Barca steht als erster Finalist fest

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Der FC Barcelona steht wie erwartet im Finale der Champions League. Die Katalanen gerieten am Dienstag im Halbfinal-Rückspiel bei Bayern München nie ernsthaft in Gefahr.

Am Ende genügte ihnen nach 2:1-Pausenführung eine 2:3-Niederlage zum Einzug ins Endspiel am 6. Juni in Berlin. Das Hinspiel hatte Barca klar mit 3:0 für sich entschieden.

Furioser Start der Bayern

Die Bayern rehabilitierten sich durch Tore von Mehdi Benatia (7.), Robert Lewandowski (59.) und Thomas Müller (74.). Ein Doppelpack von Neymar (15., 29.) hatte aber bereits vor Seitenwechsel alle Aufstiegshoffnungen zunichtegemacht.

Der Endspielgegner von Barcelona wird am Mittwochabend zwischen Real Madrid und Juventus Turin ermittelt. Das Hinspiel hatten die Italiener zu Hause 2:1 gewonnen.

Neben ÖFB-Star David Alaba mussten die Bayern weiterhin ohne ihre verletzten Schlüsselspieler Arjen Robben und Franck Ribery auskommen. Barca dagegen trat mit seinem Traumsturm Lionel Messi, Luis Suarez und Neymar in Bestbesetzung an. Im Gegensatz zum Hinspiel präsentierten sich die Münchner diesmal zumindest ebenbürtig. Die Barca-Abwehr wirkte immer wieder fehleranfällig.

Benatia ließ die Bayern mit einem frühen Kopftor nach Corner von Xabi Alonso noch einmal auf eine Aufholjagd hoffen. Diese gelang im Gegensatz zum Viertelfinale gegen den FC Porto allerdings nicht.

Neymar besorgt Vorentscheidung

Neymar sorgte jeweils nach Vorarbeit von Suarez für klare Verhältnisse. Erst legte Suarez nach Idealpass von Messi uneigennützig für den Brasilianer ab (15.). Dann setzte er ihn mit einer zielgenauen Flanke ein und Neymar traf ins kurze Eck (29.).

Die Bayern dagegen verzweifelten am glänzenden Barca-Keeper Marc-Andre ter Stegen. Erst fischte der Deutsche einen Kopfball von Thomas Müller aus dem Kreuzeck (19.).

Dann war er auch gegen Lewandowski (27.) und Bastian Schweinsteiger (38.) auf dem Posten. Seine größte Tat zeigte Ter Stegen aber bei einem Schuss von Lewandowski, den er nach einem Reflex gerade noch von der Linie kratzte (40.).

Bayern drehen die Partie

Auf der Gegenseite musste Manuel Neuer nur bei einer Doppelchance von Ivan Rakitic und Neymar all sein Können aufbieten (5.). Suarez wurde in der zweiten Hälfte bereits geschont. Dann wurden aber auch Barcas Abwehrschwächen bestraft.

Lewandowski tanzte auf engstem Raum Javier Mascherano aus und schlenzte den Ball ins rechte Eck. Ebendort brachte auch der von Schweinsteiger eingesetzte Müller von der Strafraumgrenze das Spielgerät unter.

Barca träumt vom Triple

Zu mehr reichte es für die Bayern nicht mehr. Immerhin beendeten sie eine Negativserie von zuletzt vier Pflichtspielniederlagen in Serie. Barcelona dagegen kassierte nach zuletzt acht Siegen in Folge wieder eine Niederlage. Dennoch dürfen die Katalanen weiterhin vom Triple träumen. In der spanischen Liga sind sie Tabellenführer, dazu stehen sie im Copa-Finale.

Die Bayern dagegen müssen sich mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft begnügen. Auch im Pokal ist der Titelverteidiger bereits ausgeschieden. Alaba, der nach seinem Innenbandriss im Knie diese Woche ins Mannschaftstraining einsteigen soll, dürfte damit in dieser Saison kein Spiel mehr für die Bayern bestreiten. Am 14. Juni steht Österreichs wichtiges EM-Qualifikationsspiel gegen Russland auf dem Programm.

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