Somit richtet sich der Blick nach vorne. "Wir haben in den ersten Spielen gezeigt, dass wir viele Tore schießen können. Wir brauchen uns also auch nicht allzu viele Sorgen machen, weil wir ja zu den Chancen kommen. Auf diesem Niveau gegen so einen Gegner zu so vielen Möglichkeiten zu kommen, das reicht normalerweise. Unser Bestreben muss natürlich sein, dass wir weniger Treffer kassieren."

Es geht um die Weiterentwicklung

Das soll auf internationaler Ebene am 22. und 29. August verbessert werden, wenn die Europa-League-Playoffs auf dem Programm stehen. Salzburg ist am Freitag bei der Auslosung in Nyon gesetzt.

"Jetzt geht es einmal darum, dass wir uns in der Meisterschaft und in der Europa League weiterentwickeln. Dazu gehört auch, dass wir dieses Jahr international spielen", so Rangnick.

Schmidt sprach nach dem Fenerbahce-Spiel von einem Drama, sollte sich seine Mannschaft nach solchen Leistungen nun auch für diese Gruppenphase nicht qualifizieren.

LAOLA1 fragte bei Rangnick nach: Ist die Europa League nun ein Muss?

"Es sollte mit unserer Mannschaft einfach der Anspruch sein. Sie ist in der Lage, international zu spielen, deswegen sollte es sie auch tun. Das wäre für die Entwicklung der Mannschaft und jedes einzelnen Spielers enorm wichtig."

Bislang zufrieden

Spiele wie gegen Fenerbahce braucht diese junge und eher Europacup-unerfahrene Mannschaft tatsächlich. Schließlich soll es kommendes Jahr dann wirklich mit der Champions League klappen.

Mit der Entwicklung unter Trainer Schmidt zeigt sich Rangnick zufrieden. "Dass wir eine gute Mannschaft haben, war mir vergangene Saison schon klar. Sie hat sich im letzten Jahr enorm entwickelt. Sie hat genug Qualität, genug Schnelligkeit, Technik sowieso und mittlerweile auch einen guten Plan gegen den Ball", so der Schwabe, der aber noch einmal auf Fener zurückkommt.

"Wir hatten in allen drei Situationen, die zu Gegentoren führten, Ballbesitz. Da haben wir auch ein Stück weit zu sorglos agiert, in einer Phase, wo der Gegner noch Kraft hatte und sie uns auch attackierten. Nach der Pause war das völlig anders, da waren sie stehend K.o.", erkannte Rangnick.

Den Weg konsequent weitergehen

Die Chancen wurden dennoch nicht verwertet, doch das stimmt den Sportchef ebenso nicht nachdenklich. "Unsere Spieler wie Soriano, Alan, Kampl, Meilinger und Mane sind durchaus in der Lage, Tore zu machen, das haben sie bewiesen. Da bin ich überhaupt nicht pessimistisch."

Kurzum: Der eingeschlagene Weg muss einfach konsequent weitergegangen werden.

Rangnick: "Das tun wir auch, aber es hätte natürlich auch den Spielern gut getan, wenn wir in der Champions League hätten spielen können. Jetzt müssen wir schauen, dass wir uns definitiv für die Europa League qualifizieren, damit es der Mannschaft hilft, sich auf diesem Niveau weiterzuentwickeln. Das ist für mich der Hauptpunkt, international zu spielen."

Die Europa-League-Gruppenphase nun also als Quasi-Muss für Spieler und Trainer.

 

Bernhard Kastler

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