die Topspieler mit Samthandschuhen anzufassen, dennoch steht Luis Suarez weit weniger im Mittelpunkt, als dies noch in England der Fall war.

Erste Tore im Etihad-Stadium

Was abseits dieser Diskussion gerne vergessen wird: Luis Suarez sorgte mit seinem Doppelpack quasi im Alleingang dafür, dass die „Katalanen“ mit einem Bein im Viertelfinale der „Königsklasse“ stehen.

Dabei gelang ihm in zweieinhalb Jahren beim FC Liverpool nie ein Tor, wenn er mit den „Reds“ bei ManCity zu Gast war. Zumindest eine kleine Genugtuung war ihm nach dem Spiel definitiv anzusehen.

Formanstieg in den letzten Wochen

Dass Suarez wie in der Champions League als Matchwinner für Barcelona vom Platz geht, war in seiner Anfangsphase bei Barcelona nicht unbedingt abzusehen. Der Star-Transfer vom Sommer war stets bemüht, dennoch fehlte es noch an der Abstimmung mit den Teamkollegen, Pech im Abschluss kam auch dazu.

„Das hat mich nicht beunruhigt. Ich bin sehr selbstkritisch und war es vor allem in der Phase, als ich keine Tore und Vorlagen ablieferte“, berichtet Suarez. Diese Coolness zahlte sich auch aus, mittlerweile stehen bei Barca 13 Treffer in 27 Spielen zu Buche.

Was dem Teamplayer allerdings mindestens gleich wichtig ist wie seine Tore, sind die beeindruckenden 15 Assists, die er bis dato lieferte. „Ich helfe dem Team und fühle mich dadurch immer wichtig“, weiß er auch um seine Rolle in der Offensive der „Blaugrana“, die auf Lionel Messi ausgelegt ist.

„Lebe meinen Traum“

Da es für Suarez also nicht nur privat, sondern auch sportlich gut auf der iberischen Halbinsel läuft, ist eine baldige Rückkehr in das „Mutterland des Fußballs“ überaus unwahrscheinlich.

Dieses Duo funktioniert

„Ich bin sehr glücklich bei Barca. Ich lebe hier meinen Traum und spiele für den besten Klub der Welt. Auch meine Familie ist hier sehr glücklich“, lässt der Südamerikaner erst gar keine Wechselgerüchte zu. Die Integration in die Mannschaft war ohnehin kein Problem: „Ich pflege zu allen eine tolle Beziehung. Natürlich gab es von Beginn an Leute, mit denen ich mich besser verstand und die mir näher standen als andere, aber die Wahrheit ist, dass ich mit allen grandios auskomme.“

Mit der englischen Presse muss er sich zumindest in dieser Saison wohl am Mittwoch das letzte Mal auseinandersetzen. Es sei denn er beißt tatsächlich noch einmal zu.

Dann hätte die „Yellow Press“ neuen Stoff für die nächsten Wochen. Und jemand anders wäre wohl um das 100-fache seines Einsatzes reicher. (https://www.bet-at-home.com/de/sport/fussball/crazy-road-to-berlin/crazy-bets-runde-4/15604?cid=24104)

 

Julian Saxer

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