PSG nach Krimi weiter - Bayern Kantersieg

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Paris Saint Germain hat ein wahres Husarenstück vollbracht und das Viertelfinale der Champions League erreicht.

PSG rang Chelsea dank eines 2:2-Auswärtsremis nach Verlängerung nieder. Nach 90 Minuten war es wie im Hinspiel 1:1 gestanden. Dabei mussten die Gäste aus Frankreich ab der 31. Minute in Unterzahl auskommen, denn Starstürmer Zlatan Ibrahimovic sah die Rote Karte.

Unglücklicher Start für PSG

Der Ausschluss des Schweden war der erste große Aufreger einer intensiven Partie. Ibrahimovic und Oscar krachten im Zweikampf um den Ball aneinander, der niederländische Referee Björn Kuipers zückte daraufhin - wohl stark überzogen - Rot für den Paris-Goalgetter (31.).

Paris musste also in Unterzahl auf Sieg spielen und fand mit nur zehn Mann auch die erste Topchance vor. Edinson Cavani umkurvte Chelsea-Goalie Thibaut Courtois, traf aber aus spitzem Winkel nur die Stange (58.).

Auch bei einem Schuss von Javier Pastore war Courtois Chelseas Retter (70.). Im hektischen Finish fand dann auch Chelsea die ersten Chancen vor und erzielte das 1:0. Nach Eckball von Cesc Fabregas schoss Gary Cahill wuchtig zum 1:0 ein (81.).

Unglaublicher Kampfgeist

Doch Paris gab nicht auf und kam durch einen Kopfball von David Luiz zum verdienten Ausgleich (86.). In der Verlängerung avancierte dann PSG-Captain Thiago Silva zunächst zum Pechvogel und dann zum Helden.

Ein Handspiel des Brasilianers bescherte Chelsea einen Elfmeter, den Eden Hazard lässig zum 2:1 verwertete (95.).

Silva scheiterte dann zunächst per Kopf am überragenden Courtois (114.). Beim darauffolgenden Eckball sprang Silva aber wieder am höchsten und diesmal streckte sich der belgische Goalie vergeblich und es stand 2:2 (114.).

Bayern problemlos

Bayern München hat am Mittwoch in eindrucksvoller Manier das Viertelfinale der Fußball-Champions-League erreicht.

Die Bayern, bei denen David Alaba durchspielte, brausten nach dem torlosen Auswärtsmatch daheim über Schachtar Donezk mit 7:0 (2:0) hinweg. Die zweite Mittwoch-Partie Chelsea gegen Paris Saint Germain ging in die Verlängerung.

Schnelle Vorentscheidung

Die Bayern waren im Achtelfinal-Hinspiel in Donezk nicht über eine Nullnummer hinausgekommen. In München wurde das große Zittern aber bereits in den ersten Minuten der Partie beendet.

Alexander Kucher brachte den durchbrechenden Mario Götze im Strafraum von hinten zu Fall, kassierte dafür die früheste Rote Karte der CL-Geschichte (3.) und verschuldete gleichzeitig auch einen Elfmeter.

Thomas Müller verwertete souverän ins linke Eck und stellte auf 1:0 (4.). Ein Powerplay von Alaba, der seine Rolle als Linksverteidiger einmal mehr extrem offensiv auslegte, und Co. war die Folge.

Treffer Nummer zwei schien nur eine Frage der Zeit zu sein, gefallen ist das 2:0 dann in der 34. Minute. Der aufgerückte Verteidiger Jerome Boateng staubte aus kurzer Distanz ab.

Robben muss vor der Pause runter

Einziger Wermutstropfen für die Bayern vor der Pause war die verletzungsbedingte Auswechslung von Arjen Robben, der Niederländer musste aufgrund eines eingeklemmten Nervs im Rücken früh vom Rasen (19.).

Nach der Pause rauschten die Bayern, die zum vierten Mal in Serie im Viertelfinale stehen, über die Ukrainer so richtig hinweg. Franck Ribery erhöhte nach Doppelpass mit Alaba auf 3:0 (49.), 123 Sekunden später stellte Müller auf 4:0 (52.). Holger Badstuber steuerte per Kopf das 5:0 und den ersten CL-Treffer seiner Karriere bei (63.)

Robert Lewandowski sorgte fürs 6:0 (75.), den Schlusspunkt setzte mit dem 7:0 Götze (87.). Die Bayern stellten damit ihren bis dato höchsten Sieg in der CL-Geschichte (2012 im Achtelfinale 7:0 gegen den FC Basel) ein.

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