Schmidt: "Ich konnte schon einiges bewegen!"

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Pünktlich um 11:45 Uhr hob Red Bull Salzburg zum CL-Quali-Spiel nach Düdelingen ab.

Trainer Roger Schmidt konnte zu Fuß vom Bundesliga-Kickoff im Hangar-7 über das Rollfeld zum Flieger gehen.

Davor lernte er seine Kollegen von den anderen neun Bundesligisten kennen. Für regen Gedankenaustausch blieb aber nur wenig Zeit.

 Rudelbildung um Schmidt

Zu gefragt war der Deutsche als Interviewpartner bei den anwesenden Medienvertretern, die Schlange standen.

LIVE: F91 Dudelange - Red Bull Salzburg, ab 18:30 Uhr

Nachdem die Rudelbildung um den ersten Transfer von Sportdirektor Ralf Rangnick aufgelöst war, nahm sich der 45-Jährige ausführlich Zeit für sein erstes LAOLA1-Interview.

Herausgekommen ist ein Gespräch über die ersten Wochen in Meister-City, den Auftakt zur CL-Quali gegen Dudelange, Stefan Maierhofer und das Wiedersehen mit seinem alten Bekannten Peter Hyballa.

LAOLA1: Herr Schmidt, bei der Pressekonferenz der Bundesliga haben Sie erstmals ihre Trainer-Kollegen kennengelernt. Spüren Sie schon ein bisschen das Kribbeln?

Roger Schmidt: Für mich fühlt es sich erst richtig an, wenn wir am Samstag im Stadion sind, wenn es gegen Sturm Graz endlich wieder losgeht. Davor haben wir aber ein wichtiges Spiel gegen Dudelange in der Qualifikation zur Champions League.

LAOLA1: Sie sprechen von einem wichtigen Spiel, aber gegen den Meister aus Luxemburg darf doch nichts schief gehen, oder?

Schmidt: Wir nehmen den Gegner auf jeden Fall sehr ernst, haben Dudelange in den beiden Spielen gegen Tre Penne auch beobachten lassen. Klar, wir sind Favorit, deshalb nehmen wir den Gegner aber trotzdem nicht auf die leichte Schulter.

LAOLA1: Die Fans erwarten einen Kantersieg?

Schmidt: Sicher wollen wir uns eine gute Ausgangsposition verschaffen für das Heimspiel nächste Woche. Wenn uns das gelingt, haben wir alle Chancen uns durchzusetzen. Je deutlicher, desto lieber natürlich. Danach wird es sowieso immer schwerer, die Gegner besser. Dann wird man sehen, ob wir wirklich reif für die Champions League sind und diesen absoluten Willen auf den Platz bringen, um dieses außergewöhnliche Erlebnis zu schaffen.

LAOLA1: Sind drei Wochen mit einer neuen Mannschaft viel Zeit für einen Trainer, um ihr seine Vorstellungen und Ideen einzuimpfen?

Schmidt: Die Zeit hat sicher gereicht, um der Mannschaft zu vermitteln, was ich möchte. Wir haben uns jeden Tag ein bis zwei Mal gesehen, ich habe viele Gespräche mit den Spielern geführt. Dazu viele Testspiele. Da kann man schon einiges bewegen.

LAOLA1: Zum Beispiel?

Schmidt: Dass es nur über die fußballerische Geschlossenheit geht. Die Mannschaft muss funktionieren, jeder muss sich so einbringen, dass das Beste dabei rauskommt. Wenn alle Spieler so denken, ist die Basis geschaffen. Dann muss man an der fußballerischen Qualität arbeiten, an der Spielidee, damit jeder einzelne Spieler weiß, was er auf dem Platz und in den verschiedensten Situationen zu tun hat. Und wir haben sicher die Qualität im Kader um diesen Ansprüchen gerecht zu werden.

LAOLA1: Aber sprechen wir nach drei Wochen noch von der Basisarbeit oder sind Sie bereits weiter im Plan?

Schmidt: Das kann man so nicht sagen. Ich sehe jetzt schon Sachen auf dem Platz, die wir bereits umsetzen, obwohl sie erst kurz trainiert haben. Natürlich hängt viel vom Gegner ab, es stehen ja nicht nur unsere elf Männchen am Feld. Fußball ist komplizierter, aber ich bin mit dem Ist-Zustand schon sehr zufrieden. Und jetzt werden wir Woche für Woche daran arbeiten, um besser zu werden.

LAOLA1: Sie haben die Wichtigkeit einer funktionierenden Mannschaft angesprochen. Stefan Maierhofer trifft seit dem Abgang von Leonardo noch besser als je zuvor?

Schmidt: Ach, das ist doch nichts Neues. Stefan ist ein Spieler, der auch in der Vergangenheit seine Tore gemacht hat. Er kann das gut, aber natürlich profitiert er auch von den anderen Spielern. So muss das sein, jeder bringt seinen Beitrag, um gemeinsam erfolgreich zu sein.

LAOLA1: Am Samstag wartet dann der Bundesliga-Auftakt in Graz. Mit Sturm-Trainer Peter Hyballa sind Sie bestens vertraut, was wissen Sie schon über den Meister der vorletzten Saison?

Schmidt: Ganz ehrlich: Noch relativ wenig. Ich beschäftige mich mit Sturm nach dem Match gegen Dudelange. Aber ich freue mich auf das Wiedersehen mit Peter, wir kennen uns aus der letztjährigen Zweitliga-Saison in Deutschland. Das wird ein super Auftakt.

LAOLA1: Welche Erinnerungen haben Sie an das letzte Aufeinandertreffen?

Schmidt: Es war Freitagabend, ein Spiel unter Flutlicht. Beide Mannschaften hatten gute Chancen, wir haben zahlreiche gute Möglichkeiten liegen gelassen. Aber am Ende hieß es 0:0.

LAOLA1: Wären Sie mit diesem Ergebnis auch am Samstag zufrieden?

Schmidt: Nein. Bei allem Respekt vor jedem Gegner. Aber wenn die Spieler das Trikot anhaben, dann wollen wir gewinnen. Das ist meine Denkweise, ich kann mich nicht damit anfreunden Unentschieden zu spielen. Das habe ich ja schon vor dem Spiel.

LAOLA1: Wir danken für das Gespräch.

Das Interview führte Stephan Schwabl

 

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