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Buhmann Robben? Das Bashing nervt!

Ein Kommentar von Christoph Nister

Erst der verschossene Elfmeter gegen Borussia Dortmund, nun jener gegen den FC Chelsea. Dazu noch eine von Franck Ribery verpasste Ohrfeige. Die letzten Wochen waren für Arjen Robben wahrlich nicht einfach.

Als wäre das nicht schlimm genug, schlägt ihm nach dem K.o. im Champions-League-Finale eine Welle der Abneigung entgegen. Robben sei ein Ego-Shooter, denke nur an sich und gefährde damit den Erfolg des FC Bayern. An ihm habe es gelegen, dass den Münchnern Meistertitel und Europacup-Triumph versagt blieben.

Es wird noch schlimmer: Fans diverser Lager machen sich über den 28-Jährigen lustig und freuen sich, dass er zum Buhmann abgestempelt wird. Doch langsam sollte es genug sein: Das Robben-Bashing nervt!

Keine Frage, der Flügelspieler ist mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein ausgestattet und genießt das Bad in der Menge, sofern er zuvor entscheidende Treffer erzielt hat. Doch muss ihm das wirklich übel genommen werden? Rechtfertigt das die Schmährufe gegen seine Person? Keineswegs.

Robben ist einer, der Verantwortung übernimmt. Einer, der mutig vorangeht und keine Angst vor dem Gegner zeigt. Der 54-fache Internationale ist einer, der jedem Gegner wehtun kann. Solche Alphatiere sind wichtig für einen Verein.

Ja, er hat zwei bedeutende Elfmeter verschossen. Das passierte aber schon vielen Superstars. Messi, Ronaldo, Terry, Baggio, Seedorf oder Baresi haben in ähnlichen Situationen die Nerven versagt.

Man muss den Niederländer nicht mögen und man muss ihn schon gar nicht bejubeln. Eines sollte man aber doch: Diesem Weltklassespieler den nötigen Respekt erweisen.

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