"Es geht noch weiter"

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"Es gibt noch viele Ziele, die wir erreichen wollen"

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Ins Rampenlicht haben sich am Mittwoch beide Österreicher in der Champions League geschoben, so richtig jubeln durfte aber nur David Alaba. Er trug mit dem Treffer zum 3:0 zum 5:1-Sieg der Bayern und der erfolgreichen Revanche gegen Arsenal bei. Aleksandar Dragovic durchlebte beim 1:2 von Dynamo Kiew bei Chelsea hingegen ein Wechselbad der Gefühle.

Die Bayern hatten mit 0:2 bei Arsenal die erste Saisonniederlage kassiert, vor den eigenen Fans ließen sie den "Gunners" keine Chance. Nach drei Siegen punktgleich mit Olympiakos Piräus (2:1 gegen Zagreb) an der Spitze der Gruppe F haben die Münchner beste Chancen auf den Gruppensieg.

Alaba: "Es geht noch weiter"

Alaba bezwang Chelsea-Keeper Petr Cech in der 44. Minute mit einem 20-Meter-Schuss mit Effet und sorgte damit für die Vorentscheidung. "Ich habe den Ball gut getroffen und er ist reingegangen", freute sich der ÖFB-Star nach seinem fünften CL-Treffer. 

Damit ist der 23-Jährige nun gemeinsam mit Tomislav Kocijan
(Austria Salzburg und Sturm Graz) der erfolgreichste österreichische
Torschütze in der Königsklasse.

"Ich denke, dass wir sie gut kontrolliert haben. Speziell in der ersten Hälfte haben wir sehr wenig zugelassen. Aber es geht noch weiter. Es gibt noch viele Ziele, die wir erreichen wollen", betonte Alaba.

 

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Posted by David Alaba on Donnerstag, 5. November 2015

Coach Pep Guardiola sprach nach dem höchsten CL-Sieg gegen ein englisches Team von der besten Bayern-Mannschaft in seiner Ära. "Es ist unser drittes gemeinsames Jahr und wir kennen einander nun viel besser", erklärte der Katalane, sieht sein Team aber noch nicht auf dem Zenit. "Wir haben uns verbessert, aber es ist erst November. Noch haben wir nichts erreicht. Wir sind noch nicht perfekt, aber wir steigern uns Schritt für Schritt."

Dragovic wäre "am liebsen im Boden versunken"

Arsenal ist in der Premier League punktgleich mit Leader Manchester City Zweiter, in der Champions League droht aber nach der dritten Niederlage das Aus. "Es wird eng", musste Coach Arsene Wenger zugeben. Sein Team sei nicht präsent gewesen. "Zu viele Spieler haben nicht ihre Normalform erreicht", sagte der Franzose.

In Bedrängnis ist auch Dynamo Kiew (5 Punkte) als Dritter der Gruppe G vor der kommenden Partie gegen Spitzenreiter Porto (10). Im Duell mit Aufstiegs-Rivale Chelsea hatte ÖFB-Teamverteidiger Dragovic zunächst Pech, als er eine Flanke von Willian per Kopf ins eigene Tor lenkte (34.).

"Da wäre ich am liebsten im Boden versunken. Ein Eigentor ist immer bitter, an der Stamford Bridge und im Rahmen der Champions League aber wohl besonders", meinte der Kiew-Legionär. "Da kannst du dir nur den Mund abwischen und musst konzentriert weitermachen."

"Brutal happy" über erstes CL-Tor

Dass ihm nach dem Wechsel mit seinem Premierentor in der Champions League der Ausgleich gelang (78.), sei "Erleichterung und enorme Genugtuung" zugleich gewesen, meinte Dragovic. "Ich war im siebenten Himmel. Das Gefühl war einfach sensationell und ist mit nichts Anderem zu vergleichen. Ich war brutal happy, meinen Fehler wieder gut gemacht zu haben."

Der 24-jährige ÖFB-Teamspieler weiß, dass nun Siege nötig sind. "Wir müssen in den ausstehenden Spielen voll punkten und auf Umfaller der Konkurrenz hoffen. Unser Minimalziel war und bleibt europäisch zu überwintern, diesbezüglich sind wir auf einem guten Weg", sagte der Innenverteidiger im Hinblick auf einen möglichen Wechsel in die Europa League.

Chelsea-Coach Jose Mourinho, zuletzt stark unter Druck, freute sich nach dem durch einen 28-m-Freistoß des Brasilianers Willian (83.) fixierten Sieg über einen Loyalitätsbeweis der Chelsea-Fans. "Es ist unglaublich. Sie versuchten zu sagen, 'wir wollen dich hier', und wollten euch vielleicht sagen 'lasst ihn arbeiten', und das ist ein fantastisches Gefühl", erklärte der Starcoach nach Standing Ovations der 40.000 Fans in Richtung der ihn nach schwachen Premier-League-Resultaten arg kritisierenden Reporter. Dass ihn das gesamte Stadion in einer schwierigen Phase unterstütze, sei ein unvergesslicher Moment seiner Karriere.

Barcelona (3:0 gegen Borisow) und Porto (3:1 bei Maccabi Tel Aviv) sind praktisch schon Gruppensieger und die Bayern sind praktisch weiter. Zenit St. Petersburg (Gruppe H) folgte hingegen dank eines 2:0 bei Olympique Lyon schon fix Real Madrid und Manchester City in die k.o.-Phase. Gent blieb dank des ersten CL-Sieges, einem 1:0 gegen Konkurrent Valencia im Aufstiegsrennen der Gruppe H.

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