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Der Ruhrpott feiert, ManCity resigniert

ÖFB-Teamkapitän Christian Fuchs hat am Mittwochabend den FC Schalke 04 ins Achtelfinale der Champions League geschossen.

Die weiter ungeschlagenen Königsblauen durften nach dem 1:0-(0:0)-Arbeitssieg gegen Olympiakos Piräus bei ihrer fünften Teilnahme an der Königsklasse zum dritten Mal über den Aufstieg unter die letzten 16 jubeln.

Der Erfolgslauf auf der europäischen Bühne soll nun nach der Winterpause weitergehen, schließlich stieß Schalke vor zwei Jahren bis ins Halbfinale vor.

"Traumhaftes Tor" von Fuchs

Fuchs erzielte in der 77. Minute mit einem wahren "Hammer" aus rund 25 Metern sein erstes Tor in der Champions League.

"Es ist schön, dass die Mannschaft gezeigt hat, wie viel Moral in ihr steckt. Wir haben schon in der ersten Hälfte gute Schüsse gehabt. Ich bin überglücklich, dass meiner gesessen hat", meinte der 26-jährige Niederösterreicher zu seinem Siegtreffer in einem wahren Geduldspiel.

Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes hatte es zunächst gar nicht glauben können, wie kraftvoll und präzise Fuchs den Ball in die Maschen gejagt hatte.

"Ich habe auch zweimal hinschauen müssen. Christian trifft den Ball natürlich hervorragend. Es war ein traumhaftes Tor. Die Mannschaft hat sich unheimlich für ihn gefreut", sagte der DFB-Teamspieler.

Dortmunds Götze überragend

Auch Schalkes Bundesliga-Rivale Borussia Dortmund schreibt weiterhin positive Schlagzeilen in der Champions League und avanciert mehr und mehr zum Geheimfavoriten.

Angeführt vom überragenden Mario Götze (ein Tor, drei Assists), der mit "Barca"-Genie Lionel Messi verglichen wurde, meisterte der deutsche Double-Gewinner die Horrorgruppe D mit Bravour und erreichte durch einen 4:1-(3:0)-Sieg bei Ajax Amsterdam erstmals seit der Saison 2002/2003 wieder die Runde der letzten 16 - noch dazu als Gruppensieger.

Spaniens Rekordmeister Real Madrid, der bei Manchester City in Unterzahl ein 1:1 schaffte, ist ebenfalls bereits fix weiter, kann die Dortmunder aber nicht mehr von der Spitze verdrängen.

2. Platz als gutes Omen

Für Real-Coach Jose Mourinho ist Platz zwei in der Gruppe jedoch ein überaus gutes Omen.

"Zweimal habe ich die Gruppenphase auf Platz zwei beendet und dann die Champions League gewonnen", erklärte der 49-jährige Portugiese.

"Ich wurde Zweiter mit Porto hinter Real Madrid und dann mit Inter Mailand hinter Barcelona", erinnerte Mourinho nach seinem 100. Champions-League-Match auf der Trainerbank an seine bisher größten Erfolge in den Saisonen 2003/2004 und 2009/2010.

"Schlechte Nachricht" für Gruppensieger

Dagegen hat er es bisher nach einem Gruppensieg noch nie geschafft, den wichtigsten Europacup-Bewerb zu gewinnen.

"Aus meiner Erfahrung bedeutet deshalb Platz zwei nicht so viel. Die Teams, die Gruppenerster geworden sind, warten auf einen Gegner, der leichter sein sollte, aber wenn sie Real Madrid bekommen, dann wird das eine schlechte Nachricht für sie sein", so Mourinho.

The "Special One" betonte, dass er keinerlei Angst vor möglichen Giganten-Duellen mit Bayern München, Manchester United, Juventus Turin oder Paris St. Germain habe.

Mancini bleibt gelassen

Englands Champion Manchester City verpasste mit dem 1:1 zum zweiten Mal in Folge die K.o.-Phase. Trainer Roberto Mancini fürchtete aber trotz des erneuten Flops nicht um seinen Job.

"Ich habe keine Angst. Die Leute hier kennen sich aus im Fußball: Wer geglaubt hat, wir könnten schon jetzt die Champions League gewinnen, ist verrückt", meinte der Italiener.

Jubelstürme in Dortmund

In Amsterdam feierten die Dortmunder indes ihren 4:1-Triumph überschwänglich. "Diese Gruppe schon einen Spieltag vor Schluss zu gewinnen, daran hatte keiner von uns geglaubt. Es ist verrückt, aber etwas, das sich die Mannschaft verdient hat. Dieses Match ist ein weiterer Meilenstein in der unglaublichen Club-Geschichte, ich bin stolz auf mein Team", gab Dortmund-Trainer Jürgen Klopp freudestrahlend zu Protokoll.

Neben Dortmund, Real und Schalke lösten am Mittwoch noch der AC Milan (3:1 bei Anderlecht), Paris St. Germain (2:0 in Kiew) und Arsenal (2:0 gegen Montpellier) das Achtelfinalticket.

Arsene Wenger schaffte damit zum 13. Mal in seiner Amtszeit als Arsenal-Manager den Aufstieg unter die letzten 16 der Eliteliga.

Vor dem genannten Sextett hatten bereits sieben Clubs ihr Weiterkommen fixiert: Malaga, Barcelona, Porto, Manchester United, Valencia, Bayern München and Schakhtar Donetsk.

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