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"Ziel, bei einem internationalem Topklub zu spielen"

Mit gerade einmal 20 Jahren hat Marcel Sabitzer bereits einige internationale Erfahrung vorzuweisen.

Zwei Länderspieltore hat der Angreifer für Österreich erzielt, im Vorjahr war er mit Rapid in der Gruppenphase der Europa League im Einsatz.

Den Kindheitstraum von der Champions League will sich der Steirer am Mittwoch (20.45 Uhr) in Malmö mit Meister Red Bull Salzburg erfüllen.

Entgegen aller Kritik

"Auf jeden Fall, das ist das wichtigste Spiel meiner Karriere", erklärte Sabitzer im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur. Die Königsklasse sei ein "Hauptgrund" für seinen viel beachteten Transfer von Rapid über Leipzig nach Salzburg gewesen.

"Ich bin mit dem Ziel Champions League hierhergekommen, das ist ein Traum für jeden Fußballer. Die Gruppenphase zu erreichen, wäre das bisherige Highlight meiner Karriere."

Dafür nahm Sabitzer auch bewusst den harten Konkurrenzkampf in Salzburg in Kauf.

"Viele haben nach dem Wechsel gesagt, dass ich sowieso nicht so viele Einsätze bekomme", erinnerte der Offensivspieler. Bisher hat er neun von zehn Pflichtspielen bestritten, sechs davon in der Startformation.

Einzig zuletzt gegen Altach (5:0) erhielt er von Trainer Adi Hütter eine Pause. In fünf Ligaspielen stehen drei Tore und drei Assists zu Buche.

"Bin keiner, der großartig nachdenkt"

"Die Qualität im Kader ist hoch, das weiß ich", versicherte Sabitzer. "Ich freue mich über jede Minute." Sein Konkurrent im Sturm heißt Alan.

Dennoch hofft Sabitzer wie im Hinspiel (2:1) auf einen Einsatz von Beginn an. "Wenn nicht, dann geht die Welt aber auch nicht unter", sagte der Jungteamspieler, als dessen große Stärke seine Unbekümmertheit gilt.

"Ich bin keiner, der großartig nachdenkt." Sein Erfolgsgeheimnis für Malmö: "Wir müssen kühlen Kopf bewahren."

Die Champions League sieht Sabitzer auch als Sprungbrett. "Damit kann man sich auch für andere Sachen interessant machen", erklärte der Youngster.

Für das Nationalteam zum Beispiel, in dem er trotz seiner Tore im Frühjahr gegen Island (1:1) und Tschechien (1:2) noch nicht zum Stammpersonal zählt, oder für ausländische Großvereine.

Sabitzer: "Irgendwann ist es schon das Ziel, bei einem internationalem Topklub zu spielen."

Salzburg noch lange nicht alles

Vorerst steht Sabitzer bis 2018 beim Partnerklub RB Leipzig unter Vertrag, ist vom deutschen Zweitligisten aber an Salzburg verliehen. Dort sieht er auch seine mittelfristige Zukunft.

"In dieser Situation ist es wichtig, dass ich so viele internationale Spiele wie möglich mache", begründete der Angreifer, warum er Salzburg Leipzig vorziehe. "Die Weiterentwicklung geht so vielleicht ein bisschen schneller."

Auf seinem Zenit wähnt sich Sabitzer nämlich noch lange nicht. "Es geht in die richtige Richtung. Ich bin aber noch nicht dort, wo ich mich haben will", betonte der 20-Jährige, der sich schrittweise an das System der Bullen gewöhnt.

"Natürlich ist die neue Spielanlage eine Umstellung." Für Malmö sei das aber unerheblich. "Leistung bringen und aufsteigen", lautet die Devise.

Sabitzer drückt Rapid die Daumen

Das gilt auch für seinen Ex-Club, der in der EL-Quali ein 1:2 gegen HJK Helsinki aufholen muss. Sabitzer fühlt sich Rapid noch immer verbunden - trotz Fan-Anfeindungen, denen er nach seinem Transfer zum Ligarivalen ausgesetzt war.

"Am Anfang hat es mir wehgetan. Aber die Leute im Team verstehen es, wenn man den nächsten Schritt machen will." Der Einzug in die Gruppenphase sei für die Wiener enorm wichtig. "Ich wünsche es ihnen, dass sie es schaffen."

Auf Sabitzer selbst kommen skandinavische Wochen zu, geht es doch in zwei Wochen (8. September) zum Auftakt der EM-Qualifikation ebenfalls gegen Schweden.

"Ganz Österreich hat hohe Erwartungen", sagte der sechsfache Internationale. "In den vergangenen zweieinhalb Jahren ist sicher viel weitergegangen. Wir haben Schritte nach vorne gemacht."

Insofern müsse die Qualifikation für ein Großereignis auch das Ziel sein.

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