Aufmacherbild

Real Madrid feiert sicheren Sieg auf Schalke

Real Madrid hat den nächsten Schritt zur erstmaligen erfolgreichen Titelverteidigung eines Champions-League-Siegers gemacht.

Die Spanier gewannen am Mittwochabend das Achtelfinal-Hinspiel der "Königsklasse" bei Schalke 04 verdient 2:0 (1:0) und haben nun im Heimspiel am 10. März alle Trümpfe in der Hand.

Im zweiten Mittwochspiel trennten sich der FC Basel und der FC Porto mit einem 1:1.

Schalke besser als im Vorjahr

Der erste Teil der Neuauflage des Vorjahres-Achtelfinales war deutlich spannender, der Aufsteiger dürfte allerdings der gleiche wie 2014 sein, als sich Real mit einem Gesamtscore von 9:2 durchgesetzt hatte.

Matchwinner für Real war Cristiano Ronaldo mit einem Tor (26.) und Assist. Den zweiten Treffer steuerte Marcelo (79.) bei.

Für die "Königlichen" war es schon der zehnte Sieg in der Champions League (CL) hintereinander, dabei haben sie es auf ein Torverhältnis von 27:3 gebracht.

Fuchs nur auf der Bank

Die zuletzt wenig überzeugenden Madrilenen blieben auch in Gelsenkirchen zu Beginn farblos. Schalke hatte ohne den nur auf der Bank gesessenen ÖFB-Teamkapitän Christian Fuchs mehr vom Spiel und auch die ersten gefährlichen Momente.

Dennis Aogo schoss vom Sechzehner deutlich drüber (20.), bei einem Flachschuss von Klaas-Jan Huntelaar musste sich Real-Goalie Iker Casillas erstmals auszeichnen (25.).

Von Real war bis dahin gar nichts zu sehen, umso überraschender kam deshalb der Führungstreffer der Gäste.

Dani Carvajal wurde von Aogo nicht attackiert, konnte flanken und Ronaldo bugsierte den Ball aus rund sechs Metern per Kopf ins Netz (26.).

Für den portugiesischen Superstar war es bereits der sechste Treffer im siebenten CL-Saisonspiel, in der Rekord-Torjäger-Wertung rückte der 30-Jährige mit Treffer Nummer 73 bis auf zwei Tore an Spitzenreiter Lionel Messi heran.

Schalker vom Rückstand geschockt

Die Schalker schienen geschockt, die Madrilenen waren plötzlich wachgerüttelt und kamen dem 2:0 sehr nahe.

Einen Benzema-Abschluss hielt der 19-jährige Timon Wellenreuther bei seinem CL-Debüt im Nachfassen vor der Linie (31.). Das Tormanntalent, das aufgrund der Verletzungen von Ralf Fährmann und Fabian Giefer zum Zug kommt, konnte sich auch bei einem Ronaldo-Freistoß auszeichnen (35.).

Da war der erst von einer Krankheit genesene Schalke-Stürmer Huntelaar gar nicht mehr auf dem Feld, schied er doch in der 33. Minute verletzungsbedingt aus. Für ihn kam der erst 19-jährige Felix Platte zu seinem ersten CL-Einsatz.

Nach dem Seitenwechsel schaltete Real einen Gang zurück, die Partie wurde dadurch offener, allerdings fehlten auf beiden Seiten lange Zeit die Höhepunkte. Erst in den letzten 20 Minuten wurde das Geschehen interessanter.

Aufseiten der Gäste verfehlte Isco das Kreuzeck aus guter Position (72.). Wenige Minuten später hatten die Schalker Fans schon den Torschrei auf den Lippen. Ein toller Platte-Abschluss sprang aber von der Latte zurück ins Feld, den Nachschuss von Atsuto Uchida konnte Casillas abwehren (76.).

Marcelo macht alles klar

Die vergebene Doppel-Topchance rächte sich prompt: Nach Ronaldo-Vorarbeit zog Marcelo vom Sechzehner ab und traf unhaltbar für Wellenreuther genau ins Kreuzeck (79.).

Damit war die Entscheidung zugunsten der Mannschaft von Coach Carlo Ancelotti endgültig gefallen.

Für Schalke war es die zweite Pflichtspiel-Niederlage ohne Torerfolg en suite nach dem 0:1 bei Eintracht Frankfurt in der Liga am Samstag.

Real bislang der einzige Sieger

Real bleibt damit nach vier Achtelfinalspielen der einzige Sieger bisher. Nach den Dienstagduellen Schachtar Donezk - Bayern München (0:0) und Paris St. Germain - Chelsea (1:1) gab es auch beim Aufeinandertreffen des FC Basel mit dem FC Porto mit einem 1:1 ein Unentschieden.

Der Schweizer Serienmeister legte einen Traumstart hin, ging schon mit der vor der Pause einzigen gefährlichen Aktion durch Derlis Gonzalez (11.) voran.

Nach dem Seitenwechsel wurde ein Treffer der Portugiesen durch Casemiro (48.) noch aberkannt, dafür sorgte sein brasilianischer Landsmann Danilo mit einem verwerteten Elfmeter noch für den leistungsgerechten Ausgleich.

Mehr zum Thema Zum Seitenanfang»