"Wir sind noch am Leben - und sehr gefährlich"

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„Wir sind noch am Leben – und sehr gefährlich.“

Carlo Ancelotti richtete eine Kampfansage an die Konkurrenz.

Nach dem knappen, aber verdienten 1:0-Sieg im CL-Viertelfinal-Rückspiel gegen Atletico Madrid, der nach dem torlosen Remis im Hinspiel den Aufstieg in die Vorschlussrunde bedeutete, lebt der Traum der (erstmaligen) Titelverteidigung.

Der Italiener, der die „Königlichen“ im Vorjahr zum ersten Titel in der Königsklasse seit 2002 führte, sieht in diesem Kraftakt gegen den Stadtrivalen mehr als nur den Aufstieg. „Das war das Schlüsselspiel für den Rest der Saison“, stellte er selbstbewusst klar.

Ein Ergänzungsspieler als Matchwinner

Nachdem er aufgrund der Verletzungen von Gareth Bale, Luka Modric und Karim Benzema zu Umstellungen gezwungen wurde, war es ausgerechnet der ansonsten als Ergänzungsspieler fungierende Javier Hernandez, genannt „Chicharito“, der mit seinem Treffer in der Schlussphase für die Entscheidung sorgte.

„Er hat dieses wichtige Tor verdient, weil er auch in schweren Zeiten, als er kaum gespielt hat, nie aufgegeben hat“, freute sich der Trainer mit seinem Schützling und lobte diesen über den grünen Klee. „Er hat sehr gut gespielt, mit großem Einsatz. Ich freue mich für ihn.“

Das Erbschen, so Hernandez‘ Spitzname übersetzt, hielt den Ball lieber flach und dachte ans Kollektiv statt an sich selbst. „Ich habe am Ende das Tor geschossen, aber der Sieg gehört dem gesamten Team.“ Von einem Einsatz wusste er bereits seit ein paar Tagen und konnte sich daher auf die große Aufgabe einstimmen.

Lob für den Trainer

Mittelfeldmotor Toni Kroos ließ es sich nicht nehmen, seinem Trainer zu huldigen. „Es ist gut, wenn man einen Trainer hat, der Ruhe bewahrt und nicht in Aktionismus verfällt.“ Der Aufstieg sei mehr als verdient, denn Atletico hatte über zwei Spiele hinweg „keine klare Torchance“.

Großen Anteil am Erfolg, so waren sich alle einig, hatte auch das Publikum, das wie eine Wand hinter Real stand und das Team 90 Minuten nach vorne peitschte. „Was die Fans vor und im Stadion gemacht haben, war sensationell. Sie haben das Spiel ein Stück weit gewonnen“, erklärte etwa Kroos.

Simeone ist "stolz" auf sein Team

Diego Simeone, der nach der Final-Niederlage im Vorjahr erneut gegen den Erzrivalen die Segel streichen musste, haderte mit dem vorzeitigen Aus, vor allem aber mit dem Platzverweis gegen Arda Turan.

„Dass er vom Platz geschickt wurde, hat den Gegner gestärkt. Den Platz konnten sie nutzen.“ Die Entscheidung des Schiedsrichters kritisierte er zwar nicht, stellte sie aber zumindest in Frage. „Man kann die Karte geben, man kann es aber auch bei einer Verwarnung belassen.“

Letztendlich bedeutete Gelb-Rot in der 76. Minute gegen den 28-Jährigen eine Vorentscheidung, die Real schließlich zu nutzen wusste. Simeone hielt trotz allem fest: „Ich bin stolz auf meine Spieler.“

Am Leben blieb allerdings nur Real.

 

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