Aufmacherbild

Hütter: "Es treffen zwei Spielkulturen aufeinander"

Beeindruckt ist Adi Hütter aus Malmö zurückgekehrt.

"Sie haben vor allem Moral gezeigt", kommentierte der Trainer von Österreichs Fußball-Meister Red Bull Salzburg das Match, in dem der kommende Gegner im Champions-League-Play-off am Mittwochabend ein 0:2 gegen Örebro noch in einen 3:2-Sieg umgewandelt hatte.

Der schwedische Meister Malmö FF hatte sechs Tage vor dem Hinrunden-Duell mit dem österreichischen Champion erfolgreich auf den Rückstand reagiert.

"Körperbetont und athletisch"

"Sie haben mit einem 4-4-2 begonnen und dann auf 4-3-3 umgestellt", so Hütter, der insgesamt bei seinem Beobachtungstrip auf bekannte Umstände getroffen war:

"Die Spielweise ist typisch skandinavisch, die Abwehr körperbetont und athletisch. Am Dienstag werden zwei Spielkulturen aufeinandertreffen."

Defensivmann Franz Schiemer freut sich schon auf das Duell mit Malmö, über das Salzburg im siebenten Anlauf endlich in die CL-Gruppenphase gelangen will.

Das erste Match steigt am Dienstag in Salzburg, davor geht es in der heimischen Liga am Samstag aber noch zur Admira. "Die Umstellung ist leicht, weil die Meisterschaft unser tägliches Brot ist", beruhigte Schiemer.

Match auf Augenhöhe

Zuletzt brillierten die Salzburger mit dem 8:0-Vereins-Liga-Rekordsieg gegen Grödig. Auch gegen die Admira, gegen die sich Salzburg immer schwergetan hat, soll aber möglichst ein Sieg her. Schiemer: "Wir wollen ja mit einem Erfolgserlebnis ins Malmö-Spiel gehen."

Schiemer erwartet gegen Malmö ein Match auf Augenhöhe und stuft die Chancen mit 50:50 ein. "In dieser Phase gibt es keinen Selbstläufer, das haben wir schon gegen Karabach gesehen. Aber wir sind alle sehr heiß auf diese beiden Spiele."

Dass Goalgetter Markus Rosenberg gegen Örebro wieder getroffen hat, kratzt den Defensivmann wenig. "Gegen ihn habe ich bereits im Nationalteam gespielt."

"Für mich zählt nur das Sportliche"

Zur medialen Attacke des schwedischen Boulevardblattes "Aftonbladet", das in einem Kommentar Red Bull Salzburg u.a. als "grässlichstes Fußball-Team der Welt" diffamiert hatte, wollte Trainer Hütter nichts sagen.

"Für mich zählt nur das Sportliche", winkte er ab. Salzburg hat aber bereits reagiert und mit dem gegnerischen Club Kontakt aufgenommen.

Malmö distanziere sich vollends, versicherte man am Donnerstag in Salzburg. Von der Zeitung sei eine Entschuldigung angebracht.

Mehr zum Thema Zum Seitenanfang»