Mourinho beobachtet schon Semifinal-Gegner

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Real Madrid hat die zypriotische Mauer eingerissen. 73 Minuten lang verbarrikadierte Underdog APOEL Nikosia im CL-Viertelfinal-Hinspiel auf der Mittelmeerinsel das eigene Tor, am Ende stand trotzdem ein klarer 3:0-Erfolg des Favoriten aus Spanien zu Buche.

"Ich denke, das Ergebnis ist gerecht", gab Nikosias Trainer Ivan Jovanovic zu. Für Real wird das Rückspiel am kommenden Mittwoch zur Formsache.

Kein einziger Torschuss

Nach der Achtelfinal-Sensation gegen Olympique Lyon hatte Jovanovic an seinem Rezept festgehalten: Alle verfügbaren Kräfte stellten sich zu 100 Prozent in den Dienst der Defensive, nicht ein Schuss aufs Tor wurde produziert.

Mehr als eine Verzögerung des Unausweichlichen war für den "Club der Griechen" gegen den neunfachen Sieger der Champions League bzw. des Meistercups aber nicht möglich.

Mourinho-Lob für APOEL

Karim Benzema (74., 90.) und Joker Kaka (82.) ließen den Spitzenreiter der Primera Division jubeln. Von Reals Trainer Jose Mourinho gab es trotzdem Lob für Nikosia.

"Sie haben nicht das Talent von anderen Teams der Champions League, aber in punkto Organisation und Teamgeist sind sie fantastisch. Sie haben unseren Respekt verdient", meinte der Portugiese, der am Mittwoch bereits die Partie zwischen Olympique Marseille und dem FC Bayern beobachtet.

Dass der Gewinner dieser Paarung im Halbfinale auf Real trifft, darf als fix gelten. Dessen war sich auch Jovanovic bewusst. "Dieses Spiel war der krönende Moment unserer Saison in diesem Bewerb", erklärte der Serbe.

Er bezeichnete das bisher Erreichte als "surreal". "Vielleicht war es ein Geschenk, dass wir gegen Madrid spielen durften. Es war eine Ehre, gegen sie zu spielen."

Real-Sieg freut Österreich

Ein wenig mit Real freuen durften sich auch die österreichischen Liga-Vertreter. Wäre APOEL ins Halbfinale eingezogen, hätte Zypern Österreich auf den 16. Platz der UEFA-Fünfjahreswertung verdrängt.

Österreichs 15. Rang ist damit abgesichert, somit nehmen 2013/14 fünf Bundesligisten - zwei in der Qualifikation für die Champions League und drei in jener der Europa League - am Europacup teil.

Chelsea-Coach Di Matteo verzichtete auf Star-Stürmer Didier Drogba



Weit spannender dürfte das Rückspiel zwischen Chelsea und Benfica an der Londoner Stamford Bridge verlaufen. Die "Blues" erarbeiteten sich mit einem 1:0 in Lissabon zwar eine günstige Ausgangslage, Benficas Südamerika-Auswahl bewies aber, dass sie immer für einen Treffer gut ist.

"Ich denke nicht, dass wir die Niederlage verdient haben. Aber wir haben auch die Qualität, um in London zu bestehen", sagte Benfica-Trainer Jorge Jesus.

Chelsea schonte Stars

Chelseas Interimscoach Roberto di Matteo überraschte im Estadio da Luz mit der Entscheidung, einigen Stammkräften eine Pause zu gönnen.

So saßen auch Didier Drogba und der erst in der zweiten Spielhälfte eingetauschte Frank Lampard nur auf der Bank. Dass mit Salomon Kalou (75.) ausgerechnet ein Ersatzmann traf, gab dem Italiener aber recht.

Di Matteo erklärte dies mit der Belastung der englischen Wochen. "Wir wussten, dass Benfica mit hohem Tempo spielt, deshalb brauchten wir frische Spieler", meint der Nachfolger von Andre Villas-Boas.

"Bei mir ist jeder im Team gefragt. Wir brauchen jeden einzelnen Spieler bis Saisonende."

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